11.Dezember

Jammern auf hohem Niveau
Uns geht’s so schlecht, schon Jahre lang,
so hört man’s klagen, da wird einem bang.
Doch jetzt im Advent, wo Weihnachten naht,
da plagen uns Sorgen ganz anderer Art:
Was soll ich den Freunden, Verwandten denn schenken?
Und ob die dann auch an mich wohl denken?
Der Liebsten Schmuck, Parfüm oder Kleider?
Doch hat sie schon alles im Übermaß – leider!
Den Eltern vielleicht eine schöne Reise?
Die waren schon überall, denk ich leise!
Der Sohn auf ein neues Handy baut,
er hat zwar schon zwei, doch die sind out!
Es könnt‘ auch ein neuer Computer sein,
er hat schon einen – doch viel zu klein!
Den Freunden Zigarren oder Wein?
Doch ist das genug – nicht viel zu klein?
Man kann nicht mehr schlafen, was soll ich nun geben?
Was kann man noch brauchen zum „Schöner Leben“?
Man denkt dann oft an vergangene Zeiten,
oder an Armut in anderen Breiten!
Man könnte sich freuen an kleinen Dingen
und damit so viel Freude bringen.
Doch leider ist’s bei uns nicht mehr so –
wir jammern weiter auf hohem Niveau!
Leise rieselt der Schnee
still und starr liegt der See,
weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue dich, Christkind kommt bald!
In den Herzen wirds warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!
Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur wie lieblich es schallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!