Erhalt der Station JERWA in Vogtareuth – Eine unverzichtbare Brücke für junge Erwachsene mit Behinderung sichern
Hallo liebe Freunde, Bekannte und Mitglieder unseres Netzwerks Cap4Free,
heute wenden wir uns mit einem großen Anliegen an euch – und mit echter Sorge. In der Schön Klinik Vogtareuth steht eine Einrichtung vor dem Aus, die für viele Menschen mit Behinderung ein Ort der Hoffnung, der Stabilität und der Menschlichkeit ist: die Station JERWA (Medizin für junge Erwachsene). Hier wird seit Jahren gezeigt, was inklusive und ganzheitliche Krankenversorgung bedeutet. Für viele Betroffene ist JERWA die einzige Anlaufstelle, an der sie umfassend betreut werden können.
Dass diese Station zum Jahresende geschlossen werden soll, ist für uns unverständlich und sehr traurig. Gerade in Zeiten, in denen überall von Inklusion, Teilhabe und Chancengleichheit gesprochen wird, darf eine solch wertvolle Einrichtung nicht einfach verschwinden. JERWA ist mehr als eine Klinik – sie ist ein Symbol für eine Medizin, die Menschen sieht, wo andere nur Diagnosen erkennen.
Deshalb möchten wir euch aufrufen, euch mit uns gemeinsam für den Erhalt dieser einzigartigen Station einzusetzen.
Was macht JERWA so einzigartig?
Die Station JERWA begleitet junge Erwachsene mit schweren Mehrfachbehinderungen beim Übergang von der Kinderneuropädiatrie in die Erwachsenenmedizin. Dieser Übergang, die sogenannte Transition, ist für viele Betroffene eine der schwierigsten Lebensphasen. Hier setzt JERWA an – mit einem bundesweit einzigartigen Konzept, das Medizin, Therapie, Forschung und soziale Unterstützung verbindet.
In Vogtareuth arbeiten Fachkräfte aus Neurologie, Orthopädie, Wirbelsäulen- und Chirurgie, Urologie, Rehabilitation, Pflege und Sozialarbeit eng zusammen. Angehörige, Einrichtungen und Betreuende werden aktiv eingebunden. So entsteht ein Netzwerk, das die jungen Patientinnen und Patienten ganzheitlich begleitet – medizinisch, psychologisch und sozial.
Viele der jungen Erwachsenen kommen nach komplexen Operationen oder schweren Krankheitsverläufen hierher. Ohne JERWA müssten sie mehrere Kliniken, Fachärzte und Reha-Einrichtungen aufsuchen – was für viele schlicht unmöglich ist.
Informationen zur JERWA-Station auf der Website der Schön Klinik Vogtareuth
Zahlen, die zum Nachdenken anregen
Die Nachfrage nach Plätzen auf der Station JERWA ist enorm: Die Wartezeit beträgt 5 bis 6 Monate, und Termine für das kommende Jahr sind bereits ausgebucht. Das zeigt deutlich, wie dringend dieser Ort gebraucht wird.
Jährlich werden hier rund 140 Patientinnen und Patienten behandelt – trotz nur zehn Betten. Hinter jeder Zahl stehen Schicksale junger Menschen, die auf spezialisierte medizinische und therapeutische Unterstützung angewiesen sind. Für sie bedeutet JERWA Lebensqualität, Selbstständigkeit und Zukunftsperspektive.
Warum JERWA ein Modell für die Zukunft ist
Die Station JERWA ist nicht nur ein Ort der Versorgung, sondern auch ein Ort der Forschung und der gelebten Inklusion. Die dort gesammelten Erkenntnisse helfen, die Versorgung von Menschen mit Behinderung in Deutschland langfristig zu verbessern. Fachleute fordern seit Jahren, die medizinische Transition stärker zu fördern – JERWA ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie das gelingen kann.
Auch wirtschaftlich betrachtet ist das Konzept nachhaltig: Durch die koordinierte Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen können Komplikationen vermieden und langfristige Behandlungskosten reduziert werden. Vor allem aber: JERWA schafft Lebensqualität – für Betroffene und ihre Angehörigen.
Was droht, wenn JERWA geschlossen wird
Die Schließung der Station würde eine gravierende Versorgungslücke hinterlassen. Betroffene müssten sich ihre Versorgung künftig mühsam selbst zusammenstellen – von Klinik zu Klinik, von Arzt zu Arzt. Viele Familien könnten das weder organisatorisch noch finanziell bewältigen. Das bedeutet nicht nur einen medizinischen Rückschritt, sondern auch eine enorme emotionale Belastung.
Ein Verlust von JERWA wäre ein Verlust an Menschlichkeit, Kompetenz und gelebter Inklusion – und würde viele Familien in Deutschland hart treffen.
Unsere Forderungen an Politik und Klinikleitung
- Die Station JERWA dauerhaft erhalten und finanzieren! Sie ist eine unverzichtbare Einrichtung für junge Erwachsene mit Behinderung.
- Forschung und Kooperationen mit Universitäten fördern! Die dort entstehenden Erkenntnisse sind wegweisend für die Zukunft der inklusiven Medizin.
- Den Übergang von Kinder- zu Erwachsenenmedizin langfristig sichern! Nur durch kontinuierliche Begleitung kann echte Teilhabe gelingen.
Inklusion braucht Orte wie JERWA
Wenn Inklusion in Deutschland mehr als ein Wort sein soll, dann braucht sie Orte wie JERWA. Hier wird täglich bewiesen, dass medizinische Versorgung auch menschlich, vernetzt und respektvoll sein kann. Solche Einrichtungen dürfen nicht verschwinden – sie müssen gestärkt und unterstützt werden.
Ohne JERWA verlieren wir nicht nur eine Station – wir verlieren ein Stück Hoffnung, Menschlichkeit und Zukunft.
Was jeder tun kann
Bitte unterstützt den Erhalt der Station JERWA mit eurer Stimme und teilt dieses wichtige Anliegen mit anderen. Jede Unterschrift zählt!
➡️ Jetzt die Petition auf Change.org unterzeichnen
Ein persönlicher Abschluss
Wir von Cap4Free setzen uns seit Jahren für Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe ein – in allen Lebensbereichen. Die Station JERWA steht für genau diese Werte: Für medizinische Versorgung mit Herz, Kompetenz und Menschlichkeit.
Wir wünschen uns, dass diese Station nicht nur erhalten bleibt, sondern als Vorbild dient – für viele weitere Projekte in Deutschland, die zeigen, was echte inklusive Medizin bedeutet.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass JERWA bleibt – für die jungen Menschen, für ihre Familien, für die Zukunft einer inklusiven Gesellschaft.
Mit herzlichen Grüßen
Euer Team von Cap4Free – Das inklusive Netzwerk
