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Verständnis der verschiedensten Menschen mit Behinderung

Eine farbige Manga-Illustration zeigt eine Gruppe vielfältiger Menschen mit und ohne Behinderung, die gemeinsam in einer warm beleuchteten Stadt- oder Parkszene bei Sonnenuntergang stehen. Einige Personen sitzen im Rollstuhl, andere stehen oder haben sichtbare körperliche Einschränkungen. Die Gruppe wirkt freundlich, offen und miteinander im Gespräch oder im Austausch von Gesten und Lächeln.

Im Zentrum steht ein gemeinsames Miteinander, das durch Nähe und gegenseitige Unterstützung dargestellt wird. Im Hintergrund sind urbane Elemente und ein goldener Himmel mit Sonnenuntergangsstimmung zu sehen, was eine warme und hoffnungsvolle Atmosphäre erzeugt.

Mehrere Schilder und visuelle Botschaften betonen Begriffe wie Respekt, Verständnis, Mitgefühl und Zusammenhalt. Die Darstellung ist im typischen Manga-Stil gehalten mit klaren Linien, ausdrucksstarken Gesichtern und emotionaler Wirkung, die Gemeinschaft und Inklusion symbolisiert.




Verständnis der verschiedensten Menschen mit Behinderung

Verständnis der verschiedensten Menschen mit Behinderung

Verfasst von Mevludin Useinoski

Behinderung trennt uns nicht.
Aber unser fehlendes Verständnis füreinander tut es.

Wir reden oft über Inklusion zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.
Aber viel zu selten reden wir über etwas, das noch schwieriger ist:
Das Verständnis zwischen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen.

Die vielen Formen von Behinderung

Ja, ihr wisst bestimmt alle, wie viele verschiedene Formen es von Behinderungen gibt. Von den Körperbehinderungen wie blinde, sehbehinderte Menschen, Rollstuhlfahrer, Menschen, die nicht richtig gehen können, wo vielleicht eine Hand fehlt oder beide Hände – das sind körperliche Behinderungen.

Dann gibt es noch die seelischen Behinderungen wie geistige Behinderung, Menschen, die nicht richtig lesen, nicht richtig schreiben können, vielleicht nicht richtig denken können, vielleicht Aufmerksamkeitsdefizite haben. Seelische Behinderungen.

Wie ihr hört, sind das eine Menge Formen von Behinderungen. Und mit einem auszukommen ist sehr, sehr schwer. Weil jeder Mensch mit Behinderung ist eine Persönlichkeit und ein Individuum. Und wenn so viele unterschiedliche Behinderungen aufeinandertreffen, wird das Diskutieren und das gegenseitige Verständnis sehr schwer.

Jeder Mensch ist ein eigenes Individuum

Aber es gibt auch Zeiten, wo einfach eine Bombe platzt und Menschen mit den unterschiedlichen Behinderungen irgendwie nicht zusammen können. Und das liegt an der Verschiedenheit der Behinderungen. Menschen, die eine geistige oder seelische Behinderung haben, können sich nicht gut auf Menschen einstellen, die eine Körperbehinderung haben. Und Menschen mit einer Körperbehinderung können sich nicht gut auf Menschen einlassen, die eine geistige Behinderung haben.

Und besonders wenn Menschen im Rollstuhl oder mit anderen körperlichen Einschränkungen versuchen wollen, sich mit Menschen, die hochgradig sehbehindert sind oder blind sind, zu verstehen.

Jeder Mensch ist unterschiedlich. Und jeder Unterschied macht ein Individuum aus. Und darum ist die Behinderung auch jedes Mal verschieden.

Wenn Gruppen ihre eigene Suppe kochen

Aber wenn man sagt, man versucht das große Miteinander, und dieses große Miteinander funktioniert nicht, weil diese Menschen das untereinander in der Gemeinschaft der Behinderung nicht hinkriegen und jede Gruppe ihre eigene Suppe kocht.

Dann ist das vielleicht im Topf, wo sie sind, mit ihrer Gruppe von Gleichgesinnten schön. Aber wenn mehrere Töpfe versuchen zusammen zu kochen, sagt man ja immer: Umso mehr Köche, umso eher verbrennt der Brei. Und so ist es auch bei den verschiedensten Menschen mit Behinderung.

Neid, Missgunst und verletzende Worte

Dann gibt es Rollstuhlfahrer oder andere, die eifersüchtig, selbstsüchtig sind. Und Menschen, die sich einfach etwas aufgebaut haben, das nicht akzeptieren können. Da möchte man den Menschen verbiegen. Man möchte das schlechtreden, was er sich gemacht hat.

Aber jeder Mensch, der mit Behinderung etwas aufstellt oder auf die Beine stellt, tut etwas Gutes für sich und für die Gesellschaft. Nach seinen Fähigkeiten und nach seinem Können.

Jeder Mensch kann lernen. Auf seine Weise. Einer kann es besser, der andere schlechter. So wie einer besser sprechen und diskutieren kann, wo ein anderer das nicht so gut kann. Oder einer sich in der Technik wohlfühlt und bestens zu Hause ist, wo andere nur einen Bahnhof sehen.

Aber so sind die Menschen.

Wenn man sich aber immer gegenseitig angreift und sagt: „Das, was du machst, ist überflüssig, das ist schlecht. Du kannst nicht zuhören, du kannst nicht lesen, du bist dumm“, dann ist das für einen Menschen verletzend und diskriminierend. Und das ist echt schade.

Und wenn es noch aus dem Mund eines anderen behinderten Menschen kommt, trifft es noch mehr. Besonders einen Menschen, der kein dickes Fell hat und versucht, für sich in der Welt zurechtzukommen – und es auch schafft.

„Du lebst in deiner eigenen Welt“

Und dann hört man immer wieder: „Du lebst in deiner eigenen Welt.“ Aber was ist das Wort „eigene Welt“? Man hat sich vielleicht etwas aufgebaut, aber man lebt doch nicht in einer eigenen Welt. Man versucht das Beste aus sich zu machen, nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten.

Und wenn man dann versucht, Menschen zu finden, die das unterstützen, und diese Menschen sagen: „Wir unterstützen dich“, aber dann kommt ein anderer und sagt: „Der ist doof, den brauchst du nicht unterstützen. Das ist so einer, der in seiner Welt lebt.“

Gerüchte oder Menschlichkeit?

Was ist nun das Wichtigste? Auf Gerüchte hören? Oder diesem Menschen wirklich die Hand zu reichen und zu versuchen, egal wie der Mensch ist, mit ihm auszukommen?

Es gibt schwere Menschen. Es gibt leichte Menschen. Aber trotzdem muss man eine Basis finden, als Menschen mit Behinderung mit anderen auszukommen. In einer freundlichen und netten Art.

Und nicht nur, weil man auf einmal eine Nachricht zu viel bekommt, mit bösen Worten ein Problem zu schaffen.

Das bringt kein bisschen Mitgefühl. Kein zwischenmenschliches Verhalten.

Mitgefühl miteinander würde alles sauber lösen.

Denn am Ende geht es nicht darum, welche Behinderung jemand hat. Es geht darum, wie wir miteinander umgehen.

Es geht darum, ob wir bereit sind, den anderen zu verstehen.

Es geht darum, ob wir akzeptieren können, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg hat.

Wenn wir das schaffen, dann kann aus vielen einzelnen Gruppen eine Gemeinschaft werden.

Und genau dort beginnt echtes Verständnis.

Fazit

Vielleicht liegt das größte Problem von Inklusion nicht zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen.

Vielleicht liegt es genau hier – zwischen uns selbst.

Solange wir es nicht schaffen, uns untereinander zu verstehen, wird es die Gesellschaft erst recht nicht schaffen.

Wenn Menschen mit Behinderung anfangen, sich gegenseitig zu unterstützen, statt sich gegenseitig klein zu machen, dann entsteht eine Kraft, die größer ist als jede einzelne Behinderung.

Echte Gemeinschaft. Echte Inklusion. Echte Menschlichkeit.

Verständnis kostet nichts.
Aber fehlendes Verständnis kostet uns alles.