Die Welt der modernen Smartphones ist faszinierend, aber sie ist nicht für jeden Menschen gleich gut zugänglich. Das mussten ein guter Bekannter von mir und ich in den vergangenen Monaten auf eine sehr intensive, teils ernüchternde, am Ende aber umso lehrreichere Weise erfahren. Mein Bekannter war schon sehr lange Zeit auf der Suche nach einem passenden Smartphone für sich. Da man im Alltag ständig hört, wie intuitiv und barrierefrei bestimmte Geräte sein sollen, entschied er sich zunächst für ein vermeintlich hochwertiges Modell aus dem Hause Apple und kaufte sich ein gebrauchtes, aber gut erhaltenes iPhone 13 Pro Max.
Am Anfang waren wir beide noch voller Optimismus. Wir dachten uns: Das wird schon passen. Schließlich handelt es sich um ein absolutes Premium-Gerät mit modernster Technik, einem riesigen Display und den weltweit geschätzten Apple-Bedienungshilfen. Doch die Realität sah leider ganz anders aus. Was folgte, war eine lange Phase des Hin und Hers, geprägt von unzähligen Einrichtungsversuchen, tiefgehenden Tests mit den internen Bedienungshilfen, dem Screenreader VoiceOver, der Gestensteuerung und täglichem, intensivem Ausprobieren im Alltag. Am Ende mussten wir uns der Wahrheit stellen: Das iPhone war trotz aller technischen Brillanz einfach nicht das richtige Gerät für ihn.
Dabei war es gar nicht die Frage, ob er ein iPhone grundsätzlich bedienen kann. Das konnte er durchaus. Aber die Art und Weise der Bedienung war das Problem. Jeden Tag stundenlang mit komplexen Wischbewegungen, feinen Gesten, reiner Touch-Bedienung und einem ununterbrochen sprechenden Screenreader auf einer glatten Glasfläche zu arbeiten, bedeutete für ihn im Alltag eine enorme mentale und physische Anstrengung statt der erhofften Erleichterung. Natürlich kann man argumentieren, dass man so etwas mit noch mehr Übung und Geduld irgendwann blind beherrscht. Vielleicht ist das so. Aber der Weg dorthin ist extrem lang, oft frustrierend und am Ende des Tages unnötig schwer, wenn es auf dem Markt eigentlich Geräte gibt, die von Natur aus genau das bieten, was er für seine individuellen Bedürfnisse wirklich braucht.
An dieser Stelle möchte ich absolut keine Grundsatzdiskussion darüber auslösen, welches System nun besser ist – Apple iOS oder Google Android. Beide Welten haben ihre Berechtigung. Für meinen Bekannten war durch dieses Experiment lediglich eine fundamentale Erkenntnis glasklar geworden: Er benötigt zwingend ein Smartphone mit einer echten, physisch fühlbaren Tastatur. Er braucht Tasten, die man ertasten kann, die einen klaren Druckpunkt haben und die ihm die nötige Sicherheit beim Schreiben geben. Das gilt ganz besonders für die tägliche Kommunikation über WhatsApp, das Verfassen von E-Mails und die allgemeine Bewältigung des digitalen Alltags.
Also machten wir uns gemeinsam auf die Suche. Wir durchforsteten das Internet nach sogenannten Tasten-Telefonen. Es gibt im Netz sogar spezielle Plattformen und Nischenseiten, die sich nur mit solchen Geräten beschäftigen. Doch das Ergebnis war enttäuschend: Entweder waren diese klassischen Handys technisch völlig veraltet, sodass moderne Apps darauf gar nicht liefen, oder sie verfügten über keinerlei zeitgemäße Bedienungshilfen für Menschen mit Seheinschränkungen. Ich habe in diesem Zuge auch ganz bewusst von speziellen, oft extrem teuren Blinden-Geräten abgeraten. Diese hochspezialisierten Telefone sind für Menschen, die aktiv im modernen Netz unterwegs sein wollen, die viel und schnell über WhatsApp kommunizieren und ganz normale, aktuelle Apps nutzen möchten, schlichtweg ungeeignet und schränken den Nutzer zu sehr ein.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, unzähligen Stunden der Recherche und langem Überlegen fiel unsere Wahl schließlich auf ein Unternehmen, das genau die Geräte baut, die viele Menschen im Zeitalter der reinen Glas-Smartphones schon fast vergessen hatten: Moderne Smartphones im unverkennbaren Stil der alten BlackBerry-Geräte, jedoch kombiniert mit aktueller Hardware und einem vollwertigen Android-Betriebssystem.
Diese Firma heißt Unihertz.
Auf deren Produktpalette stießen wir auf genau das Modell, das wie die Faust aufs Auge für meinen Bekannten passte: den Unihertz Titan 2. Ein robustes Android-Smartphone mit einer vollständigen, physischen QWERTZ-Tastatur unterhalb des Bildschirms.
Doch die nächste Hürde ließ nicht lange auf sich warten. Als wir das Gerät direkt auf der offiziellen Herstellerseite von Unihertz bestellen wollten, stellten wir fest, dass der dortige Bestellprozess alles andere als reibungslos und barrierefrei funktionierte. Für jemanden, der nicht täglich auf internationalen Webseiten einkauft, war das Ganze viel zu kompliziert, unübersichtlich und schlicht nicht vertrauenswürdig gestaltet. Wir brauchten eine Alternative. Also setzte ich mich an meinen Computer und suchte über Google nach einer ganz gezielten Phrase:
Unihertz Titan 2 deutscher Shop
Genau an diesem Punkt nimmt die Geschichte eine unerwartete und extrem spannende Wendung, die uns in die tiefen Verstrickungen des globalen Online-Handels führen sollte.
Das Bonbon zu Amazon, aus China
Bei meiner Google-Suche stieß ich auf einen mir bis dahin völlig unbekannten deutschen Online-Shop, der das gewünschte Smartphone tatsächlich direkt im Sortiment führte: Joybuy.
Im ersten Moment war ich skeptisch. Was war das für eine Seite? Doch als Technik-Administrator gebe ich mich nicht mit Oberflächlichkeiten zufrieden, sondern ging der Sache gründlich auf den Grund. Meine Recherche förderte Erstaunliches zutage. Joybuy ist nicht einfach irgendein kleiner Importhändler, sondern die offizielle europäische Plattform von JD.com. Und wer im asiatischen Raum bewandert ist, weiß: JD.com ist in China das absolute Gegenstück zu Amazon – ein gigantischer, hochprofessioneller Weltkonzern, der logistisch und technisch auf dem allerhöchsten Niveau agiert.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, den viele Menschen in Deutschland noch überhaupt nicht auf dem Schirm haben: JD.com ist längst im europäischen Markt aktiv, und zwar nicht nur still und heimlich im Hintergrund. Dieser chinesische Tech-Riese steht als strategischer Partner und Großinvestor hinter der bekannten MediaMarktSaturn Retail Group, zu der unsere vertrauten Elektronikriesen MediaMarkt und Saturn gehören.
Als ich diese Verbindung schwarz auf weiß sah, verflog meine anfängliche Unsicherheit bezüglich des Shops augenblicklich. Das war kein dubioser Hinterhof-Händler, bei dem man Angst um sein Geld haben musste. Das war ein globaler Big Player auf absolutem Amazon-Niveau – nur eben mit Ursprung in China, aber mit einer vollständig für den deutschen Markt lokalisierten Oberfläche.
Die Produktsuche
Der Weg zum Produkt war denkbar einfach. Nach der Eingabe des Suchbegriffs bei Google leitete mich der Treffer direkt auf die übersichtliche Plattform. Für alle, die sich selbst ein Bild davon machen möchten, führt dieser Link direkt zum Smartphone:
Die gesamte Benutzeroberfläche präsentierte sich uns in sauberem Deutsch. Alles war logisch strukturiert, absolut übersichtlich aufgebaut und leicht verständlich. Mein Bekannter war während des gesamten Vorgangs am Telefon live zugeschaltet. Ich beschrieb ihm jeden Schritt, sodass er den Einkauf in Echtzeit miterleben konnte. Ohne große Umwege legte ich das Unihertz Titan 2 in den virtuellen Warenkorb und klickte anschließend auf den Button Kaufen.
Registrierung Schritt für Schritt
Daraufhin öffnete sich die gewohnte Maske, die den Kunden vor die Wahl stellt: Anmelden oder Registrieren. Da wir noch kein Konto besaßen, wählten wir den Button Registrieren.
Der Registrierungsprozess war vorbildlich und ohne unnötige Barrieren gestaltet. Zuerst mussten wir eine gültige E-Mail-Adresse eingeben und ein sicheres Passwort vergeben. Sekunden später traf bereits eine E-Mail des Shops bei uns ein, die einen sechsstelligen Bestätigungscode enthält. Diesen tippten wir in die Maske ein, und schon war das neue Kundenkonto erfolgreich verifiziert.
Im darauffolgenden Schritt ging es an die Eingabe der persönlichen Daten für den Versand. Hier fragte das System ganz klassisch nach dem vollständigen Namen, also Vor- und Nachname, der genauen Lieferadresse inklusive Postleitzahl und Ort sowie einer Telefonnummer für eventuelle Rückfragen des Logistikpartners. Während dieser Dateneingabe wies uns die Webseite auch dezent darauf hin, dass es für ein noch komfortableres Einkaufserlebnis eine eigene Smartphone-App gibt.
Die App – sehr wichtig für iPhone und Android
Als Technik-Enthusiast wollte ich natürlich genau wissen, wie sich die Plattform auf verschiedenen Systemen verhält. Und hier stieß ich auf einen sehr interessanten, technischen Unterschied, den man unbedingt kennen sollte, wenn man den Shop nutzt.
Wenn man den gesamten Registrierungs- und Bestellprozess direkt über den Safari-Browser auf einem iPhone durchführt, tauchen leider ein paar kleine, unschöne Stolpersteine auf. Das Webdesign ist auf dem Apple-Smartphone im Browser nicht perfekt optimiert: Bestimmte Schaltflächen, wie etwa die Auswahl für das Lastschriftverfahren, verschieben sich leicht oder die Beschriftungen der Buttons werden vom Screenreader nicht sauber und eindeutig vorgelesen. Ganz anders verhält sich das Ganze jedoch, wenn man entweder das Android-System nutzt oder direkt auf die hauseigene App des Shops zurückgreift. Über Android oder die App ist die Darstellung makellos, barrierefrei und absolut sauber programmiert.
Die offiziellen Apps des Shops findet man unter folgenden Links:
Um den Unterschied selbst zu testen, installierte ich die Android-App auf meinem Gerät. Ich war absolut beeindruckt: Nach dem Öffnen der App landete ich exakt an der Stelle, an der wir uns gerade im Desktop-Browser befanden – mitten im Registrierungsprozess. Diese nahtlose Synchronisation zwischen den Plattformen ist technisch hervorragend gelöst.
Die Bezahlung – der entscheidende Punkt
Nachdem alle Adressdaten hinterlegt waren, gelangten wir zum wohl sensibelsten Punkt eines jeden Online-Einkaufs: der Bezahlung.
Mein Bekannter ist ein eher traditioneller Käufer und wollte seine Bankdaten für eine klassische Lastschrift direkt im Shop hinterlegen. Das stellte uns kurz vor ein Problem, denn eine direkte Eingabe der IBAN wird auf der Plattform für deutsche Konten so nicht angeboten.
Aber der Shop bietet eine perfekte Brücke an: die Zahlung über PayPal.
Da mein Bekannter ein PayPal-Konto besitzt und dort sein ganz normales Girokonto hinterlegt hat, konnten wir diesen Weg nutzen. Die Zahlung über PayPal fungiert in diesem Fall im Hintergrund wie eine normale Lastschrift. Wir wählten also PayPal aus, er loggte sich in einem sicheren Fenster in seinen Account ein, bestätigte den Betrag, und PayPal zog das Geld ganz bequem von seinem Bankkonto ein.
Für andere Präferenzen bietet der Shop natürlich auch die gängigen, modernen Alternativen an:
- Kreditkarte
- Apple Pay
- Google Pay
Für uns war PayPal in diesem Moment jedoch der einfachste, sicherste und unkomplizierteste Weg.
Lieferung und Eindruck
Nachdem der Kauf abgeschlossen war, spiegelte sich das auch sofort im Kundenkonto wider. Der gesamte Bestellverlauf war transparent einsehbar, der aktuelle Versandstatus wurde stets klar und ohne kryptische Codes deklariert. Auch die automatisierte E-Mail-Kommunikation nach dem Kauf war absolut verständlich. Nach einer angemessenen Lieferzeit traf das Paket bei uns ein – hervorragend und sicher verpackt, sodass der Inhalt optimal geschützt war.
Und nun zum wichtigsten Moment: dem Auspacken und dem ersten echten Test des Unihertz Titan 2 durch meinen Bekannten. Schon nach den ersten Minuten war die Erleichterung greifbar. Die physische Tastatur des Smartphones war genau das, wonach er all die Monate vergeblich gesucht hatte. Die Tasten boten einen spürbaren Widerstand und eine klare Orientierung. Er war sofort in der Lage, fehlerfrei und sicher Texte zu tippen, WhatsApp-Nachrichten zu beantworten und E-Mails zu verfassen – und das völlig ohne das tägliche, frustrierende Touch-Chaos auf einer glatten Glasfläche.
Warum ich das hier schreibe
Ich veröffentliche diesen ausführlichen Bericht aus einer tiefen, eigenen Überraschung heraus. Wenn mir vor einigen Wochen jemand von diesem Shop erzählt hätte, wäre ich misstrauisch geblieben. Ich hätte mich gefragt: Was ist das wohl für eine dubiose Seite aus Fernost?
Erst durch meine tiefe Recherche, das Aufdecken der Strukturen von Joybuy und JD.com und deren enge, finanzielle und strategische Verflechtung mit deutschen Traditionsmarken wie MediaMarkt und Saturn wurde mir klar, auf welch solidem Fundament dieser Anbieter steht. Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass hier tatsächlich das echte Amazon aus China heranwächst – mit einer professionellen, sicheren und für uns perfekt nutzbaren deutschen Präsenz.
Fazit
Von der anfänglichen, fast verzweifelten Suche nach einem passenden Nischen-Smartphone über die Entdeckung von Unihertz, die tiefgehende Hintergrundrecherche zu Joybuy und JD.com, den reibungslosen Ablauf der Registrierung und Bestellung, die Nutzung der App bis hin zur sicheren PayPal-Zahlung und der schnellen Lieferung – dieser gesamte Prozess war eine durchweg positive, fehlerfreie Erfahrung.
Für Menschen, die aufgrund von Seheinschränkungen oder motorischen Bedürfnissen ein modernes Android-Smartphone mit einer echten, haptischen Tastatur suchen, ist das Unihertz Titan 2 eine absolute, uneingeschränkte Empfehlung.
Und für alle, die sich bisher unsicher waren, ob man bei Joybuy bedenkenlos und sicher bestellen kann, lautet meine klare Antwort nach diesem Praxistest: Ja. Absolut.
