Zum Inhalt springen

60 Jahre Star Trek – Eine Reise, die am 8. September 1966 begann

Ein sehr dunkles Bild im Manga- und Comic-Stil mit Weltraum-Hintergrund, voll von leuchtenden Sternen und Nebeln. In der Mitte des Bildes steht das goldene Star-Trek-Flottenabzeichen (Delta-Symbol), das von einem goldenen Lorbeerkranz umrahmt wird. Unter dem Symbol steht in einer blau-gelben Schriftzug-Optik der Text "STAR TREK: 60 YEARS", darunter klein "2084 | EIN BERICHT | 60 JAHRE STAR TREK".
Rum um das zentrale Emblem sind verschiedene ikonische Raumschiffe dargestellt:
Auf der rechten Seite befinden sich die klassische USS Enterprise (NCC-1701) mit rot leuchtenden Triebwerken, darunter eine weitere Variante der Enterprise sowie die USS Enterprise-D mit ihrer charakteristischen elliptischen Untertassensektion.
Auf der linken Seite sind klingenartige und bedrohlich wirkende klingonische Raumschiffe zu sehen, darunter ein Bird-of-Prey mit grün leuchtenden Details und Fenstern sowie ein weiteres romulanisches oder klingonisches Kriegsschiff mit orangefarbenen Lichteffekten.
Die Raumschiffe sind mit klaren Linien, dynamischen Lichtreflexen und starkem Kontrast gezeichnet.

60 Jahre Star Trek – Eine Reise, die am 8. September 1966 begann

Von Gene Roddenberrys erster Idee über Captain Pike und Captain Kirk bis zu Starfleet Academy – sechs Jahrzehnte Science-Fiction, Serien, Filme, Geschichten, Raumschiffe, Technik, Bücher, Comics, Hörspiele, Spiele, Spielzeug und eine weltweite Fangemeinde.

60 Jahre Star Trek – eine Reise durch sechs Jahrzehnte

Am 8. September 1966 begann eine der außergewöhnlichsten Reisen der Fernseh- und Filmgeschichte. An diesem Tag wurde in den Vereinigten Staaten die erste reguläre Folge von Star Trek: The Original Series ausgestrahlt. Aus einer ungewöhnlichen Science-Fiction-Idee des Autors und Produzenten Gene Roddenberry entwickelte sich im Laufe von sechs Jahrzehnten ein gewaltiges Universum aus Fernsehserien, Kinofilmen, Streamingproduktionen, Büchern, Comics, Hörspielen, technischen Handbüchern, Spielzeug, Modellbausätzen, Videospielen, Brettspielen, Sammlerobjekten und Fanprojekten.

Star Trek ist dabei weit mehr als eine Geschichte über Raumschiffe und fremde Planeten. Die Serie beschäftigte sich immer wieder mit Fragen, die auch die Wirklichkeit der jeweiligen Zeit betrafen: Krieg und Frieden, Rassismus und Vorurteile, Gleichberechtigung, Religion, Politik, Wissenschaft, künstliche Intelligenz, medizinische Ethik, Umweltfragen, kulturelle Unterschiede, Macht, Verantwortung und die Frage, wie eine bessere Zukunft aussehen könnte.

Zum 60. Geburtstag im Jahr 2026 besteht das offizielle Star-Trek-Universum aus zwölf Fernsehserien und dreizehn Kinofilmen. Hinzu kommen weitere Film- und Streamingproduktionen. Die offizielle Übersicht von StarTrek.com dokumentiert die Entwicklung des Franchise über die Jahrzehnte.

StarTrek.com – Offizielle Übersicht der Star-Trek-Serien und Filme

Der 8. September 2026 markiert damit exakt sechs Jahrzehnte seit dem Beginn der Fernsehgeschichte von Star Trek.

StarTrek.com – Informationen zum 60. Jubiläum

Gene Roddenberry und die Idee hinter Star Trek

Hinter Star Trek stand der amerikanische Autor und Produzent Gene Roddenberry. Seine Idee war ungewöhnlich: Eine Fernsehserie sollte die Menschheit in einer weit entfernten Zukunft zeigen und dabei nicht nur spannende Abenteuer erzählen, sondern auch gesellschaftliche und philosophische Fragen behandeln.

Die Enterprise sollte keine klassische Raumkampffregatte sein. Sie war vor allem ein Forschungsschiff. Ihre Besatzung sollte fremde Welten untersuchen, unbekannte Lebensformen kennenlernen, diplomatische Kontakte herstellen und wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen.

Roddenberry stellte sich eine Zukunft vor, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam auf einem Raumschiff arbeiteten. Damit wurde die Brückenbesatzung selbst zu einem Bild für eine vielfältigere Gesellschaft.

Die Idee einer Zukunft, in der Wissenschaft, Bildung, Zusammenarbeit und Erforschung einen hohen Stellenwert besitzen, wurde zu einem der wichtigsten Bestandteile der Star-Trek-Philosophie.

Roddenberry wollte damit allerdings keine perfekte Welt ohne Konflikte erschaffen. Gerade die Konflikte innerhalb und zwischen verschiedenen Kulturen waren ein wichtiger Bestandteil der Geschichten.

The Cage – der allererste Pilot

Bevor Captain Kirk die Enterprise kommandierte, gab es Captain Christopher Pike.

Der erste Star-Trek-Pilot hieß The Cage. Die Produktion begann bereits 1964. Jeffrey Hunter spielte Captain Christopher Pike, Majel Barrett Lieutenant Number One und Leonard Nimoy den Wissenschaftsoffizier Spock.

Diese erste Version von Star Trek unterschied sich deutlich von der späteren Originalserie. Die Geschichte war stärker psychologisch und philosophisch angelegt. Pike geriet in die Gewalt der Talosianer, die Menschen durch mentale Illusionen beeinflussen konnten.

NBC lehnte diesen Piloten zunächst ab. Gleichzeitig erkannte der Sender jedoch das Potenzial von Roddenberrys Konzept und erlaubte etwas, das im Fernsehen ungewöhnlich war: einen zweiten Piloten.

StarTrek.com – Die Entstehung von The Cage

Warum es einen zweiten Pilotfilm gab

NBC empfand The Cage als zu anspruchsvoll und wollte eine stärker actionorientierte und leichter zugängliche Variante sehen. Deshalb wurde das Konzept überarbeitet.

Aus Captain Pike wurde Captain James T. Kirk. William Shatner übernahm die Rolle. Leonard Nimoy blieb als Spock erhalten. Jeffrey Hunter kehrte nicht zurück. Majel Barrett wurde später als Schwester Christine Chapel Teil der regulären Serie.

Der zweite Pilot hieß Where No Man Has Gone Before.

Dieser Pilot überzeugte NBC schließlich davon, die Serie zu bestellen.

Damit war die Grundlage für die Originalserie geschaffen.

StarTrek.com – Von den Piloten zur Originalserie

8. September 1966 – The Man Trap

Am 8. September 1966 begann die reguläre Ausstrahlung mit The Man Trap.

Das ist ein wichtiger Unterschied: The Cage war der erste produzierte Pilot, Where No Man Has Gone Before der zweite Pilot und The Man Trap die erste regulär ausgestrahlte Folge.

Die Episode führte das Publikum in die neue Besatzung ein. William Shatner spielte James T. Kirk, Leonard Nimoy Spock und DeForest Kelley Dr. Leonard McCoy. Hinzu kamen Nichelle Nichols als Uhura, George Takei als Sulu und James Doohan als Scotty. Walter Koenig als Chekov kam erst später zur Serie.

StarTrek.com – The Original Series

Warum The Cage später als The Menagerie verwendet wurde

Das Material aus The Cage verschwand nicht im Archiv.

Für die zweiteilige Originalserienfolge The Menagerie wurde umfangreiches Material des ersten Piloten verwendet. Die Handlung erklärt gleichzeitig, was aus Christopher Pike geworden war.

Spock bringt den schwer verletzten Pike nach Talos IV und riskiert damit seine eigene Karriere. Die alten Szenen aus The Cage wurden dadurch Bestandteil einer neuen Geschichte.

Viele Jahrzehnte später sollte genau diese Figur wieder eine zentrale Rolle spielen. Christopher Pike kehrte zunächst in Star Trek: Discovery zurück und wurde anschließend zur Hauptfigur von Strange New Worlds.

Die erste Enterprise – NCC-1701

Die ursprüngliche U.S.S. Enterprise NCC-1701 wurde zu einem der bekanntesten Raumschiffe der Populärkultur.

Das Schiff gehört zur Constitution-Klasse. Sein prägendes Design wurde maßgeblich von Matt Jefferies entwickelt.

Die Konstruktion besteht aus der charakteristischen Untertassensektion, dem Sekundärrumpf und den beiden Warpgondeln. Die Gondeln sind über Pylone mit dem Schiff verbunden.

Die Enterprise besaß unter anderem Phaser, Photonentorpedos, Schilde, Sensoren, Transporter, Shuttlecraft, einen Warpantrieb und einen Impulsantrieb.

Die Enterprise war dabei mehr als ein Fahrzeug. Sie wurde zu einem Charakter für sich. Generationen von Zuschauern erkannten ihre Silhouette, noch bevor das Schiff auf dem Bildschirm vollständig zu sehen war.

Die Crew der Originalserie

James T. Kirk

William Shatner spielte Captain James T. Kirk. Kirk war entschlossen, risikobereit und häufig bereit, Regeln infrage zu stellen, wenn er glaubte, damit Leben retten zu können.

Spock

Leonard Nimoy machte Spock zu einer der bekanntesten Science-Fiction-Figuren überhaupt. Spock war Vulkanier und gleichzeitig Sohn einer Vulkanierin und eines Menschen.

Dr. McCoy

DeForest Kelley verkörperte Leonard McCoy. Der Arzt war häufig der emotionale Gegenpol zu Spock und Kirk.

Uhura

Nichelle Nichols spielte Lieutenant Nyota Uhura, die Kommunikationschefin der Enterprise.

Scotty

James Doohan spielte Montgomery Scott, den Chefingenieur.

Sulu

George Takei spielte Hikaru Sulu.

Chekov

Walter Koenig kam ab der zweiten Staffel als Pavel Chekov hinzu.

Die Geschichten der Originalserie

Star Trek erzählte von Erstkontakten, fremden Kulturen, Zeitreisen, künstlichem Leben, Krieg, politischen Konflikten und moralischen Entscheidungen.

In Balance of Terror begegnet die Enterprise erstmals den Romulanern in einem Konflikt, der stark von den Spannungen des Kalten Krieges geprägt ist.

Space Seed stellte Khan Noonien Singh vor.

The City on the Edge of Forever verband Zeitreise mit einer persönlichen moralischen Entscheidung Kirks.

The Trouble with Tribbles bewies, dass Star Trek auch großen Humor beherrschte.

Arena führte den Gorn als Gegner ein.

Amok Time gab einen tieferen Einblick in die vulkanische Kultur und Spocks persönliche Seite.

The Devil in the Dark zeigte, dass eine zunächst als Monster wahrgenommene Lebensform keineswegs ein Monster sein muss.

Diese Geschichten wurden zu Vorlagen für spätere Serien und Filme.

Die gesellschaftliche Bedeutung von Uhura

Nichelle Nichols als Uhura war für das Fernsehen der 1960er-Jahre von besonderer Bedeutung.

Eine schwarze Frau wurde nicht als Nebenfigur dargestellt, sondern als qualifizierte Offizierin auf der Brücke eines Forschungsschiffes.

Nach eigener Darstellung wurde Nichols von Martin Luther King Jr. darin bestärkt, die Rolle nicht aufzugeben.

Später arbeitete Nichols mit der NASA zusammen und unterstützte deren Bemühungen, Frauen und Angehörige unterrepräsentierter Gruppen für Raumfahrtberufe zu gewinnen.

Ihre Rolle wurde dadurch auch außerhalb der Fernsehserie zu einem Symbol für Repräsentation und berufliche Möglichkeiten.

Das Ende der Originalserie und die Fans

Nach drei Staffeln wurde die Originalserie 1969 eingestellt.

Doch damit war Star Trek keineswegs verschwunden.

Wiederholungen erreichten neue Zuschauer. Fanclubs entstanden. Briefe wurden geschrieben. Fans organisierten Kampagnen, um die Serie zu erhalten.

Die Wiederholungen entwickelten sich zu einem wichtigen Faktor für den langfristigen Erfolg. Aus der zunächst abgesetzten Serie wurde ein kulturelles Phänomen.

The Animated Series

1973 kehrte Star Trek als Zeichentrickserie zurück.

Star Trek: The Animated Series entstand bei Filmation und umfasste zwei Staffeln mit insgesamt 22 Episoden.

Viele Schauspieler der Originalserie übernahmen erneut ihre Rollen als Sprecher.

Die animierte Form ermöglichte Geschichten, die mit den damaligen Möglichkeiten einer Realserie nur schwer umzusetzen gewesen wären.

Die Serie erhielt außerdem einen Emmy und wurde damit zu einem wichtigen Teil der Star-Trek-Geschichte.

StarTrek.com – The Animated Series

Der Weg zurück ins Kino

Nach der Originalserie und der Zeichentrickserie entstand der Wunsch nach einer großen Star-Trek-Rückkehr.

1979 erschien Star Trek: The Motion Picture.

Die Enterprise erhielt eine neue technische Ausstattung und ein überarbeitetes Erscheinungsbild. Die Geschichte um V’Ger setzte stark auf visuelle Effekte und philosophische Science-Fiction.

Der Film war der Beginn einer langen Kinofilmreihe.

Star Trek II – The Wrath of Khan

1982 kehrte Khan zurück.

Die Geschichte knüpfte an Space Seed aus der Originalserie an und machte aus einer einzelnen Fernsehfigur einen der berühmtesten Gegner der Filmgeschichte.

Der Film beschäftigte sich mit Alter, Vergangenheit, Verantwortung, Freundschaft und Opferbereitschaft.

Die Geschichte von Kirk und Khan wurde zu einem der bekanntesten Konflikte des gesamten Franchise.

Star Trek III – The Search for Spock

Nach den Ereignissen von The Wrath of Khan machte sich Kirk auf die Suche nach Spock.

Das Genesis-Projekt spielte eine zentrale Rolle. Gleichzeitig wurde die Enterprise zerstört, nachdem Kirk und seine Crew sie selbst zerstört hatten, um ihre Technologie nicht den Klingonen zu überlassen.

Star Trek IV – The Voyage Home

Die Crew kehrte in die Vergangenheit zurück, um Buckelwale zu finden.

Der Film verband Zeitreise, Komödie, Umweltthemen und klassische Star-Trek-Ideen.

Die Reise ins San Francisco des 20. Jahrhunderts ermöglichte einen besonders humorvollen Kontrast zwischen der Zukunft und der Gegenwart.

Star Trek V – The Final Frontier

In The Final Frontier begegnet die Crew Sybok, Spocks Halbbruder.

Der Film stellte Fragen nach Glauben, Religion und der Suche nach einer höheren Macht.

Star Trek VI – The Undiscovered Country

Der sechste Film der klassischen Crew behandelte die Annäherung zwischen der Föderation und dem Klingonischen Reich.

Die Geschichte wurde häufig auch als Science-Fiction-Spiegelbild politischer Veränderungen und des Endes des Kalten Krieges interpretiert.

Für die klassische Besatzung war es der letzte gemeinsame Kinofilm.

Star Trek Generations

1994 trafen zwei Captains aufeinander: James T. Kirk und Jean-Luc Picard.

Damit verband der Film zwei Star-Trek-Generationen miteinander.

Die Enterprise-D wurde schließlich zerstört, während Kirk sein Leben verlor.

Star Trek: First Contact

Die Borg wurden zum zentralen Gegner.

Die Enterprise-E reiste zurück in die Vergangenheit und wurde Teil des ersten Kontakts zwischen Menschen und Vulkaniern.

Picard musste sich gleichzeitig mit seinen eigenen Erfahrungen mit den Borg auseinandersetzen.

Star Trek: Insurrection

Die Enterprise-Crew stellte sich gegen einen Plan, die Bewohner eines Planeten für politische und wirtschaftliche Interessen umzusiedeln.

Damit stellte der Film erneut die Frage, wie weit eine Regierung gehen darf, wenn sie glaubt, ein größeres Ziel zu verfolgen.

Star Trek Nemesis

Jean-Luc Picard begegnete Shinzon, seinem genetischen Gegenstück.

Die Geschichte führte außerdem zu einer dramatischen Auseinandersetzung mit den Romulanern und den Remanern.

Für lange Zeit war Nemesis der letzte Kinofilm mit der TNG-Crew.

Die Kelvin-Zeitlinie

2009 begann eine neue Filmära.

Star Trek von J. J. Abrams stellte Kirk, Spock, McCoy, Uhura, Scotty, Sulu und Chekov mit einer neuen Besetzung vor.

Durch die Ereignisse um Nero entstand eine alternative Zeitlinie, die später als Kelvin-Zeitlinie bezeichnet wurde.

Dadurch konnte die Filmreihe bekannte Figuren neu interpretieren, ohne die ursprüngliche Zeitlinie vollständig zu überschreiben.

Into Darkness

Star Trek Into Darkness griff die Khan-Geschichte erneut auf, interpretierte sie jedoch innerhalb der neuen Zeitlinie anders.

Der Film beschäftigte sich mit Terrorismus, militärischer Macht, Vergeltung und der Frage, wie weit eine Regierung im Namen der Sicherheit gehen darf.

Star Trek Beyond

2016 erschien Star Trek Beyond im Jahr des 50. Jubiläums der Serie.

Die Crew der Enterprise wurde während ihrer Mission angegriffen und strandete auf einem fremden Planeten.

Der Film stellte erneut das klassische Star-Trek-Thema der Erforschung in den Mittelpunkt.

Die dreizehn Kinofilme

  1. Star Trek: The Motion Picture – 1979
  2. Star Trek II: The Wrath of Khan – 1982
  3. Star Trek III: The Search for Spock – 1984
  4. Star Trek IV: The Voyage Home – 1986
  5. Star Trek V: The Final Frontier – 1989
  6. Star Trek VI: The Undiscovered Country – 1991
  7. Star Trek Generations – 1994
  8. Star Trek: First Contact – 1996
  9. Star Trek: Insurrection – 1998
  10. Star Trek Nemesis – 2002
  11. Star Trek – 2009
  12. Star Trek Into Darkness – 2013
  13. Star Trek Beyond – 2016

StarTrek.com – Die offizielle Übersicht der Filme

Section 31 – ein Film außerhalb der 13 Kinofilme

Mit Star Trek: Section 31 kam 2025 ein weiterer Star-Trek-Spielfilm hinzu. Er gehört jedoch nicht zu den dreizehn Kinofilmen der offiziellen Kinofilmreihe, sondern wurde als Streamingfilm veröffentlicht.

Im Mittelpunkt steht Philippa Georgiou, gespielt von Michelle Yeoh.

The Next Generation – eine neue Generation

1987 kehrte Star Trek mit The Next Generation zurück.

Jean-Luc Picard wurde Captain der Enterprise-D. An seiner Seite standen William Riker, Data, Geordi La Forge, Worf, Deanna Troi und Beverly Crusher.

Später kamen unter anderem Wesley Crusher und Guinan hinzu.

Die Serie lief sieben Staffeln und 178 Episoden.

StarTrek.com – The Next Generation

Die Enterprise-D war deutlich größer als die ursprüngliche Enterprise. Sie verfügte über Familienbereiche, Freizeitmöglichkeiten, ein Holodeck und Replikatoren und wurde dadurch zu einer glaubwürdigeren Zukunftsgesellschaft auf einem Raumschiff.

Data – die Frage nach künstlichem Leben

Lieutenant Commander Data war ein Android, der menschliche Emotionen und menschliches Verhalten verstehen wollte.

Die Folge The Measure of a Man stellte die Frage, ob Data Eigentum der Sternenflotte oder ein Individuum mit eigenen Rechten ist.

Damit wurde eine Frage behandelt, die Jahrzehnte später im Zusammenhang mit moderner künstlicher Intelligenz wieder hochaktuell wurde.

Deep Space Nine – Star Trek wird politischer

1993 startete Deep Space Nine.

Benjamin Sisko kommandierte keine klassische Enterprise, sondern eine Raumstation.

Die Station befand sich nahe Bajor und einem stabilen Wurmloch zum Gamma-Quadranten.

Die Serie behandelte die Folgen der cardassianischen Besatzung Bajors, Religion, politische Macht, Widerstand, Flüchtlinge, wirtschaftliche Interessen und schließlich einen großen Krieg.

Mit dem Dominion entstand ein Gegner, der nicht nur militärisch, sondern auch politisch und gesellschaftlich eine Gefahr für die Föderation darstellte.

StarTrek.com – Deep Space Nine

Voyager – 70.000 Lichtjahre von der Heimat entfernt

1995 startete Star Trek: Voyager.

Captain Kathryn Janeway kommandierte die U.S.S. Voyager NCC-74656.

Nach einem Ereignis im Delta-Quadranten befand sich die Voyager rund 70.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Heimreise wurde auf etwa 70 Jahre geschätzt.

Damit entstand eine besondere Star-Trek-Situation: Die Crew konnte nicht einfach zur nächsten Sternenbasis fliegen. Sie musste Ressourcen verwalten, neue Kulturen kennenlernen, Konflikte mit der Maquis-Crew lösen und gleichzeitig einen Weg nach Hause finden.

Zu den wichtigsten Figuren gehörten Chakotay, Tuvok, der Doktor, Tom Paris, B’Elanna Torres, Harry Kim, Neelix und später Seven of Nine.

StarTrek.com – Voyager

Enterprise – die Zeit vor der Föderation

Star Trek: Enterprise ging zeitlich noch weiter zurück.

Captain Jonathan Archer kommandierte die NX-01.

Die Menschheit hatte gerade erst begonnen, mit Warpgeschwindigkeit größere Entfernungen zu überwinden.

Die Serie zeigte eine noch junge Sternenflotte, frühe Begegnungen mit Vulkaniern, Andorianern und Tellariten sowie die Entwicklung, die schließlich zur Gründung der Föderation führte.

StarTrek.com – Enterprise

Discovery – zurück in die Vergangenheit und weit in die Zukunft

Star Trek: Discovery startete 2017 und brachte Star Trek nach einer längeren Pause wieder auf den Bildschirm.

Michael Burnham wurde zur zentralen Figur.

Die Serie begann zeitlich vor der Originalserie und sprang später ungefähr 930 Jahre in die Zukunft.

Dadurch konnte Discovery eine Zukunft darstellen, die weit über die bisher bekannte Star-Trek-Chronologie hinausging.

Nach fünf Staffeln endete die Serie 2024.

StarTrek.com – Discovery

Picard – die Rückkehr einer Generation

Star Trek: Picard brachte Patrick Stewart erneut als Jean-Luc Picard zurück.

Die Serie setzte nach den Ereignissen von Star Trek: Nemesis an und beschäftigte sich unter anderem mit den Folgen der Romulaner-Krise, künstlichen Lebensformen und den Borg.

Die dritte Staffel brachte zahlreiche Figuren der früheren TNG-Crew wieder zusammen und wurde dadurch zu einem großen Wiedersehen einer ganzen Star-Trek-Generation.

Lower Decks – Star Trek aus einer anderen Perspektive

Star Trek: Lower Decks stellte nicht die berühmten Captains in den Mittelpunkt, sondern junge Offiziere und Crewmitglieder auf der U.S.S. Cerritos.

Beckett Mariner, Brad Boimler, D’Vana Tendi und Sam Rutherford erleben Abenteuer, die gleichzeitig Comedy und Hommage an Jahrzehnte Star Trek sind.

Die Serie zeigt damit eine andere Seite der Sternenflotte: die vielen Menschen, die normalerweise nicht im Zentrum der großen historischen Ereignisse stehen.

Prodigy – Star Trek für eine neue Generation

Star Trek: Prodigy erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Außerirdischer, die ein verlassenes Sternenflottenschiff entdecken.

Kathryn Janeway spielt erneut eine wichtige Rolle. Damit verbindet Prodigy die Voyager-Geschichte mit einer neuen Generation von Figuren.

Die Serie wurde so gestaltet, dass auch jüngere Zuschauer Zugang zum Star-Trek-Universum finden können, ohne die größeren Themen des Franchise aufzugeben.

Strange New Worlds – zurück zur Enterprise vor Kirk

Star Trek: Strange New Worlds erzählt die Abenteuer von Christopher Pike, Spock und Number One.

Damit kehrt die Serie zu den Jahren vor Kirk zurück.

Die Serie verbindet klassische, weitgehend abgeschlossene Episoden mit moderner Serienerzählung und kann dadurch sehr unterschiedliche Genres ausprobieren.

Christopher Pike wird damit zu einer Figur, die eine außergewöhnliche Entwicklung innerhalb des Franchise erlebt hat: vom ersten Star-Trek-Piloten The Cage über seine spätere Geschichte in The Menagerie bis zur Hauptrolle in einer eigenen Serie.

Starfleet Academy

Mit Starfleet Academy richtet Star Trek den Blick auf eine neue Generation von Kadetten.

Die Serie beschäftigt sich damit, wie junge Menschen zu Offizieren ausgebildet werden und welche Verantwortung mit der Mitgliedschaft in der Sternenflotte verbunden ist.

Damit wird ein Bereich des Star-Trek-Universums gezeigt, der bisher meist nur am Rand zu sehen war: die Ausbildung und das Erwachsenwerden zukünftiger Sternenflottenoffiziere.

StarTrek.com – aktuelle Informationen zum Star-Trek-Universum

Die wichtigsten Raumschiffe und Stationen

Die Enterprise ist das bekannteste Schiff, aber längst nicht das einzige wichtige Fahrzeug des Franchise.

  • U.S.S. Enterprise NX-01
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701-A
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701-B
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701-C
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701-D
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701-E
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701-F
  • U.S.S. Enterprise NCC-1701-G
  • U.S.S. Voyager NCC-74656
  • U.S.S. Defiant
  • U.S.S. Discovery
  • U.S.S. Cerritos
  • U.S.S. Protostar
  • U.S.S. Titan
  • Deep Space Nine

Jedes dieser Schiffe steht für eine andere Phase des Franchise und oft auch für eine andere Art von Star-Trek-Geschichte.

Die Enterprise-D

Die Enterprise-D der Galaxy-Klasse wurde zum Symbol von The Next Generation.

Sie war wesentlich größer als die Enterprise der Originalserie und bot Platz für eine große Besatzung und ihre Familien.

Ihre Untertassensektion konnte sich im Notfall vom Sekundärrumpf trennen.

Die Brücke, der Maschinenraum, die Quartiere, die Transporterräume, die Krankenstation und die Holodecks wurden im Laufe der Serie selbst zu bekannten Schauplätzen.

Voyager und die Defiant

Die Voyager wurde zum Symbol für Heimkehr und Durchhaltevermögen.

Die Defiant dagegen war wesentlich kleiner und stärker auf Kampf und taktische Einsätze ausgerichtet.

Deep Space Nine machte die Defiant zu einem wichtigen Bestandteil der Dominion-Kriegsgeschichten.

Die wichtigsten Spezies

Vulkanier

Logik, Selbstbeherrschung, Wissenschaft und die Philosophie von Surak prägen die Vulkanier.

Klingonen

Die klingonische Kultur entwickelte sich von einer relativ einfachen Feinddarstellung zu einer komplexen Gesellschaft mit Ehrenkodex, Familiengeschichte, Politik und eigener Sprache.

Romulaner

Die Romulaner stammen von Vulkan ab, entwickelten sich aber politisch und kulturell in eine andere Richtung.

Gorn

Die Gorn wurden in Arena berühmt und später in Strange New Worlds wesentlich stärker ausgebaut.

Andorianer

Andorianer spielen insbesondere in Enterprise eine wichtige Rolle und gehören zu den Kulturen, die später Teil der Gründungsgeschichte der Föderation werden.

Tellariten

Die Tellariten gehören ebenfalls zu den Gründungsvölkern der Föderation.

Ferengi

Die Ferengi sind stark durch Handel, Profit und die Rules of Acquisition geprägt. Quark entwickelte sich in Deep Space Nine zu einer der wichtigsten Figuren dieser Kultur.

Borg

Die Borg sind ein Kollektiv, das Individuen assimiliert und deren biologische und technische Eigenschaften übernimmt. Dadurch wurden sie zu einem der gefährlichsten Gegner der Föderation.

Bajoraner

Die Bajoraner stehen im Zentrum der politischen und religiösen Geschichte von Deep Space Nine.

Cardassianer

Die Cardassianer spielen vor allem durch ihre frühere Besatzung Bajors und den späteren politischen Konflikt eine zentrale Rolle.

Trill

Die Trill verbinden humanoide Wirte mit Symbionten. Jadzia Dax und später Ezri Dax zeigen, wie Erinnerungen und Persönlichkeiten über mehrere Lebenszeiten hinweg weitergegeben werden.

Betazoiden

Die telepathischen Fähigkeiten der Betazoiden sind insbesondere durch Deanna Troi bekannt.

Jem’Hadar, Vorta und Gründer

Diese Gruppen bilden wichtige Bestandteile des Dominion und damit der großen politischen und militärischen Handlung von Deep Space Nine.

Weitere Spezies

Das Universum umfasst darüber hinaus unter anderem Denobulaner, Orioner, Tholianer, Pakled, Q und zahlreiche weitere Kulturen.

Der Q und die Frage nach menschlichen Grenzen

Q gehört zu den ungewöhnlichsten Figuren des Star-Trek-Universums.

Er besitzt nahezu unbegrenzte Macht und stellt die Menschheit immer wieder auf die Probe.

Besonders interessant ist dabei, dass Q nicht einfach als klassischer Bösewicht funktioniert. Seine Auftritte dienen häufig dazu, Picard und die Menschen mit ihren eigenen Schwächen zu konfrontieren.

Die Technik – vom Kommunikator zum Smartphone

Star Trek zeigte bereits in den 1960er-Jahren Geräte, die Jahrzehnte später teilweise erstaunlich vertraut wirken sollten.

Der Kommunikator erinnert an moderne Mobiltelefone und insbesondere an frühe Klapphandys.

PADDs erinnern an Tablets.

Sprachsteuerung gehört heute zum Alltag und war in Star Trek längst selbstverständlich.

Der Tricorder steht als fiktionales Gerät für mobile medizinische und wissenschaftliche Analyse.

Der Replikator ermöglicht die Herstellung von Nahrung und Gegenständen aus Energie und Materie.

Das Holodeck erzeugt künstliche Umgebungen.

Der Transporter ermöglicht den unmittelbaren Ortswechsel von Personen und Gegenständen.

Diese Technologien existieren nicht in ihrer Star-Trek-Form. Einige ihrer Grundideen sind jedoch zu kulturellen Leitbildern für technische Entwicklung geworden.

Wissenschaft und Star Trek

Star Trek benutzt reale wissenschaftliche Begriffe wie Relativität, Quantenphysik, Genetik, Astronomie und Evolution, verändert deren Möglichkeiten für die Dramaturgie aber häufig.

Der Warp-Antrieb ist beispielsweise eine fiktionale Technologie. Theoretische Modelle wie die Alcubierre-Metrik zeigen zwar, dass sich mathematisch bestimmte Formen einer Raumzeitverzerrung beschreiben lassen. Daraus folgt jedoch keineswegs, dass ein praktisch nutzbarer Warp-Antrieb existiert.

Auch der Transporter ist mit heutiger Technologie nicht realisierbar.

Star Trek ist deshalb keine wissenschaftliche Dokumentation. Es ist Science-Fiction, die wissenschaftliche Ideen als Grundlage für Geschichten nutzt.

Bücher – Star Trek zwischen zwei Fernsehfolgen

Die Literatur war für den Fortbestand von Star Trek von enormer Bedeutung.

Nachdem die Originalserie beendet worden war, konnten Fans durch Romane, Comics und Magazine weiterhin neue Abenteuer erleben.

Frühe Romane erschienen unter anderem bei Bantam. Später wurde Simon & Schuster zu einem wichtigen Verlagspartner.

Hinzu kamen technische Bücher, Blueprints, Fotonovels, Sammelbände und Begleitliteratur.

StarTrek.com – Die Geschichte des Star-Trek-Publishing

Comics, Magazine und Fanpublikationen

Star Trek erschien schon früh als Comic.

Hinzu kamen Magazine, Poster, technische Zeichnungen und Fanpublikationen.

Diese Veröffentlichungen halfen dabei, das Universum auch dann lebendig zu halten, wenn gerade keine neue Fernsehserie ausgestrahlt wurde.

Hörspiele und Audio

Auch im Audio-Bereich wurde Star Trek immer wieder umgesetzt. Hörspiel- und Audioproduktionen erlaubten es, Geschichten ohne aufwendige Raumschiffkulissen oder Spezialeffekte zu erzählen.

Gerade das Hörmedium passt dabei besonders gut zu Star Trek, weil ein großer Teil des Franchise von Dialogen, Charakteren, fremden Welten und der Vorstellungskraft des Publikums lebt.

Spielzeug – eine eigene Star-Trek-Geschichte

Schon mit der klassischen Serie begann eine umfangreiche Vermarktung.

Es gab Figuren, Raumschiffe, Spielsets, Modellbausätze, Brettspiele, Karten, Poster und weitere Fanartikel.

Mego gehörte zu den frühen bekannten Herstellern von Star-Trek-Figuren und Spielsets.

In den 1990er-Jahren wurde Playmates zu einem besonders wichtigen Hersteller. Das Unternehmen produzierte zahlreiche Figuren und Raumschiffe aus verschiedenen Star-Trek-Serien.

StarTrek.com – Playmates und die Star-Trek-Spielzeuggeschichte

Raumschiffe als Sammelobjekte

Viele Fans sammelten nicht nur Figuren, sondern vor allem die Raumschiffe.

Enterprise, Voyager, Defiant, Klingon Bird-of-Prey, Romulan Warbird, Borg Cube und zahlreiche weitere Schiffe wurden als Modelle, Spielzeuge oder Sammlerstücke produziert.

Später entstanden umfangreiche Sammelreihen mit detaillierten Miniaturmodellen, die teilweise speziell auf erwachsene Sammler ausgerichtet waren.

Videospiele

Star Trek wurde über Jahrzehnte auch in Computerspielen umgesetzt.

Die ersten Spiele waren technisch einfach und konzentrierten sich beispielsweise auf Raumkämpfe oder Navigation.

Später entstanden komplexe PC- und Konsolenspiele, in denen Spieler Schiffe kommandieren, Missionen absolvieren, Handel treiben oder in taktischen Schlachten kämpfen konnten.

Damit wurde aus dem passiven Zuschauer teilweise ein aktiver Teilnehmer des Star-Trek-Universums.

Brettspiele und Rollenspiele

Auch Brett- und Rollenspiele ermöglichten es Fans, eigene Star-Trek-Geschichten zu entwickeln.

Das Grundprinzip passt besonders gut zu Star Trek: Eine Gruppe kann gemeinsam eine fremde Welt erforschen, diplomatische Verhandlungen führen, ein technisches Problem lösen oder einen Erstkontakt herstellen.

LEGO – Star Trek wird zum Klemmbausteinmodell

Ein besonderer Moment der Merchandisinggeschichte kam 2025 mit dem ersten offiziellen LEGO-Star-Trek-Set.

Das LEGO Icons Set 10356 stellt die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D dar und besteht aus 3.600 Teilen. Zum Modell gehören neun Minifiguren mit Figuren wie Jean-Luc Picard, William Riker, Worf, Data, Beverly Crusher, Geordi La Forge, Deanna Troi, Guinan und Wesley Crusher.

Das Modell besitzt unter anderem eine abnehmbare Kommandosektion, einen Sekundärrumpf, Warpgondeln, einen aufklappbaren Shuttlehangar und zwei Mini-Shuttlepods.

LEGO Deutschland – Star Trek U.S.S. Enterprise NCC-1701-D, Set 10356

2026 folgte zum 60. Jubiläum ein zweites offizielles Star-Trek-Set: die Brücke der klassischen Enterprise NCC-1701.

Das Set 11385 besteht aus 1.701 Teilen – eine bewusste Anspielung auf die Registrierungsnummer NCC-1701 – und enthält acht Crew-Minifiguren sowie vier Tribbles. Die Brücke und der Transporterraum besitzen außerdem mehrere bewegliche und interaktive Funktionen.

Das Set wurde am 1. September 2026 veröffentlicht und erschien damit unmittelbar zum 60. Jubiläum.

LEGO Deutschland – Star Trek U.S.S. Enterprise NCC-1701 Brücke, Set 11385

LEGO – Ankündigung des zweiten offiziellen Star-Trek-Sets

Spielzeug, Playmobil und andere Hersteller

Zur großen Star-Trek-Merchandisingwelt gehören außerdem Produkte unterschiedlichster Hersteller und Lizenzpartner.

Dabei muss zwischen offiziell lizenzierten Star-Trek-Produkten und Produkten unterschieden werden, die lediglich thematisch an Science-Fiction oder Raumschiffe erinnern.

Gerade bei Klemmbausteinen, Spielzeug und Modellbau gibt es zahlreiche Anbieter. LEGO ist durch die offizielle Partnerschaft mit Paramount Products & Experiences eindeutig als offizieller Star-Trek-Lizenzpartner für die genannten Sets dokumentiert.

Auch wenn Fans bei Marken wie Playmobil, BlueBrixx oder anderen Herstellern nach Star-Trek-ähnlichen Produkten suchen, sollte jeweils geprüft werden, ob es sich um ein offiziell lizenziertes Star-Trek-Produkt handelt oder um ein eigenständiges Science-Fiction-Produkt.

Von der Spielzeugfigur bis zum Sammlerzimmer

Für viele Fans ist Star Trek längst nicht mehr nur eine Serie, die man anschaut.

Eine Enterprise kann im Regal stehen. Eine Starfleet-Uniform kann zu einer Convention getragen werden. Ein Kommunikator kann als Replikat gesammelt werden. Bücher können eine eigene Bibliothek füllen. Raumschiffmodelle können eine ganze Wand einnehmen.

Damit wurde Star Trek zu einem Sammelgebiet, das Generationen miteinander verbindet.

Die Musik von Star Trek

Ein wesentlicher Teil des Wiedererkennungswerts von Star Trek ist die Musik.

Alexander Courage komponierte das berühmte Hauptthema der Originalserie.

Für die Kinofilme entstanden später neue musikalische Identitäten. Besonders prägend wurde Jerry Goldsmith, dessen Musik unter anderem für The Motion Picture und weitere Star-Trek-Produktionen verwendet wurde.

Die Musik wurde dadurch selbst zu einem Bestandteil der Marke.

Star Trek und die Raumfahrt

Die Verbindung zwischen Star Trek und der realen Raumfahrt ist ungewöhnlich eng.

Die NASA beschäftigte sich mit der Benennung des ersten Space Shuttles. Schließlich erhielt es den Namen Enterprise.

Damit trug ein echtes Raumfahrzeug denselben Namen wie das berühmte Raumschiff aus einer Science-Fiction-Serie.

Auch die Zusammenarbeit von Nichelle Nichols mit der NASA zeigt, dass die Wirkung von Star Trek weit über den Bildschirm hinausging.

Star Trek als Spiegel der Gesellschaft

Star Trek war immer auch ein Spiegel seiner jeweiligen Zeit.

Die Originalserie entstand während des Kalten Krieges und der Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten.

Spätere Serien beschäftigten sich mit Themen wie dem Zusammenbruch politischer Systeme, religiösem Extremismus, Krieg, Flucht, wirtschaftlichen Interessen, genetischer Manipulation, künstlicher Intelligenz und der Frage nach den Rechten künstlicher Wesen.

Deep Space Nine zeigte besonders deutlich, dass die Föderation nicht immer automatisch moralisch richtig handelt.

Voyager stellte die Frage, wie eine Crew über Jahrzehnte hinweg überleben kann, wenn sie von der Heimat abgeschnitten ist.

Picard beschäftigte sich mit Erinnerung, Alter, Verlust, künstlichem Leben und der Frage, was aus früheren Helden wird.

Discovery stellte Fragen nach Identität, Zukunft und gesellschaftlicher Veränderung.

Star Trek und die Frage nach dem Erstkontakt

Der Erstkontakt ist eines der wichtigsten wiederkehrenden Motive.

Eine unbekannte Spezies wird entdeckt.

Die Crew weiß zunächst nicht, ob sie freundlich oder feindlich ist.

Die Geschichte zwingt die Figuren dazu, ihre eigenen Vorurteile zu hinterfragen.

Manchmal wird ein Konflikt durch Diplomatie gelöst. Manchmal scheitert Diplomatie. Und manchmal stellt sich heraus, dass beide Seiten die jeweils andere falsch verstanden haben.

Damit erzählt Star Trek immer wieder Geschichten über Begegnungen zwischen Menschen und dem Unbekannten.

Warum Star Trek nach 60 Jahren noch funktioniert

Star Trek hat sich immer wieder verändert.

Die Originalserie war eine klassische Episodenserie.

The Next Generation erweiterte die philosophische Seite.

Deep Space Nine experimentierte mit fortlaufenden Geschichten.

Voyager kombinierte episodische Abenteuer mit einer großen Heimreise.

Enterprise blickte in die Vergangenheit.

Discovery setzte stärker auf moderne Serialisierung.

Picard verband Vergangenheit und Gegenwart.

Lower Decks nutzte Comedy.

Prodigy öffnete das Franchise für eine jüngere Zielgruppe.

Strange New Worlds griff die klassische Episodenstruktur wieder auf.

Starfleet Academy richtet den Blick auf eine neue Generation.

Gerade diese Fähigkeit zur Veränderung ist ein Grund dafür, dass Star Trek über sechs Jahrzehnte bestehen konnte.

Die 60-jährige Reise in einem Überblick

Jahr Meilenstein
1964 Produktion des ersten Piloten The Cage
1965 Produktion des zweiten Piloten Where No Man Has Gone Before
1966 Start von The Original Series
1969 Ende der Originalserie
1973 Start von The Animated Series
1979 The Motion Picture bringt Star Trek ins Kino
1982 The Wrath of Khan
1987 Start von The Next Generation
1993 Start von Deep Space Nine
1995 Start von Voyager
2001 Start von Enterprise
2009 Neustart der Kinofilmreihe mit der Kelvin-Zeitlinie
2017 Start von Discovery
2020 Start von Picard
2020 Start von Lower Decks
2021 Start von Prodigy
2022 Start von Strange New Worlds
2025 Start von Starfleet Academy und Veröffentlichung von Section 31
2026 60 Jahre Star Trek

60 Jahre Star Trek – und die Reise geht weiter

Am Anfang stand eine Idee.

Dann kam ein Pilotfilm.

Der erste Pilot wurde abgelehnt.

Ein zweiter Pilot entstand.

Captain Kirk übernahm die Enterprise.

Spock wurde zu einer der bekanntesten Science-Fiction-Figuren der Welt.

Die Serie wurde abgesetzt.

Die Fans hielten sie am Leben.

Die Zeichentrickserie kam.

Die Enterprise kehrte ins Kino zurück.

Eine neue Generation übernahm.

Deep Space Nine veränderte die Erzählweise.

Voyager machte die Heimreise zum zentralen Thema.

Enterprise blickte zurück.

Discovery ging in die Zukunft.

Picard brachte eine Generation zurück.

Lower Decks machte sich über Jahrzehnte Star Trek liebevoll lustig.

Prodigy öffnete das Universum für junge Zuschauer.

Strange New Worlds kehrte zu Captain Pike zurück.

Und Starfleet Academy richtet den Blick auf die nächste Generation von Sternenflottenmitgliedern.

Aus einer Fernsehserie wurden zwölf Serien und dreizehn Kinofilme, dazu weitere Streamingproduktionen und ein riesiges Universum aus Büchern, Comics, Hörspielen, Spielen, Spielzeug, Modellbausätzen und Sammlerobjekten.

Star Trek wurde zu einem Teil der Populärkultur.

Doch vielleicht ist das Wichtigste nicht das Spielzeug, nicht das Raumschiffmodell und auch nicht die Anzahl der Serien und Filme.

Es ist die Idee dahinter.

Die Idee, dass eine unbekannte Welt nicht automatisch ein Feind sein muss.

Die Idee, dass unterschiedliche Menschen zusammenarbeiten können.

Die Idee, dass Wissenschaft und Neugier die Menschheit voranbringen können.

Die Idee, dass Fehler nicht das Ende bedeuten müssen.

Und die Idee, dass die Zukunft auch besser sein kann als die Gegenwart.

Am 8. September 1966 begann diese Reise mit einem Raumschiff namens Enterprise.

Am 8. September 2026 sind daraus 60 Jahre Star Trek geworden.

60 Jahre Geschichten. 60 Jahre Raumschiffe. 60 Jahre Figuren. 60 Jahre Technik. 60 Jahre Musik. 60 Jahre Bücher, Comics, Spiele und Spielzeug. 60 Jahre Fans. 60 Jahre Fantasie.

Und vor allem: 60 Jahre unendliche Weiten.

Die Reise ist noch lange nicht vorbei.

Quellen und weiterführende Links