31 Behindertenverbände fordern gemeinsam ein Assistenzhundgesetz – Wir auch

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der DBSV hat sich mit drei Assistenzhund-Vereinen zusammengeschlossen, ein gemeinsames Forderungspapier zum Einsatz von Assistenzhunden veröffentlicht und weitere Vereine und Verbände zum Mitzeichnen aufgefordert. Der Aufruf war ein voller Erfolg, denn nun ist die Liste der unterzeichnenden Organisationen auf 31 gewachsen. Lesen Sie dazu die folgende Pressemitteilung des Vereins „Hunde für Handicaps“:

Behindertenverbände fordern gemeinsam ein Assistenzhundgesetz

30 Organisationen und Interessensverbände von behinderten Menschen haben sich zusammengeschlossen und ein Eckpunktepapier unterzeichnet. Die gemeinsame Forderung nach einem Assistenzhundgesetz wurde jetzt an die zuständigen Bundesminister für Soziales und Gesundheit übergeben.

Sie warnen vor Unterzuckerung, bringen Unterarmstützen und führen sicher durchs Verkehrsgetümmel: Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen unersetzlich. Trotzdem gibt es keinerlei gesetzliche Grundlage für die Ausbildung, Haltung und Finanzierung der Helfer auf vier Pfoten. Nun kommt endlich Bewegung in die Sache: Der Verein Hunde für Handicaps e. V. hat gemeinsam mit drei anderen Vereinen – dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, Pfotenpiloten und Vita – ein Eckpunktepapier erarbeitet. Darin wird unter Berufung auf die UN-Behindertenrechtskonvention ein Gesetz gefordert, das den Einsatz von Assistenzhunden regelt. Das Eckpunktepapier steht zum Download hier bereit:

www.hundefuerhandicaps.de/seiten/167-gesetzliche_regelung

26 weitere Verbände, die die Interessen behinderter Menschen vertreten, sowie die Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT) haben das Eckpunktepapier unterzeichnet. „Wir freuen uns sehr über diesen erfolgreichen Schulterschluss mit unseren Mitstreitern“, sagt Sabine Häcker, Vorsitzende von Hunde für Handicaps und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. „Die Tatsache, dass so viele große Verbände unsere Forderungen mittragen, verleiht ihnen noch mehr Gewicht.“

Zu den Unterzeichnern gehören neben weiteren Assistenzhund-Vereinen auch die BAG Selbsthilfe, der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK), die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DMG), die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), der Paritätische Gesamtverband, die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL), der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der VdK-Bundesverband.

Unterstützung durch Bundestagsabgeordnete

Das Eckpunktepapier ist nun den zuständigen Politikern übergeben worden: dem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, sowie dem Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn. Auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, und die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, sowie die behindertenpolitischen Sprecher*innen der Fraktionen haben das Dokument erhalten.

Für die Umsetzung einer gesetzlichen Regelung hatten sich in ihren Funktionen als Bundestagsabgeordnete bereits Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales, und Kerstin Tack, Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales, eingesetzt. Bei einer Veranstaltung im Bundestag im Mai hatte Kramme den Verein Hunde für Handicaps eingeladen, um den Nutzen von Assistenzhunden als medizinische Hilfsmittel und tierische Assistenten zu demonstrieren. Als Fazit der Veranstaltung hatte Kramme gesagt, ein Gesetz sei notwendig, um endlich die notwendigen Standards und Definitionen zum Wohl von Mensch und Tier festzulegen.

Assistenzhunde als Hilfsmittel zum Behinderungsausgleich

„Wir hoffen, dass diese Veranstaltung und nun unser Eckpunktepapier den Weg für die Verabschiedung eines Assistenzhundgesetzes noch in dieser Legislaturperiode ebnen“, sagt Häcker. „Die UN-Behindertenrechtskonvention, die bereits seit zehn Jahren in Deutschland bindend ist, sieht in Artikel 20 vor, dass die Vertragsstaaten Maßnahmen ergreifen, die den Zugang zu tierischer Assistenz zu erschwinglichen Kosten sicherstellen.“ Die politischen Entscheidungsträger im Bund und den Ländern sind daher aufgerufen, schnellstmöglich Regelungen zu schaffen, die die Ausbildung, den Einsatz und die Finanzierung von Assistenzhunden sicherstellen und die diskriminierungsfreie Nutzung der tierischen Assistenz gewährleisten.

Die Unterzeichnenden fordern, dass der Begriff „Assistenzhund“ endlich mit bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards und einer verbindlichen Zertifizierung definiert wird. Außerdem sollen Zugangs- und Mitnahmerechte zu öffentlichen Einrichtungen verbindlich geregelt werden. Ein wichtiger Punkt ist auch die Finanzierung von Ausbildung und Haltung der Hunde, die öffentliche Kostenträger bislang nicht unterstützen. Nicht zuletzt fordern die Unterzeichner, Assistenzhundhalter*innen und ihre Interessenvertreter bei der Entwicklung der gesetzlichen Regelungen einzubinden.

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Mit Blindenhund im Flugzeug – das sollten Sie beachten

Guide dogs, Assistenzhunde

Blindenführhunde © Cylonphoto/Fotolia.com

Haustiere dürfen unter bestimmten Umständen mit dem Flugzeug reisen. Katzen und Hunde, die die Gewichtsgrenze von acht kg nicht überschreiten, dürfen bei vielen Airlines sogar in einer speziellen Transportbox in der Passagierkabine mitgenommen werden.

Doch was ist mit Tieren, die zwar die zulässige Gewichtsgrenze überschreiten, jedoch eine unverzichtbare Stütze für ihre Halter sind – z. B. Blindenführhunde? Für diese Tiere gelten Sonderregelungen! Im Folgenden wollen wir Ihnen die nationalen und internationalen Richtlinien zur Mitnahme von sogenannten Assistenztieren im Flugzeug erklären und Tipps geben, wie die Reise für Mensch und Tier möglichst komplikationslos verläuft.

Für eine stressfreie Anreise zum Flughafen mit Ihrem Tier empfehlen wir in jedem Fall eine Vorab-Parkplatzreservierung und ggf. die Inanspruchname eines Shuttles: Einfach ankommen, parken und sofort zum Abflugterminal.

Parken am Flughafen, Flughafenparken
Fliegen mit Blindenhund oder Assistenzhund

Fluggäste, die auf einen Begleithund angewiesen sind, dürfen diesen stets mit ins Flugzeug nehmen. Als Begleithunde gelten insbesondere

Blindenführhunde.

Daneben gibt es jedoch noch sogenannte Assistenzhunde:

Behindertenbegleithunde,
Gehörlosenhunde,
Diabetikerwarnhunde und
Epilepsiewarnhunde.

Bei diesen gleicht die Gesetzeslage in Deutschland leider einer Grauzone, da es hier noch keinen einheitlichen Qualitätsmaßstab für die Ausbildung der Tiere gibt. In sehr vielen Bereichen des öffentlichen Zusammenlebens werden diese Hunde zwar akzeptiert – letztlich hängt es beim Thema Fliegen von der Kulanz der jeweiligen Fluggesellschaft ab, ob Sie Ihren Assistenzhund mit in die Kabine nehmen dürfen. An dieser Stelle können wir nur die Richtlinien für zertifizierte und rechtlich anerkannte Blindenführhunde aufzählen, die jedoch, sollte Ihr Assistenzhund aller Wahrscheinlichkeit nach an Bord des Flugzeugs zugelassen werden, auch auf diesen zutreffen.

Der Transport eines Blindenführhundes ist kostenfrei. Die meisten Airlines möchten jedoch gerne bis 24 Stunden vor Abflug telefonisch darüber informiert werden und verlangen außerdem die Vorlage folgender Dokumente:

Ausbildungszertifikat bzw. Blindenführhundeausweis
schriftliche Bestätigung darüber, dass der Hund die Entleerung seiner Blase/seines Darms kontrollieren kann und sein Geschäft nur bei entsprechender „Erlaubnis“ des Halters machen wird

Vergessen Sie auch die „regulären“ Papiere Ihres Hundes nicht! Diese sind

die gültige Tollwutschutzimpfung und
der EU-Heimtierausweis.

Gewisse Beförderungsregeln sind seitens Halter und Blindenführhund natürlich einzuhalten. Die meisten nationalen und internationalen Fluggesellschaften fordern, dass

der Hund in den Fußraum des Passagiers passt, aber keine Fluchtwege blockiert,
im Fußraum bleibt und keinesfalls auf einem Sitz oder auf dem Schoß des Halters transportiert wird,
angeleint oder mit einem Geschirr gesichert ist,
der Halter das Tier selbst füttert und das entsprechende Futter mitführt (als Aufgabegepäck oder im Handgepäck).

Reisen Sie zusätzlich mit einem Rollstuhl? Dann haben wir einige interessante Hinweise für Sie in unserem Beitrag „Fliegen mit Rollstuhl – das sollten Sie beachten“.
Allgemeine Tipps für reisende Blindenführhunde

Ihr Blindenführhund sollte zum Zeitpunkt des Fluges natürlich körperlich gesund und mental stabil sein. Außerdem sollte er so ausgebildet sein, dass er sich in einer öffentlichen Umgebung benimmt – also nicht bellt, andere Menschen beschnüffelt, an ihnen hochspringt oder ihnen den Snack aus der Hand stiehlt. Zwar besteht für Blindenführhunde keine Maulkorbpflicht im Flugzeug, es kann jedoch vorteilhaft sein, einen Maulkorb für den Fall der Fälle dabeizuhaben.

Personen mit Blindenführhunden werden in der Regel zum Pre-Boarding eingeteilt, das heißt, sie dürfen vor allen anderen Passagieren die Maschine betreten und ihren Sitzplatz aufsuchen. Das bedeutet aber auch, dass sie möglichst frühzeitig – empfohlen werden ca. zwei Stunden – vor Abflug am Check-in-Schalter erscheinen und sich anmelden sollten.

Achtung: Es gibt Staaten wie Australien oder Island, die äußerst strenge Einreisebestimmungen (wie mehrwöchige Quarantänen) für Tiere haben. Bitte machen Sie sich im Vorfeld Ihrer Reise kundig, ob und wenn wie Ihr Blindenführhund eine Sondergenehmigung für die Einreise erhalten kann. Einen ersten Überblick können Sie sich in unserem Flugreisemagazin im Beitrag „In welche Länder dürfen Haustiere wie Hunde und Katzen einreisen?“ verschaffen.
Fliegen mit Emotional Support Animals (ESA-Tieren)

Anders als Blindenführhunde oder Assistenzhunde, die einer Person dabei helfen, ihre körperlichen Einschränkungen auszugleichen, werden sogenannte „Emotional Support Animals“ zu Therapiezwecken bei psychischen Erkrankungen eingesetzt. Diese Tiere sollen auf Menschen, die z. B. an einer Angststörung wie Flugangst leiden, eine beruhigende und stabilisierende Wirkung haben. In den USA sind sie sehr gängig, wie Sie z. B. im folgenden Video sehen können, in dem eine Frau problemlos ihren als ESA-Tier registrierten Truthahn mit an Bord eines Flugzeugs nimmt.

In Deutschland existieren bisher keine verbindlichen Richtlinien für die Ausbildung und Haltung von Emotional Support Animals. Insofern dürfen diese Tiere strenggenommen nicht im Passagierraum der Maschine mitfliegen, sondern müssen im Frachtraum reisen. Es gibt jedoch Ausnahmen – und zwar dann, wenn es sich um einen Flug in die/aus den USA oder um Zu- bzw. Abbringerflüge in die/von den USA handelt. In diesen Fällen erlauben die meisten Airlines, u. a. die Lufthansa und Air Berlin, unter Vorlage eines ärztlichen Attests über die psychische Erkrankung des Reisenden, ein ESA-Tier an Bord zu nehmen, damit dieses das Assistenzbedürfnis erfüllen kann.

Sollten Sie mit einem ESA-Tier oder einem Begleithund reisen, bietet sich vor dem Abflug eine Übernachtung im Flughafenhotel an. Dadurch sind Passagier und Tier ausgeruht, erreichen rechtzeitig den Schalter und treten die Reise ganz entspannt an.

Flughafenhotel, Parken und Fliegen

Quellen und weiterführende Informationen:

sueddeutsche.de: Flauschige Flugbegleiter

heute.at: In diesen Fällen darf der Hund gratis mitfliegen

lufthansa.de: Begleithunde

Parken nähe Flughafen
Quelle ist von fluggastberatung.de

Ich durfte das Restaurant nicht betreten da ich blind bin und meinen Blindenführhund dabei hatte,

Ein Beitrag von Jessica Crosby
somit musste ich draußen essen momentan geht es noch aber was mach ich im Winter? Schade denn in einigen anderen mc Donald Restaurants war es nie ein Thema ich durfte meinen Blindenführhund stets mitnehmen. Leider ist vielen Menschen noch immer nicht klar das man asistentshunde jeder Art so gut wie überall mitnehmen darf, z.B. Läden jeglicher art auch Lebensmittel läden in Krankenhäuser zu Ärzten es gibt nur sehr wenige Orte wo sie nicht hin dürfen da sind allerdings nur Orte wie Intensivstationen betroffen in denen man auch ohne Hund bestimmte Vorschriften einhalten muss wie z.B. Schuh Überzieher.
Lange Rede kurzer Sinn ein Blindenführhund ist ein Hilfsmittel wie beispielsweise ein Rollstuhl, der Blindenführhund drägt maßgeblich dazu bei das blinde möglichst selbstständig und mobil sein können.
Ich habe auch eine e Mail an McDonald geschrieben und erwarte nun die Stellungnahme des Geschäftsführers.
https://www.pro-retina.de/nachrichten/allgemeine-nachricht/start-fuer-bundesweite-kampagne-fuer-zutrittsrechte-von-assistenzhunden

die Dame an weiter herum zu pöbeln

Hallo zusammen ich hätte ein Thema dass ich hier auch noch mal loswerden möchte und ich möchte euch auch alle bitten die es lesen bitte teilt es es geht aktuell wieder mal um ein Blindenführhund.
Gestern war ich mit meiner besten Freundin deren Mann und meinen beiden Paten Kindern in elfershausen auf dem Mehrgenerationenplatz um einen Spaziergang zu machen um mit den Kindern und mit dem Hund spielen zu können den Kindern Spaß und Spiel bieten zu können und dem Hund auch ein bisschen Freilauf und ein bisschen Ball spielen zu können. Nach einer Weile Namen meine beste Freundin und ich Platz an der Sitzecke Mehrgenerationenplatz die beiden Kinder und der Mann von meiner besten Freundin spielten noch eine Weile und mein Hund ist da auch mit bei rumgelaufen. Es waren noch zwei andere Mädchen auf dem Mac generationenplatz die beiden habe ich gefragt ob sie Angst haben mit dem Hund beide verneinten es und spielten auch mit dem Hund als eine Dame aufgebracht um die Ecke geschossen kam und sehr unfreundlich betont fragte ob das unser Hund sei ich beantworte dies mit Ja, sie sagte dann nur LEINE sehr laut Barsch und unfreundlich woraufhin ich sagte dass es ein Blindenführhund der somit von der Leinenpflicht befreien. Promt fing die Dame an weiter herum zu pöbeln was ich hier nicht wiedergeben möchte und sie fing an zu drohen Punkt woraufhin sich der Mann von meiner besten Freundin mit einschaltete und sagte dass sie etwas freundlicher reden könnte und was das soll die Art und Weise. Dann drohte sie noch kurz mit der Polizei und sag dir noch mal passt dass ich meinen Hund an die Leine zu nehmen habe und schoss ums Eck wieder zurück wo sie herkam.
Diese Erlebnisse sind leider kein Einzelfall was mich traurig macht was mir unheimlich viel Energie kostet und was ich absolut schade finde dass Menschen blind und ignorant durchs Leben laufen sich mit den Menschen die in ihrer Umgebung sind sofort auf böse Art und Weise anlegen mit diesem dann streiten anfangen und wie gestern der Tonfall und auch die Wortwahl ging schon ziemlich stark unter die Gürtellinie was ich teilweise wirklich versuche zu ignorieren und auch drüber zu stehen da ich weiß wo meine Rechte liegen aber es geht nicht immer.
Ich habe jetzt lange überlegt was ich tun soll und ich glaube und bin nach wie vor der Meinung dass eine ausgedehnte Aufklärungsmaßnahmen da Wunder bewirken kann man mein Anfang wäre euch alle darum zu bitten die ist hier zu teilen ich setze unten noch die Auszüge die Betroffenen aus dem Hundegesetz und auch ein Link zum Hundegesetz mit ein und ich würde mich freuen wenn ihr das ganze auch teilt und auch weiter erzählt und berichtet, des Weiteren wollte ich fragen was ihr alle davon haltet die ein oder anderen von euch haben mir auch Kinder wenn ich mit meinem Hund zusammen in die Schulen gehe im Umkreis um zumindest bei den Kindern und Jugendlichen gewisses Maß an Aufklärung herbeiführen könnte was haltet ihr davon bitte schreibt mir Kommentare und ich schaue dann was ihr davon haltet und werde das ganze dann mit einplanen. Vielen Dank an euch alle liebe Grüße Jessi.
[21.9., 09:51] Jessy: § 18
Ausnahmen vom Anwendungsbereich
Dieses Gesetz gilt mit Ausnahme von § 3 Absatz 1 und §§ 5 und 6 nicht für Diensthunde von Behörden, Hunde des Such- und Rettungsdienstes sowie des Katastrophenschutzes, Blindenführhunde, Behindertenbegleithunde, Assistenz- und Therapiehunde, Herdengebrauchshunde und Jagdhunde jeweils im Rahmen ihres bestimmungsgemäßen Einsatzes und ihrer Ausbildung.
[21.9., 09:52] Jessy: § 3
Allgemeine Pflichten
(1) Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgehen. Eine Hundehalterin oder ein Hundehalter darf einen Hund nur solchen Personen überlassen, die die Gewähr dafür bieten, den Hund sicher im Sinne des Satzes 1 zu führen. Die Person, die den Hund führt, muss ihn jederzeit so beaufsichtigen und auf ihn einwirken können, dass durch den Hund weder Menschen, Tiere noch Sachen gefährdet werden.
(2) Hunde sind an einer Leine zu führen, die ständig ein sicheres Einwirken auf den Hund ermöglicht,
§ 5
Kennzeichnung
Ein Hund, der älter als drei Monate ist, ist durch ein elektronisches Kennzeichen (Transponder) mit einer Kennnummer zu kennzeichnen. Der Transponder muss in der Codestruktur und dem Informationsgehalt dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.
§ 6
Haftpflichtversicherung
Für die durch einen Hund, der älter als drei Monate ist, verursachten Schäden soll die Halterin oder der Halter eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000 Euro für Personenschäden und von 250.000 Euro für Sachschäden abschließen und aufrechterhalten. Zuständige Stelle nach § 117 Absatz 2 Satz 1 des Versicherungsvertragsgesetzes vom 13. November 2007 (BGBl. I S.1631), zuletzt geändert durch Gesetz vom 1. April 2015 (BGBl.I, S.434), ist die nach § 2 zuständige Behörde.
http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=HuG+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-HuGSHpP18

Start für bundesweite Kampagne für Zutrittsrechte von Assistenzhunden

PRO RETINA unterstützt geplante Aktionen und Gesetzesinitiative
Blindführhund Sam bei der Arbeit. Foto: Chris Zeilfelder
Halterinnen und Halter von Blindenführhunden wissen sehr genau, wie sich in Begleitung ihres Tieres sowohl der eigene Alltag als auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben deutlich verbessern kann. Auch Menschen mit anderen chronischen Beeinträchtigungen, wie Diabetes oder Epilepsie, profitieren von Assistenzhunden. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die bereits seit zehn Jahren in Deutschland bindend ist, erkennt in Artikel 20 “tierische Assistenz” als notwendige Hilfsmittel zum Behinderungsausgleich an.
Dennoch gibt es hierzulande noch keine gesetzlichen Verbindlichkeiten zur Umsetzung dieses Rechtes. Ein gemeinsames Eckpunktepapier von Hunde für Handicaps e.V., dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), dem Pfotenpiloten e.V. sowie Vita Assistenzhunde e.V. ruft die politischen Entscheidungsträger im Bund und in den Ländern jetzt auf, schnellstmöglich Regelungen zu schaffen. Diese sollen die Ausbildung, den Einsatz und die Finanzierung von Assistenzhunden sicherstellen sowie gemäß Artikel 9 die diskriminierungsfreie Nutzung der tierischen Assistenz gewährleisten.
PRO RETINA Partner für Assistenzhunde-Initiative
Auch PRO RETINA hat sich deutlich für die Unterstützung der Forderungen der Initiative ausgesprochen und wird Mitunterzeichnerin des Eckpunktepapiers. Zudem unterstützt PRO RETINA eine 30-monatige bundesweite Kampagne des Pfotenpiloten e.V. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales soll die Kampagne in einer breiten Öffentlichkeit und bei Geschäftsführern Verständnis für Zutrittsrechte von Assistenzhunden wecken. Zum Einsatz kommen unter anderem eine interaktive Ausstellung „Leben mit Assistenzhund“, die von der Aktion Mensch gefördert wird, ein Video, das erklärt, was Assistenzhunde leisten  sowie die Broschüre “Assistenzhundteams” in deutscher, englischer und türkischer Sprache. Geplant sind auch direkte Aktionen mit dem Ziel, Zusagen von Führungskräften der Wirtschaft, vom medizinischem Personal und Mitarbeitern von Transportunternehmen für ein Zutrittsrecht einzuholen.
Eine Kultur der Zutrittsrechte kann jeder mit fördern
Machen Sie mit! Eine interaktive Online-Karte erlaubt es per PC oder vom Handy aus ab heute, Orte mit “hundefreundlich”, “Assistenzhund Willkommen“ oder “lehnt Assistenzhund ab” zu markieren. Erreicht wird die Onlinekarte unter der Adresse www.DogMap.Info. Zusätzlich werden “Assistenzhund Willkommen”-Aufkleber angeboten. Sie sollen sichtbare Spuren vor Ort hinterlassen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit unterstützen.
Das Eckpunktepapier im Wortlaut unter www.pfotenpiloten.org/gemeinsames-eckpunktepapier/
Mehr zur Zutrittskampagne unter www.pfotenpiloten.org/zutrittskampagne/, pfotenpiloten.org/kurz sowie pfotenpiloten.org/aw
Gesetzessammlung zu Zutrittsrechten von Assistenzhunden unter www.pfotenpiloten.org/gesetze/
Broschüren und Aufkleber der Kampagne können beim Pfotenpiloten e.V. bestellt werden unter aktion@pfotenpiloten.org
Zuletzt geändert am 26.08.2019 18:20
pro-retina.de

Allgemeine Erklärung über Blindenführhunde

Blindenführhunde sind speziell ausgebildete Assistenzhunde , die blinden oder sehbehinderten Menschen eine Sicherheit und gefahrlose Bewegung in gewohnter und oder auch fremder Umgebung gewährleisten sollen. Sie gelten als rechtliche Hilfsmittel und sind in Deutschland an einem weißen Führgeschirr zu erkennen. Dieses Geschirr ist ein sogenanntes Verkehrsschutzzeichen und verpflichtet alle , die dieses sehen zu besonderer Rücksichtnahme.
Deshalb sollten auch Eltern ihren Kindern erklären , das wenn ihnen ein Blinder mit seinem Blindenführhund begegnet, sie diesen weder streicheln noch ansprechen dürfen.E
twa 1 bis 2% der Blinden in Deutschland besitzen einen Führhund.
Nutzen eines Blindenführhundes 
Ein Blindenführhund , der in einer speziellen Hundeschule ausgebildet wird, ermöglicht seinem Halter ein hohes Maß an individueller Mobilität, Sicherheit und Unabhängigkeit und dient somit als entscheidender Faktor für die gesellschaftliche Teilhabe von blinden und sehbehinderten Menschen.
Ausbildung eines Blindenführhundes bzw welche Voraussetzungen ein Blindenführhund haben muss 
Nicht jeder Hund bzw Welpe ist geeignet für die Ausbildung zu einem Blindenführhund. Bevorzugte Rassen dafür sind Labrador Retriever , Riesenschnauzer , Königspudel , Golden Retriever , Deutsche Schäferhunde , Collie und Labrador Pudel Mix. Dabei wird auf die Schulterhöhe des Tieres geachtet , die im ausgewachsenen Zustand zwischen 50 und 65 cm liegen sollte
Aus einem Wurf von Welpen können nur spezielle Welpen dafür genutzt werden. Diese müssen friedfertig , intelligent, nervenstark, belastbar und gesund sein. Jeder Welpe , der dafür ausgesucht wird , wird intensiv gesundheitlich getestet , unter anderem Gelenke und Augen werden intensiver untersucht.
Mit etwa acht Wochen werden die Welpen vom Führhundetrainer auf ihre Eignung getestet . Danach kommen sie in sogenannte Patenfamilien , wo die Welpen etwa ein Jahr lang sozialisiert werden.
Die Patenfamilien werden für diese spezielle Aufgabe ausgesucht , angeleitet und kontrolliert. Während des ersten Lebensjahres des Führhundes wird er mit den unterschiedlichsten Ereignissen und Situationen konfrontiert. Dabei wird sehr auf die Nervenfestigkeit , Ängstlichkeit , Aggressionsverhalten , Jagdtrieb und das Wohlverhalten im Umgang mit Menschen geachtet. Nach Sozialisierungsphase des Junghundes erfolgt die Ausbildung zum Blindenführhund , diese kann bis zu zwölf Monaten dauern.
Nicht jede Blindenführhundschule arbeitet mit Patenfamilien. Das sind eher wenig  Blindenführhundschulen.
Die meisten Schulen bilden einen Hund aus, wenn die Ausbildung mit ca. 2 Jahren absolviert ist, wird eine Einarbeitung mit dem zukünftigen Herrchen und Frauchen gemacht, dann kommt eine Gespannprüfung und dann, wenn alles passt, bekommt der neue Besitzer den Hund.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, dass der Blinde von Welpe an Kontakt zu seinem Hund hat. So war es bei uns. Der Welpe kam mit 12 Wochen zum Ausbilder, dort wird direkt mit Grundgehorsam angefangen. Oft läuft der Welpe dann auch schon mit einem anderen Hund, der Bereits in der richtigen Ausbildung ist mit um sich schon einiges anzuschauen. Wenn dann die Untersuchungen alle okay sind, und der Hund ins Geschirr passt, geht die richtige Ausbildung los. Wir konnten dann auch immer Kontakt zum Welpen haben, ihn besuchen oder auch einmal für eine Woche mitnehmen, so dass er sich gleich an die neue Umgebung und in unserem Fall auch gleich an alle Mitbewohner gewohnen konnte. 
Also, wie gesagt, nur wenige Schulen arbeiten mit Patenfamilien, es gibt da einige verschiedene Vorgehensweisen.
In Deutschland wird in den meisten Fällen die Ausbildung zum Blindenführhund von der Krankenkasse kostenmäßig übernommen.Die Ausbildung eines Blindenführhundes kostet zwischen 20000 Euro bis über 30000 Euro. Wenn die Voraussetzungen für einen solchen Hund vorlegen , wird dieses von der Krankenkasse übernommen als Hilfsmittel im Sinne des Krankenversicherungsrecht