öffentlichen Nahverkehrs zum 1. Januar 2022 – Umfrage des Deutschen Bahnkunden-Verband e. V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider sehr kurzfristig erreichte uns ein Aufruf des Deutschen Bahnkunden-Verband e. V. zur Beteiligung an einer Umfrage, die noch bis zum 15.1.2020 läuft.
Das Thema der Umfrage ist der barrierefreie Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zum 1. Januar 2022.

Der Deutsche Bahnkunden-Verband e. V. schreibt in seiner Pressemitteilung folgendes:
Vollständiger barrierefreier Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zum 1. Januar 2022 – ist das zu schaffen?
Bahnkunden-Verband verlängert seine anonyme Umfrage bis 15.1.2020 und bittet um Weiterverbreitung des Umfrage-Links

Der 1. Januar 2022 ist der Tag der Wahrheit. Bis dahin muss im öffentlichen Personnnahverkehr (ÖPNV, also der kommunale Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Verkehr) vollständig barrierefrei ausgebaut sein. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn sie im Nahverkehrsplan benannt werden (Personenbeförderungsgesetz, § 8 Absatz 3, Satz 3).
Wir befürchten, dass dieses Datum überall in Deutschland „gerissen“ wird. Keine Kommune unternimmt aktuell die finanziellen und baulichen Anstrengungen zum Erreichen dieser Aufgabe. Auch die Vorbereitung der Nahverkehrspläne, insbesondere die Beteiligung der Verbände, scheint eher auf dem Papier zu stehen, als dass sie tatsächlich ernst genommen wird. Planfeststellungs- und Ausschreibungsverfahren sind in die Wege zu leiten, Wettbewerbe ggf. zu starten.
Deshalb bitten wir Sie um Mithilfe. Da niemand der Verantwortlichen eine ungefähre Vorstellung hat, wieviele Haltestellen betroffen sind, möchten wir eine Umfrage starten, die im Sinne der „Schwarmintelligenz“ Aufklärung und Überblick geben soll. Wir bitten Sie deshalb, an Ihre Mitglieder und Organisationen die Information zu unserer Umfrage zu versenden und so damit beizutragen, dass sie vielleicht nicht repräsentativ wird, aber dennoch eine Tendenz widerspiegelt.
Wir freuen uns auch über Ihr Interesse an einem inhaltlichen Austausch mit uns, inwieweit wir das Problem noch besser in die Öffentlichkeit transportieren können.

Die Umfrage ist erreichbar auf www.bahnkunden.de
clicken sie dann auf Aktuelles und im Anschluss auf Umfrage.
Der vollständige Link lautet
https://www.bahnkunden.de/aktuelles/umfrage-zum-vollstaendigen-barrierefreien-ausbau-des-oeffentlichen-personennahverkehrs

Pressekontakt:
Frank Böhnke, DBV-Bundesvorstand Länderaufgaben
Telefon 01 77 / 8 93 43 94
E-Mail buvo.mv@bahnkunden.de

Über den Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV):
Der DBV ist Dachverband von derzeit 68 Organisationen in den mehr als 10.000 Einzelmitglieder organisiert sind. Als „Lobby der Bahnkunden“ versteht sich der Deutsche Bahnkunden-Verband. Dabei vertritt der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein die Interessen von Kunden im Nah- und Fernverkehr und im Güterverkehr. Parteipolitisch neutral und unabhängig beschäftigen sich die ehrenamtlichen DBV-Mitglieder mit Themen wie Mobilität auf der Schiene, Infrastruktur, Finanzierung und barrierefreies Reisen. Eines der Ziele des Verbraucherschutzvereins ist die Verbesserung des Kundenservices. Spenden und Beiträge sind steuerlich absetzbar.
Der Bundesverband ist Mitglied im Europäischen Fahrgastverband EPF, der Allianz pro Schiene und der Klima-Allianz.

Ihr BBSB-Inform

BBSB-Inform wird Ihnen, wann immer Sie das wollen, am Telefon vorgelesen. Wählen Sie: 0871 7000 14000. Es gilt das für den benutzten Anschluss vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag.

Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen:

– Mail: mailto:bbsb-inform@bbsb.org
– Judith Faltl: Telefon 0 89 – 68 52 58
– Christian Schöpplein: mailto:christian.schoepplein@bbsb.org

Änderungen im Busverkehr

Ab dem 7. Januar 2020 ergeben sich einige Änderungen im Busverkehr im Stadtgebiet von Lügde. Die wesentlichen Änderungen haben wir Ihnen nachfolgend zusammengefasst:
LINIE 732 (Lemgo – Blomberg – Schieder – Lügde – Bad Pyrmont)
Die Linie fährt künftig im Stundentakt und die Firma Phoenix Contact in Blomberg und Bad Pyrmont wird durch neue Haltestellen angebunden. Die Betriebszeiten werden erweitert und es ergeben sich schnellere Fahrtzeiten zwischen den Kernorten durch einen beschleunigten Linienweg.
Fahrplan Linie 732 [PDF: 105 kB]
LINIE 761 (Bad Pyrmont – Lügde – Rischenau)
Es werden mehr Fahrten in einem durchgehenden Stundentakt angeboten. Durch die Einführung eines Richtungsbandbetriebes wird auch eine Einbindung der kleinen Ortsteile ermöglicht. Bei den Fahrten der Linie 761 mit dem FLUKS-Bus können Haltestellen hinzugebucht werden, so dass in allen Ortsteilen der Stundentakt angeboten werden kann.
Fahrplan Linie 761 [PDF: 44 kB]
Infos zu weiteren Linien können Sie hier nachlesen: Verbesserungen im Busverkehr: 03.01.2020 LINIENBÜNDEL III IN LIPPE NEU GESCHNÜRT! (Pressemitteilung der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) mbH)
LINIE 763 (Bürgerbus Lügde)
Ab dem 08.01. wird der Bürgerbus Lügde sechs weitere neue Haltestellen anfahren. Im Stundentakt werden die ab Fahrplanwechsel 34 Haltestellen von Montag bis Freitag (dienstags und donnerstags erst ab Nachmittag) angefahren. Zu den sechs neuen Aus- und Zustiegsmöglichkeiten gehören:
• das Johanniter-Stift an der Kanalstraße,
• die Ostseite der Kilianstraße gegenüber vom Bahnhof,
• am ehemaligen Hotel-Restaurant „Zwei Linden“,
• am „Weinberg“ unterhalb der Schulzentrums,
• der Einmündungsbereich „Sonnenwinkel“ in die Straße „Zum Golfplatz“ und
• in der Gartenstraße.
An der Gesamtdauer von rund 50 Minuten für eine Linientour ändert sich trotz der zusätzlichen neuen Haltestellen nichts. Der Fahrpreis bleibt unverändert bei 1,60 Euro für eine Einzelfahrt.
Bürgerbus Lügde (Linie 763) Fahrplan [PDF: 9 kB]
Quelle ist von luegde.de

Radiobeitrag blickt auf Bahntour der Reisegruppe Niemand zurück

Köln. Zum 25jährigen Bestehen des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgesetz hat die Reisegruppe Niemand im November letzten Jahres eine 76stündige Bahntour mit dem Regionalverkehr der Bahn durch Deutschland durchgeführt. Am 8. Januar blickt Andrea Eberl ab 20:04 Uhr im Bürgerfunk bei RadioKoeln im Freien Lokalrundfunk Köln (FLOK) in einer Sendung des Vereins Blinde und Kunst auf die Bahntour zurück. Sie sprach mit dem blinden Passagier der Tour Markus Ertl.

„Andrea Eberl hat die Reisegruppe Niemand mit Ihrem Blindenführhund Enny das Stück von Düsseldorf nach Hannover begleitet. Dabei hat Andrea auch die Zeit genutzt und unseren ‚blinden Passagier‘ und 2. Vorsitzenden des Ungehindert e.V., Markus Ertl, interviewd. In dem Radiobeitrag geht es deshalb auch um uns , die Reisegruppe Niemand und das Projekt ‚Nahverkehr inklusive‘. Bei diesem Reiseprojekt von Ungehindert e.V. machten sich im November 2019 Menschen mit verschiedenen Behinderungen auf den Weg, um von Berlin, durch alle Landeshauptstädte, nach Berlin zu reisen, und das in Rekordzeit. Andrea berichtet in Ihrem Beitrag von unseren Zielen, deren wegen wir uns am 12.11.2019 auf den Weg machten. Es geht um die Rekordzeit von 76 Stunden 8 Minuten und 45 Sekunden und auch, warum wir am 15.11.2019 nach unserer Ankunft am Berliner Hauptbahnhof noch weiter zum Bundespräsidialamt marschiert sind. Aber hört gerne selbst rein!“, heißt es auf der Facebookseite der Reisegruppe Niemand zur Ankündigung der Sendung.

Radio Köln kann innerhalb Kölns im Radio und im WWW über den LiveStream (Webradio Radio Köln) und die App des Senders, sowie über die App TuneIn empfangen werden. Gestaltung der Sendung Andrea Eberl, Technik Raphael Netolitzky.

Quelle: kobinet-nachrichten.org

Angebot Sonderführung in der Kaiserpfalz in Paderborn am 26.1.20

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Museum in der Kaiserpfalz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Paderborn liefert einen guten Grund, einen guten Vorsatz in die Tat umzusetzen. Themenführungen zu Gesundheit, Paderborner Quellen und Pfalzen erwarten die Besucher jeden Sonntag um 15 Uhr. Ein Höhepunkt im Januar ist der spezielle Rundgang durch die Dauerausstellung für blinde und sehende Besucher am Sonntag (26.1.).

Das Programm „Mittelalter begreifbar“ am Sonntag (26.1.) vermittelt blinden und sehenden Besucherinnen ab 10 Jahren einen Eindruck von der Paderborner Königspfalz des 11. Jahrhunderts. Um das Leben am Hof der mittelalterlichen Könige in Paderborn zu verdeutlichen, stehen den Besuchern originale Objekte und aufwändig gearbeitete Nachbildungen mittelalterlicher Alltagskultur zum Ertasten zur Verfügung. Ein begreifbares Modell macht die außergewöhnliche Architektur der 1.000 Jahre alten Bartholomäuskapelle verständlich. Mit einem von Weihrauch begleiteten Besuch der Kapelle schließt der Rundgang durch das Museum ab. Das Programm wird jeweils auf das Alter der Teilnehmerinnen abgestimmt und dauert etwa zwei Stunden.

Weitere Informationen unter:
LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Am Ikenberg, 33098 Paderborn,
Telefon: 0 52 51 ­10 51 ­10,
http://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de,
https://de-de.facebook.com/museuminderkaiserpfalz/,
https://www.instagram.com/lwl_kaiserpfalzmuseum/.

Rundschreiben Nr. 157/2019 Umfrage der Deutschen Bahn für Menschen mit Beeinträchtigungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Deutsche Bahn möchte gerne die Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigungen genauer in den Blick nehmen und führt hierzu eine Befragung durch. Dabei soll vor allem das Programm „MobiMate“ weiterentwickelt werden.

Nachfolgend übersenden wir Ihnen den Link, um an der Befragung mitwirken zu können: https://www.surveymonkey.de/r/MM-LP-Mobis

MobiMate

Befragung von Reisenden mit Unterstützungsbedarf
Danke für Ihr Interesse an unserer Befragung!
Diese Umfrage ist anonym. Ihre Angaben können nicht mit Ihrer Person in Verbindung gebracht werden.
MobiMate ist eine digitale Lösung zur Vermittlung von freiwilligen Reisebegleitern an Personen mit Unterstützungsbedarf oder eingeschränkter Mobilität mittels einer Smartphone-App.
Der Reisebegleiter fährt auf derselben Strecke und unterstützt z.B. beim Ein-/Aus- und Umsteigen oder im Zug beim Finden des Sitzplatzes.
Durch Ihre Antworten helfen Sie uns, unseren Service passend für Sie zu entwickeln.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr Team MobiMate
https://www.surveymonkey.de/r/MM-MM-Mobis

Mit der Schatzkarte unterwegs

Sehenswertes, Wandertipps und Radrouten auf einen Blick
Klicken für Bildvergrößerung
Carolin Nasse, Stephanie Pieren und Larissa Gräbner mit der neuen Schatzkarte
Was kann ich unternehmen? Wo kann ich übernachten und shoppen? Welche Radrouten und Wanderwege kann ich entdecken? Welche Sehenswürdigkeiten sollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen? – Die Schatzkarte von Lügde und Schieder-Schwalenberg beantwortet alle diese Fragen und ist somit der optimale Begleiter für einen Ausflug im lippischen Südosten. Dabei erklärt sich die Bezeichnung „Schatzkarte“ ganz von selbst, denn die Fülle und Einzigartigkeit der vielen Angebote zeigen, dass es im lippischen Südosten viele Schätze zu entdecken gibt.
Nachdem die erste Auflage vergriffen war, wurde nun eine neue Auflage der beliebten Karte gedruckt. Die großformatige Schatzkarte kann durch ihr handliches Format bequem in die Jacken- oder Handtasche gesteckt werden. Auf der einen Seite enthält sie eine große Übersichtskarte von Lügde und Schieder-Schwalenberg samt den umliegenden Ortsteile und Wälder. Auf der anderen Seiten sind zahlreiche Ausflugstipps dargestellt. Angefangen bei Gastronomiebetrieben bis hin zu den Sehenswürdigkeiten der Region wie der Papiermühle Plöger in Schieder und dem Emmerauenpark in Lügde.
Ab sofort ist die Schatzkarte in den Tourist-Informationen in Lügde und Schieder-Schwalenberg erhältlich. Dabei ist die Karte keineswegs nur für Urlauber gedacht. Auch heimische Wander- und Radfahrfreunde dürfen sich gerne kostenfrei eine Karte abholen und zukünftig bei ihren Ausflügen im Gepäck haben.
Erstellt wurde die Schatzkarte im Rahmen der Tourismuskooperation „blühend, brennend & bunt“ der Städte Lügde und Schieder-Schwalenberg. Die zuständigen Tourismusmitarbeiterinnen Stephanie Pieren (Schieder-Schwalenberg), Carolin Nasse (Lügde) und Larissa Gräbner (Lügde) freuen sich über die erfolgreiche Neuauflage. Aktuell planen die Kolleginnen die ersten Projekte für das Jahr 2020 und schon jetzt steht fest, dass die „Schatzkarte“ bei zahlreichen Marketingaktivitäten wie Messe- und Veranstaltungsbesuchen dabei sein wird. Und so sollen auch Gäste des NRW-Tags in Köln oder des Deutschen Wandertags am Edersee für einen Besuch in Südostlippe begeistert werden.
Quelle ist von luegde.de

Stadtwerke testen akustische Orientierungshilfe im Nahverkehr

Mittels App oder Handsender sollen Menschen mit Sehbehinderung künftig an Haltestellen zusätzliche Informationen abrufen können.
Veröffentlicht am 18. November 2019
Straßenbahn in Halle
(Foto: Shutterstock)
Menschen mit Sehbehinderung sollen an Haltestellen in Halle künftig akustische Informationen zum Nahverkehr anfordern können. Das entsprechende Projekt der Stadtwerke Halle befindet sich seit Mittwoch in einer Testphase, wie die Stadtwerke mitteilten. Zunächst seien drei Straßenbahnen mit der notwendigen Technik ausgerüstet worden.
Interessierte brauchen eine App oder Handsender. Die Nutzer sollen dann an der Haltestelle Linie und Ziel der einfahrenden Bahn angesagt bekommen, wenn sie die Informationen vorher angefordert haben. Eigenen Angaben zufolge ist es bundesweit das erste Projekt dieser Art.
Auch eine Ampel in der Stadt soll künftig mit der App oder den Handsendern kommunizieren. Nähert sich ein Nutzer mit der entsprechenden Technik, soll automatisch eine akustische Orientierungshilfe ertönen. Die Testphase ist bis Ende des Jahres geplant.
(RP/dpa)
rollingplanet.net

Tourismusregion Harz rüstet auf: Mehr Barrierefreiheit für Urlauber mit Behinderung

Norddeutschlands höchstes Gebirge empfiehlt sich dank Großprojekten als inklusives Reiseziel – davon profitieren nicht nur Rollstuhlfahrer.
Veröffentlicht am 18. November 2019
Auch der Bahnhof Brocken bietet immer mehr Barrierefreiheit.
Auch der Bahnhof Brocken bietet immer mehr Barrierefreiheit. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)
Wanderwege für Rollstuhlfahrer, barrierefreie Ausstellungen und Hubwagen für einen leichten Zustieg in die Brockenbahn: Barrierefreies Reisen gewinnt im Harz an Bedeutung. „Das Thema ist seit langem wichtig für uns“, sagte die Sprecherin des Nationalparks Harz, Mandy Gebara, in Wernigerode. Bei Neu- und Umbauarbeiten werde darauf geachtet, dass alle Gäste und Mitarbeiter die Nationalparkhäuser und Besucherzentren gut nutzen könnten. So gebe es mittlerweile rollstuhlgerechte Büroräume, ausgewiesene Parkplätze und barrierefreie Sanitäranlagen. Auch bei Ausstellungen, Waldpfaden und Ausflugsorten in den höheren Lagen werde an Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen gedacht. Allerdings gebe es noch weiteren Handlungsbedarf.
In Deutschland lebten etwa zehn Millionen Menschen mit Behinderungen, sagte die Sprecherin des Harzer Tourismusverbands, Christin Wohlgemuth, in Goslar. „Ein Großteil der Betroffenen möchte auch die Chance erhalten, in den Urlaub zu fahren“, erklärte sie. Bei Projekten zum barrierefreien Reisen im Harz seien zahlreiche Ideen in den vergangenen Jahren entstanden und umgesetzt worden. Nicht nur Menschen mit Gehbehinderungen, sondern auch seheingeschränkte, gehörlose oder anderweitig beeinträchtigte Menschen wurden berücksichtigt.
Multimedia-Guide und Hubwägen
So wurde die im Oktober neu eröffnete Nationalparkausstellung im Brockenhaus auf dem höchsten Berg des Harzes für Menschen mit Behinderungen grundlegend verbessert, erklärte Mandy Gebara. Unter anderem wurde eine bisher nur über Treppen erreichbare Empore mit einem durchgängigen Rundweg für Rollstuhlfahrer ausgestattet.
Endlich auch für Rollstuhlfahrer zugänglich: Die Aussichtsplattform des Brockenhauses.
Endlich auch für Rollstuhlfahrer zugänglich: Die Aussichtsplattform des Brockenhauses. (Foto: Matthias Bein/dpa)
Viele Exponate in den drei Ausstellungsetagen würden nun über Audio-Module erklärt, hieß es.
„Im Multimediaguide sind zudem Audiotexte als Lesetexte verfügbar, Schriftgrößen und Kontrasteinstellungen können auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden“,
sagte Gebara. Um überhaupt zum Brockenhaus zu gelangen, können Rollstuhlfahrer in den schneefreien Monaten dank sogenannter Hubwagen in die Brockenbahn gelangen und auf die Kuppe fahren.
„Neben solchen Großprojekten sind wir aber auch stolz auf viele kleine Fortschritte“, sagte Gebara weiter. Es gebe mehr Rampen, behindertengerechte Toiletten, Leitsysteme für blinde und sehbehinderte Menschen, ein rollstuhlgerechtes Erlebnis-Kino und neue Ausschilderungen in den Waldgebieten.
Derzeit werde eine Ausstellung im Haus der Natur in der niedersächsischen Stadt Bad Harzburg bis zum kommenden Frühjahr erneuert. „Aktuell noch vorhandene Treppenstufen werden dann Geschichte sein“, so die Sprecherin. „Zudem setzen wir auf eine kontrastreiche Gestaltung, kurze Texte, viele Audioinhalte und das Mehrsinnesprinzip.“
Angebote werden angenommen
Da der Harz oft bergig und steil sei, bevorzugten viele Menschen mit Behinderungen die Fachwerkstädte mit ihren zahlreichen Kultur- und Freizeiteinrichtungen, erklärte Wohlgemuth. Auch in den beliebten Touristenorten werde auf Barrierefreiheit geachtet. Doch die Umstellung habe ihren Preis.
„Je nach Projekt reichen die Kosten von einigen Arbeitsstunden der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen oder Ehrenamtlichen bis hin zu fünfstelligen Summen bei größeren Bauvorhaben“,
betonte Gebara. Das Indoor-Spielehaus in Halberstadt etwa habe sich auf Besucher mit Handicap spezialisiert und viel Geld investiert, nannte Wohlgemuth als Beispiel. „Hierfür gab es auch Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr.“
Die barrierefreien Angebote sind den Angaben zufolge beliebt. „Die Resonanz ist gut und die Angebote werden angenommen“, sagte Gebara. So sei direkt zur Ausstellungseröffnung im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus eine Besucherin mit Rollstuhl aus den Niederlanden mit ihrer Familie zu Gast gewesen. „Sie äußerten sich sehr begeistert“, so die Sprecherin. Auch die Harz-Information will weiter barrierefreie Vorhaben unterstützen. Denn: „Von Hotelpartnern aus dem niedersächsischen Harz wissen wir, dass die wenigen barrierefreien Zimmer immer stark nachgefragt sind.“
(RP/dpa)
rollingplanet.net

Rekord-Hochwasser: Venedig streitet über den Flutschutz

Das Schlimmste scheint zwar überstanden. Aber Venedig ist nach dem verheerenden Hochwasser bei weitem nicht über den Berg. Viele Bewohner sind wütend über das Versagen der Politik. Kritik entzündet sich am Flutschutz.
Venedig kämpft mit den Folgen des verheerenden Hochwassers. Der italienische Zivilschutz warnte vor neuen Unwettern mit starkem Wind in der Region Venetien. Der Wasserstand sollte allerdings bei weitem nicht das Rekord-Niveau wie in der Nacht zu Mittwoch erreichen. Das Kulturministerium will heute den Markusdom auf Schäden prüfen. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte bei einem Besuch in der Lagunenstadt an, dass die Regierung den Notstand für die Unesco-Welterbestadt ausrufen wird.
Gestritten wurde wieder heftig um das skandalgeplagte Flutschutzprojekt. Der Wasserstand war getrieben durch heftige Winde in der Nacht zu Mittwoch auf 187 cm über dem Meeresspiegel gestiegen – das ist der höchste Wert seit einer verheerenden Flut im Jahr 1966. Für Donnerstag wurden 130 cm erwartet.
Klimawandel spielte Rolle bei Fluten
Wissenschaftler führen die zunehmenden Fluten in Venedig auch auf den Klimawandel zurück, der den Meeresspiegel ansteigen lässt. Der Markusplatz und der Dom wurden überflutet, genauso wie Hotels, Geschäfte und Wohnhäuser. Schiffe gingen unter, Gemäuer wurden zerstört. Ein Mensch starb. Kulturminister Dario Franceschini sprach von einem „Notfall“.
Kulturdenkmäler seien durch salziges und schmutziges Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden. Kunstwerke in Sammlungen oder Material in Archiven und Bibliotheken seien aber nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt worden. Schulen und Kindergärten sollten auch am Donnerstag geschlossen bleiben, der Schiffsverkehr war extrem eingeschränkt. Die Oper La Fenice sagte Aufführungen ab. Die Kunst-Biennale erklärte dagegen, wieder zu öffnen, nachdem das Gelände am Mittwoch gesperrt war und die Kunstwerke auf Schäden überprüft wurden.
„Es ist wie im Krieg“
Während Touristen Selfies von den Wassermassen machten, waren die Bewohner geschockt. „So was habe ich noch nicht gesehen. Es ist eine Katastrophe. Es ist wie ein Krieg. Wir habe es gewusst“, sagte der Venezianer Ezio Toffolutti. Läden und Supermärkte seien alle im Erdgeschoss, die habe es deshalb schlimm erwischt. Gefährlich seien die elektrischen Leitungen. „Eine schreckliche Zeit.“
1/13
Hochwasser in Venedig
Ein verheerendes Hochwasser hat Venedig heimgesucht. Gepeitscht von starkem Wind und nach Dauerregen stieg das Wasser so hoch wie zuletzt vor 53 Jahren. | Bildquelle: AFP
Er kritisierte das Milliarden-Flutschutzsystem „Mose“, das die Stadt mit ausfahrbaren Barrieren vor Hochwasser schützen soll. Das Projekt sei „dumm“. „Jeder, der die Lagune kennt, weiß, dass man die Lagune nicht mir Beton zumachen kann.“
Streit um Flutschutz-Projekt
Viele Venezianer werfen Politikern vor, die Stadt an Tourismus- und Kreuzfahrtunternehmen verkauft zu haben und sich nicht wirklich um den Schutz zu kümmern. Bürgermeister Luigi Brugnaro dringt darauf, das skandalgeplagte Flutschutz-Vorhaben fertigzustellen. Er ist der Meinung, dass Katastrophen wie das jetzige Hochwasser mit „Mose“ vermieden werden können.
Jedoch verzögert sich der Bau, der rund sechs Milliarden Euro verschlungen haben soll, seit Jahren wegen Korruptionsskandalen und auch Kritik von Umweltschützern. Medien nennen das Projekt „die große Unvollendete“. Regierungschef Conte erklärte nun, der Bau sei zu „92 bis 93 Prozent“ fertig. „Venedig ist ein Kulturerbe Italiens und der Menschheit. Es ist notwendig, dass eine Serie von historischen Problemen gelöst wird.“
Über dieses Thema berichtete am 13. November 2019 Inforadio um 16:43 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr.
Quelle ist von tagesschau.de Rekord-Hochwasser: Venedig streitet über den Flutschutz tagesschau.de Das Schlimmste scheint zwar überstanden. Aber Venedig ist nach dem verheerenden Hochwasser bei weitem nicht über den Berg. Viele Bewohner sind wütend über das Versagen der Politik. Kritik entzündet sich am Flutschutz. Venedig kämpft mit den Folgen des verheerenden Hochwassers. Der italienische Zivilschutz warnte vor neuen Unwettern mit starkem Wind in der Region Venetien. Der Wasserstand sollte allerdings bei weitem nicht das Rekord-Niveau wie in der Nacht zu Mittwoch erreichen. Das Kulturministerium will heute den Markusdom auf Schäden prüfen. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte bei einem Besuch in der Lagunenstadt an, dass die Regierung den Notstand für die Unesco-Welterbestadt ausrufen wird. Gestritten wurde wieder heftig um das skandalgeplagte Flutschutzprojekt. Der Wasserstand war getrieben durch heftige Winde in der Nacht zu Mittwoch auf 187 cm über dem Meeresspiegel gestiegen – das ist der höchste Wert seit einer verheerenden Flut im Jahr 1966. Für Donnerstag wurden 130 cm erwartet. Klimawandel spielte Rolle bei Fluten Wissenschaftler führen die zunehmenden Fluten in Venedig auch auf den Klimawandel zurück, der den Meeresspiegel ansteigen lässt. Der Markusplatz und der Dom wurden überflutet, genauso wie Hotels, Geschäfte und Wohnhäuser. Schiffe gingen unter, Gemäuer wurden zerstört. Ein Mensch starb. Kulturminister Dario Franceschini sprach von einem „Notfall“. Kulturdenkmäler seien durch salziges und schmutziges Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden. Kunstwerke in Sammlungen oder Material in Archiven und Bibliotheken seien aber nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt worden. Schulen und Kindergärten sollten auch am Donnerstag geschlossen bleiben, der Schiffsverkehr war extrem eingeschränkt. Die Oper La Fenice sagte Aufführungen ab. Die Kunst-Biennale erklärte dagegen, wieder zu öffnen, nachdem das Gelände am Mittwoch gesperrt war und die Kunstwerke auf Schäden überprüft wurden. „Es ist wie im Krieg“ Während Touristen Selfies von den Wassermassen machten, waren die Bewohner geschockt. „So was habe ich noch nicht gesehen. Es ist eine Katastrophe. Es ist wie ein Krieg. Wir habe es gewusst“, sagte der Venezianer Ezio Toffolutti. Läden und Supermärkte seien alle im Erdgeschoss, die habe es deshalb schlimm erwischt. Gefährlich seien die elektrischen Leitungen. „Eine schreckliche Zeit.“ 1/13 Hochwasser in Venedig Ein verheerendes Hochwasser hat Venedig heimgesucht. Gepeitscht von starkem Wind und nach Dauerregen stieg das Wasser so hoch wie zuletzt vor 53 Jahren. | Bildquelle: AFP Er kritisierte das Milliarden-Flutschutzsystem „Mose“, das die Stadt mit ausfahrbaren Barrieren vor Hochwasser schützen soll. Das Projekt sei „dumm“. „Jeder, der die Lagune kennt, weiß, dass man die Lagune nicht mir Beton zumachen kann.“ Streit um Flutschutz-Projekt Viele Venezianer werfen Politikern vor, die Stadt an Tourismus- und Kreuzfahrtunternehmen verkauft zu haben und sich nicht wirklich um den Schutz zu kümmern. Bürgermeister Luigi Brugnaro dringt darauf, das skandalgeplagte Flutschutz-Vorhaben fertigzustellen. Er ist der Meinung, dass Katastrophen wie das jetzige Hochwasser mit „Mose“ vermieden werden können. Jedoch verzögert sich der Bau, der rund sechs Milliarden Euro verschlungen haben soll, seit Jahren wegen Korruptionsskandalen und auch Kritik von Umweltschützern. Medien nennen das Projekt „die große Unvollendete“. Regierungschef Conte erklärte nun, der Bau sei zu „92 bis 93 Prozent“ fertig. „Venedig ist ein Kulturerbe Italiens und der Menschheit. Es ist notwendig, dass eine Serie von historischen Problemen gelöst wird.“ Über dieses Thema berichtete am 13. November 2019 Inforadio um 16:43 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr. Leseansicht schließen Schrifteinstellungen Vorlesen Bei Pocket speichern