Thomas Müller, der Wichtigestuer des FC Bayern

Sein erstes Fußballspiel für die Profi-Mannschaft des FC Bayern absolviert
Thomas Müller am 15. August 2008. In der 80. Minute wechselt ihn – und jetzt
Obacht – Trainer Jürgen Klinsmann für Miroslav Klose ein. Es ist ein
unauffälliger Auftritt von Müller, anders als nun beim Wiedersehen.

Gegen einen Mann wie Thomas Müller würde sich Jürgen Klinsmann ganz sicher
nicht wehren. Denn ein Mann wie Thomas Müller würde mit einem mächtigen
Donnerhall alle sportlichen Sehnsüchte des Hertha-Trainers erfüllen. Er
würde den Fußball-Glamour nach Berlin bringen, den der „big city club“ für
seine „big city club“-Visionen dringend benötigt.

Er wäre ein Mann aus dem obersten Transferregal, aus dem sich die Berliner
nach dem Einstieg von Investor Lars Windhorst nun bedienen möchten. Und er
wäre die perfekte Antwort auf das Gesuch des Trainers nach einer enormen
Hilfe – sein ehemaliger Assistent Joachim Löw sieht das eventuell ein wenig
anders – für die lahmende Offensive. Dieses hatte Klinsmann am Tag nach der
0:4-Klatsche gegen den FC Bayern abgesetzt. Die Klatsche hatte ausgerechnet
Müller eingeleitet.

Müller und Klinsmann, das ist ohnehin eine besondere Beziehung. Denn
tatsächlich war es der 55-Jährige, der den Offensivspieler einst in München
zu den Profis holte und ihn am 15. August 2008, beim 2:2 am 1. Spieltag
gegen den Hamburger SV, in der 80. Minute einwechselte. Für Stürmer Miroslav
Klose, der damals schlechtester Spieler beim FC Bayern war. Der „kicker“
verpasste ihm eine glatte Fünf. Damit war er aber immerhin noch eine halbe
Note besser als Hamburgs Rechtsverteidiger Jérôme Boateng (!).

Thomas Müller beim FC Bayern wieder wichtig
Müller wurde nicht bewertet. Seine Spielzeit reichte schlicht nicht aus. Und
auch sonst war das Debüt des 18-Jährigen den Kollegen nicht eine Zeile der
Erwähnung wert. Es ging vielmehr um den Stotterstart der Münchner.

Von solchen Diskussionen ist Klinsmann in Berlin befreit. Eine knappe
Niederlage zum Debüt gegen Borussia Dortmund, danach acht Punkte aus vier
Ligaspielen und nun halt die Klatsche gegen den FC Bayern (kann mal
passieren) – das ist auf jeden Fall mal solide. Was indes nicht mit dem
eigenen, mittelfristigen Anspruch übereinkommt. Sei’s drum. Müller dagegen
kommt seinen eigenen Ansprüchen derzeit sehr nah.

Er spielt viel. Er spielt gut. Und er ist unter Hansi Flick wieder einer,
der die wichtigen Dinge tut. Zwar hat Müller bislang „nur“ drei Tore in der
Liga geschossen, dafür aber zwölf vorbereitet. Seit Beginn der detaillierten
Datenerfassung in der Saison 2004/05 war das noch keinem Fußballer zu so
einem frühen Zeitpunkt der Saison gelungen. Ein schöner Rekord. Und dennoch
ist es so: „Am meisten Spaß machen schon die eigenen Tore, deshalb war es
ein schöner Tag für mich, für die Mannschaft.“

„… da war ich gerade beim Abschlussball“
Und ein spezieller? „Das habe ich auf dem Platz kurz ausgeblendet, aber mich
trotzdem gefreut“, erzählte Müller und kam fortan ganz locker ins Plaudern.
„Ich habe Jürgen Klinsmann vor dem Spiel getroffen, das war schon etwas
Besonderes. Ich habe noch den Anruf auf dem Anrufbeantworter im Ohr, als er
mich vor der Saison 2008/09 angerufen und zum Trainingslager der Profis
eingeladen hat. Da war ich gerade beim Abschlussball vom Gymnasium, deswegen
ist das schon eine besondere Beziehung, auch wenn wir nicht lange
zusammengearbeitet haben. Aber Jürgen Klinsmann ist schon eine Nummer im
deutschen Fußball.“

Das gilt freilich ebenso für Müller. Durch den ersten Treffer der Bayern in
der Rückrunde wurde er zum Beispiel zum ersten Spieler, der seit 2009 in
allen zwölf Kalenderjahren getroffen hat. Wie Klinsmann ist auch er
Weltmeister. Hinzu kommen unzählige Titel mit dem FC Bayern. Unter anderem
acht deutsche Meisterschaften. Und die neunte soll folgen. Noch in dieser
Saison.

Diese müssen sich die Münchner aus ungewohnter Rolle, als Verfolger von RB
Leipzig nämlich, erarbeiten. Es ist aber offenbar eine Rolle, mit der sich
Müller und dessen Teamkollegen nach einer turbulenten Hinserie mit der
Entlassung von Coach Niko Kovac mehr und mehr gut anfreunden können. „Wir
waren unter Druck und dieses Gefühl gibt uns Selbstvertrauen für die
nächsten Aufgaben.“ Die überübernächste in der Liga heißt: RB Leipzig.

Quelle: Sport.de

VAR wird öfter eingesetzt als in der letzten Saison

Die Zahl der Interventionen durch den Video-Assistenten in der
Fußball-Bundesliga weist nach wie vor eine steigende Tendenz auf.

Dies ist das Ergebnis einer Analyse des Deutschen Fußball-Bundes, die
Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich am Dienstag im Rahmen des
Workshops „Schiedsrichter schulen Sportjournalisten“ im Deutschen
Fußballmuseum in Dortmund präsentierte.

Demnach griff der VAR in der noch laufenden Spielzeit (18. Spieltag) im
deutschen Oberhaus 61-mal in das Spiel ein (0,4 pro Spiel). Nach Abschluss
der vergangenen Saison lag der Wert bei 111 (0,36), in der
Premieren-Spielzeit des VAR 2017/18 waren es 88 (0,29) Unterbrechungen
gewesen.

Von den 61 Eingriffen in dieser Saison stufte der DFB 57 als korrekte
Interventionen ein, in der 1. Bundesliga seien somit 53 Fehlentscheidungen
verhindert worden.

Die Dauer der Interventionen erhöhte sich von durchschnittlich 57 Sekunden
(Saison 2017/18) zunächst auf 61 (18/19) Sekunden, in der laufenden Saison
liegt sie bei 79 Sekunden im Durchschnitt. „Das Ziel ist es, die Dauer
wieder auf unter eine Minute zu drücken“, sagte Fröhlich.

Quelle: Sport.de

RTL überträgt alle vier deutschen EM-Vorbereitungsspiele

RTL wird alle vier Länderspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in
der Vorbereitung auf die Europameisterschaft übertragen. Dies gab der Sender
am Mittwoch bekannt.

Betroffen sind die hochkarätigen Tests gegen Spanien am 26. März in Madrid
und am 31. März gegen Italien in Nürnberg sowie die Partien gegen die
Schweiz in Basel am 31. Mai und gegen einen noch zu benennenden Gegner am 8.
Juni in Sinsheim.

RTL gab an, bezüglich der beiden Länderspiele im März eine Einigung mit der
Europäischen Fußball-Union sowie den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern
ARD und ZDF erzielt zu haben. Im Gegenzug verzichtet RTL im Herbst auf die
Übertragung zweier Länderspiele.

Die paneuropäische EM-Endrunde beginnt am 12. Juni. Deutschland trifft in
seiner Gruppe in München auf Weltmeister Frankreich (16. Juni),
Titelverteidiger Portugal (20. Juni) und einen noch zu ermittelnden Gegner
(24. Juni).

Das Finale steigt am 12. Juli im Londoner Wembley-Stadion. Sämtliche
EM-Spiele werden von ARD oder ZDF übertragen.

Quelle: Sport.de

18. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

Köln bestätigt im Abstiegskampf seine tolle Form auch im neuen Jahr und der
FC Bayern München startet wie RB Leipzig stark in die Rückrunde – das sind
die Themen des 18. Spieltags.

1) Haalands Traum-Debüt bei Dortmunder Offensiv-Feuerwerk

Was für eine verrückte zweite Halbzeit: Borussia Dortmund sicherte sich nach
einem wahren Schlagabtausch mit dem FC Augsburg einen Dreier. Beim 5:3 des
BVB fielen im zweiten Durchgang sechs Treffer – mehr gab es in 45 Minuten
bislang noch nicht in 2019/20. Besonders Dortmunds Neuzugang Erling Haaland
wusste zu überzeugen: Der 19 Jahre alte Norweger erzielte innerhalb von 23
Minuten nach seiner Einwechslung drei Treffer.

Sein erstes Tor gelang ihm bereits 183 Sekunden nach seiner Einwechslung.
Der letzte Spieler, dem ein Dreierpack beim Bundesliga-Debüt glückte,
spielte auch für Schwarz-Gelb: Pierre-Emerick Aubameyang, ebenfalls mit der
Rückennummer 17, ebenfalls gegen Augsburg (August 2013). Durch das
Offensivfeuerwerk in Durchgang zwei – der BVB erzielte all seine Treffer
dort – bleiben die Borussen weiterhin im Titelrennen. Den Abstand zu
Borussia Mönchengladbach haben sie schon auf nur noch zwei Zähler verkürzt.

2) Schalke feiert Neuzugang Gregoritsch

Besser hätte der Einstand für die Leihgabe des FC Augsburg gar nicht laufen
können. Erst legte Michael Gregoritsch den Treffer von Suat Serdar mit einem
starken Pass auf, dann traf er extrem überlegt zum 2:0. Und diese beiden
Szenen waren bei weitem nicht die einzigen Highlights des Österreichers. Er
war insgesamt an acht der zwölf Torschüsse des FC Schalke 04 direkt
beteiligt.

„Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Anfang und ich genießen diesen
Abend auch, da darf man sicher sein. Aber es muss auch weitergehen. Die
Saison ist mit dem heutigen Tag nicht vorbei“, erklärte ein überglücklicher
Gregoritsch nach der Partie. Von den Fans wurde der Offensivspieler nach der
Partie frenetisch gefeiert. Dementsprechend begeistert äußerte er sich nach
der Partie zur Stimmung in seiner neuen Heimstätte: „Das war brutal, das
habe ich auch schon beim Aufwärmen gesagt. Auch der Weg zur Arena vor dem
Spiel, das ist schon etwas Besonderes.“

3) Köln baut historische Siegesserie aus

Der 1. FC Köln setzte seinen starken Lauf, der mit drei aufeinanderfolgenden
Siegen vor der Winterpause begann, auch im neuen Jahr fort. Das 3:1 gegen
den VfL Wolfsburg war der vierte Erfolg nacheinander – eine derartige Serie
gelang den Rheinländern zuletzt vor mehr als 19 Jahren im November/Dezember
2000. Doppelpacker Jhon Cordoba und Jonas Hector erzielten die Tore beim
verdienten Heimsieg gegen die Niedersachsen und sicherten dem FC wichtige
drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Mark Uth, der vom FC Schalke 04 zu seinem Heimatklub, dem 1. FC Köln,
zurückgekehrt war, veredelte sein starkes Debüt mit einer Torvorlage vor dem
1:0 von Cordoba. „Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht“, sagte Uth nach dem
Spiel. „Ich bin sehr froh, wieder hier zu sein und dem FC helfen zu können.“
FC-Trainer Markus Gisdol bremste die Euphorie in der Domstadt indes ein
bisschen: „Es ist toll, so ein Spiel zu gewinnen – aber wir haben schon
einige Dinge gesehen, die wir besser machen können. Da haben wir noch Luft
nach oben.“

Schnürt gegen Wolfsburg seinen ersten Bundesliga-Doppelpack: Kölns Angreifer
Jhon Cordoba – Mika Volkmann via www.imago-images.de/imago images/Mika
Volkmann

4) Herbstmeister Leipzig dank Werner weiter auf Kurs

Herbstmeister RB Leipzig reicht eine gute Halbzeit gegen den 1. FC Union
Berlin, um den Rückrundenauftakt zu gewinnen, die Tabellenführung auszubauen
und einen Bundesliga-Rekord aufzustellen. Die Sachsen liegen auf Titelkurs –
auch wegen Timo Werner. Dem Nationalstürmer war es zu verdanken, dass
Leipzig das Spiel nach dem frühen Gegentor durch Marius Bülter (10.) drehte:
Gegen die Berliner erzielte Werner (51./83.) seine Saisontore 19 und 20 –
der 23 Jahre alte Angreifer ist in der Form seines Lebens.

Besonders sehenswert war sein Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich: Mit
einem wahren Kunstschuss in den Winkel versetzte Werner sein Team zum
Rückrundenauftakt In Verzückung, selbst der treffsichere Torjäger staunte
über sein spektakulären Schuss. „So ein Tor habe ich glaube noch nie
geschossen“, sagte Werner über seinen fulminanten Ausgleichstreffer beim 3:1
(0:1)-Sieg zum Rückrundenauftakt: „Was soll ich sagen? Der war optimal
getroffen. Dass er so reinfliegt, ist super. Es gab aber auch schon Zeiten,
da hätte ich ihn vielleicht aus dem Stadion geschossen.“

5) Einstand nach Maß: FC Bayern startet Rückrunde mit klarem Sieg

Eine Stunde brauchte der FC Bayern München, um endgültig in der Rückrunde
anzukommen. Thomas Müller versenkte nach Kopfballablage von Ivan Perisic
souverän zum 1:0 und eröffnete damit den Torreigen des Rekordmeisters. Hatte
zuvor Hertha BSC dem Rekordmeister das Leben enorm schwer gemacht, waren ab
diesem Moment die Lebensgeister der Gäste geweckt. Robert Lewandowski per
Strafstoß, Thiago mit seinem ersten Saisontor und Perisic machten den
souveränen 4:0-Auswärtssieg der Münchener perfekt. Ein Rückrundenauftakt
nach Maß für den FCB, der in der Verfolgerrolle Herbstmeister RB Leipzig die
Tabellenführung abspenstig machen möchte.

„Ich denke, dass wir auch in dieser Höhe verdient gewonnen haben. Ich bin
zufrieden, dass wir so einen Auftakt in die Rückrunde haben. 4:0 – das
schafft auch nicht jede Mannschaft in Berlin“, war auch Bayerns Coach Hansi
Flick zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Mit jetzt 50
Saisontoren stellt der Rekordmeister seinen Vereinsrekord nach 18 Spieltagen
ein, dies war den Münchenern letztmals 1976/77 gelungen. Damals konnten die
Bayern am Ende den Titel nicht bejubeln – das wollen Müller, Lewandowski &
Co diesmal anders gestalten. Das erste Spiel im neuen Jahr machte schon Lust
auf mehr!

Quelle: Bundesliga.de,

Top-Teams im Check: Von RB Leipzig bis Bayer 04 Leverkusen

Die Vorbereitungen auf die Rückrunde sind in vollem Gange. Die Vereine der
Bundesliga führen in ihren
Trainingslagern einige Testspiele durch und tätigen
noch den ein oder anderen Transfer. bundesliga.de macht den Check aller
Teams und blickt dabei unter anderem auf die Hinrunde zurück und verrät,
welche
Spieler für ihre Mannschaft besonders wichtig sein könnten.

RB Leipzig

RB Leipzig wirbelt durch die Bundesliga. Nach den ersten drei durchaus
erfolgreichen Jahren in der Bundesliga begann im Sommer der Umbruch bei den
Sachsen. Julian
Nagelsmann beerbte Ralf Ragnick als Cheftrainer und brachte seine eigene
Vision mit. Zum Jahreswechsel steht RB Leipzig auf dem ersten Tabellenplatz
und
ist ein Titelkandidat.

Topfakt: RB Leipzig wurde erstmals in der Bundesliga-Geschichte
Herbstmeister und stellt mit 48 Toren in der Hinrunde die beste Offensive
der Bundesliga.

Spieler im Fokus: Timo Werner

Timo Werner spielt für RB Leipzig bisher die Saison seiner (noch jungen)
Karriere. Satte 18 Tore schoss der Nationalspieler in der Hinrunde für die
Sachsen. Mit zusätzlich
sechs Torvorlagen kommt er außerdem auf 24 Torbeteiligungen und ist damit
als Bundesliga-Top-Scorer der Hinrunde maßgeblich an der Herbstmeisterschaft
seiner Elf beteiligt. Unter Trainer Julian Nagelsmann hat der 23-Jährige bei
RB Leipzig spielerisch und taktisch nochmals einen gewaltigen Schritt nach
vorne gemacht.

Rückrundenauftakt: Union Berlin (H), Eintracht Frankfurt (A), Borussia
Mönchengladbach (H)

Leipzig gewann die vergangenen vier Heimspiele in der Bundesliga und
erzielte dabei 18 Tore.

Borussia Mönchengladbach

Unbekümmert, frech und fröhlich:
Borussia Mönchengladbach spielt eine starke Saison. Marco Roses Taktik lässt
die Fans von alten Zeiten träumen, zudem trumpfen die Neuzugänge wie Marcus
Thuram und Breel Embolo
groß auf. Halten die „Fohlen“ ihre starke Form aus der Hinrunde, könnten sie
ein großer Konkurrent um die Meisterschaft werden. Zumal sie Spezialisten
für den Rückrundenstart sind: Sowohl 2018/19 als auch 2017/18 wurden die
ersten drei Partien gewonnen.

Topfakt: Borussia Mönchengladbach spielte die drittbeste Hinrunde der
Vereinsgeschichte: Nur 1969/70 und 1976/77 holte die Borussia umgerechnet
mehr Punkte
(jeweils 39) – in diesen beiden Jahren wurden die Fohlen jeweils Meister.

Spieler im Fokus: Marcus Thuram

Die Neuzugänge der Borussia haben in dieser Saison gehörig eingeschlagen:
Vor allem
Marcus Thuram
hat sich in den Vordergrund gespielt und zählt durch seine Leistungen zu den
Toptransfers im Sommer. Mit seinen fünf Vorlagen und damit insgesamt elf
Torbeteiligungen
ist der Franzose der Topscorer der Gladbacher und wird mit Sicherheit in der
Rückrunde weiter für Furore sorgen.

Rückrundenauftakt: FC Schalke 04 (A), 1. FSV Mainz 05 (H), RB Leipzig (A)

Die Borussia ist gegen den ersten Rückrundengegner Schalke seit 6
Bundesliga-Duellen ungeschlagen (drei Siege, drei Remis).

FC Bayern München

Trainerwechsel, Abschied von Uli Hoeneß, Robert Lewandowski ist nicht zu
stoppen und
Philippe Coutinho blüht langsam auf: Die Hinrunde war für den
FC Bayern München
alles andere als entspannt. Nachdem Hansi Flick das Team übernahm, fand der
Rekordmeister wieder zurück in die Spur und darf weiter um den Titel
kämpfen.
In den letzten vier Spielzeiten war der FC Bayern zudem immer das beste
Rückrunden-Team und holte immer zwischen 40 und 43 Punkten.

Topfakt: Obwohl die Bayern schon sieben Mal Punkte abgaben (drei Remis, vier
Niederlagen), liegen sie nur vier Punkte hinter Platz eins – letzte Saison
hatten die Münchner nach 17 Spieltagen sogar sechs Punkte Abstand auf den
BVB (und nach dem 20. Spieltag sogar sieben Punkte) und wurden dennoch
Meister.

Spieler im Fokus: Robert Lewandowski

Robert Lewandowski ist in dieser Saison das Maß aller Dinge und die
Lebensversicherung des FC Bayern. Mit 16 Toren aus den ersten elf Spielen
einer Saison stellte er einen 
neuen Bundesliga-Rekord auf. Inzwischen steht der Pole bei 19 Saison-Toren
und ist absolut im Rennen, wenn es darum geht, den 
historischen Bestwert in einer Spielzeit von Gerd Müller (40 Toren) aus der
Saison 1971/72 zu egalisieren. In der Rückrunde wird Lewandowski mit
Sicherheit weitere Tore liefern. Klappt es auch mit dem Rekord?

Rückrundenauftakt: Hertha BSC (A), FC Schalke 04 (H), 1. FSV Mainz 05 (A)

Die letzten vier Rückrundenauftakt-Duelle entschieden die Münchener für
sich.

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund hat von Anfang an Klartext geredet: Das Ziel ist die
Meisterschaft. Mit Neuzugängen wie
Thorgan Hazard,
Julian Brandt und Rückkehrer
Mats Hummels startete das Team von Lucien Favre meisterlich in die Saison,
musste aber auch öfter Ausrutscher verkraften. Geschlossen als Team will der
BVB bestärkt
in die Rückrunde gehen. Die Dortmunder kassierten vor 16 Jahren letztmals
eine Niederlage im ersten Bundesliga-Spiel eines Kalenderjahres – 2004 gab
es
ein 0:1 gegen den FC Schalke.

Topfakt: Dortmund ist eines der spielstärksten Teams: 38 der 41 Saisontore
in der Bundesliga fielen aus dem laufenden Spiel heraus (ligaweit die
meisten).

Spieler im Fokus: Erling Haaland

Mit
Erling Haaland hat Borussia Dortmund einen Coup auf dem Transfermarkt
gelandet. Der 19-Jährige startete im vergangenen Sommer durch und war von
vielen Top-Clubs umworben.
Neben seiner starken Ballbehandlung und seinem Gespür für die Räume, passt
der Norweger perfekt in das Anforderungsprofil des BVB. Die Bundesliga ist
gespannt,
wie Haaland einschlagen wird und ob er den BVB sogar weiter im Titelrennen
halten kann.

Rückrundenauftakt: FC Augsburg (A), 1. FC Köln (H), 1. FC Union Berlin (H)

Dortmund verlor nur zwei von 17 Bundesliga-Duellen gegen den FCA.

FC Schalke 04

Nach der schwachen Saison 2018/19 kam im Sommer mit dem neuen Trainer David
Wagner der Umschwung beim
FC Schalke 04.
Die Königsblauen fanden zu ihrer alten Stärke zurück und bezwangen unter
anderem den Herbstmeister RB Leipzig. In der Rückrunde spielt Schalke um die
internationalen
Plätze mit. Schalke verlor in dieser Bundesliga-Saison nur das erste
Heimspiel gegen die Bayern (0:3), ist seitdem zu Hause acht Partien
ungeschlagen (vier
Siege, vier Remis). Die Königsblauen holten zu Hause schon einen Punkt mehr
(16) als in der kompletten vergangenen Spielzeit (15)

Topfakt: Schalke verbesserte sich von 18 Punkten in der Hinrunde 2018/19 auf
nun 30 Punkte – das Plus von 12 Punkten ist die größte Verbesserung aller
Vereine.

Spieler im Fokus: Amine Harit

Sechs Tore, vier Vorlagen und eine Vertragsverlängerung bis 2024: Die
Hinrunde hätte für
Amine Harit nicht besser laufen können. In seinem dritten Jahr bei den
Königsblauen scheint der Offensivspieler endgültig seinen Platz in der
Schalker Mannschaft
gefunden zu haben – und geht nun als einer der Leistungsträger in der
Mannschaft von David Wagner voran. Der Cheftrainer schenkte dem 22-Jährigen
sein
Vertrauen und hat großen Anteil an dessen Topform. Wenn Harit weiterhin mit
gutem Beispiel voran geht, könnte für Schalke ein Platz in den Fünf drin
sein.

Rückrundenauftakt: Borussia Mönchengladbach (H), FC Bayern München (A),
Hertha BSC (A)

Schalke verlor von den letzten 23 Bundesliga-Heimspielen gegen
Mönchengladbach nur zwei: am 27. April 2014 mit 0:1 und das letzte am 2.
Februar 2019 mit
0:2.

Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusens Hinrunde glich einer Achterbahnfahrt: Auf zwei Siege in
Folge folgten immer wieder Unentschieden und Niederlagen. Dennoch schlug die
Werkself Mannschaften
wie den FC Bayern oder Schalke 04 und hat weiterhin das Potenzial ganz oben
mitzuspielen. In der Auswärtstabelle ist Bayer bereits auf einem
„Champions-League-Platz“
(Zweiter hinter RB Leipzig) zu finden, in der Hinrunde sammelte die Werkself
in der Fremde 15 Zähler, damit mehr als zu Hause (13) und das obwohl man
auswärts
nur acht Mal antrat.

Topfakt: Der Rückstand auf einen Champions-League-Rang beträgt nur zwei
Punkte. Vor einem Jahr lag Leverkusen vor dem Rückrundenstart sieben Punkte
hinter
dem 4. Platz, auf dem man am Ende landete.

Spieler im Fokus: Kai Havertz

Nach einer überragenden Saison 2018/19 ist für Youngster
Kai Havertz in dieser Saison noch Luft nach oben. Der erst 20 Jahre alte
Mittelfeldspieler kommt in 14 Einsätzen auf zwei Tore und eine Vorlage.
Sollte der Nationalspieler
wieder zurück zur Topform finden, könnte er die Werkself zu vielen weiteren
Erfolgen führen.

Rückrundenauftakt: SC Paderborn 07 (A), Fortuna Düsseldorf (H), TSG
Hoffenheim (A)

Peter Bosz und Steffen Baumgart waren in der Rückrunde 1997/98 Team-Kollegen
bei Hansa Rostock (Platz 6).

Quelle: Bundesliga.de,

Kahn legt los: Neuer Bayern-Vorstand äußert sich zu Nübel

Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat als neues Vorstandsmitglied des FC
Bayern München die Verpflichtung von Torwart Alexander Nübel vom FC Schalke
04 verteidigt.

„Das war eine sehr kluge und strategische Entscheidung“, sagte Kahn am
Dienstag in München. Der 23 Jahre alte U21-Nationaltorwart sei ein großes
Talent, das der deutsche Rekordmeister zudem ablösefrei verpflichten konnte.

„Alexander Nübel muss seinen eigenen Weg gehen. Er sieht sich in einigen
Jahren als absolute Nummer eins. Er ist aber auch bereit, von einem
Welttorhüter wie Manuel Neuer zu lernen. Es ist ein sehr mutiger Schritt,
aber seinen Weg gilt es zu akzeptieren“, sagte Kahn.

Der designierte Nachfolger von Neuer sei bereit, „sich hinten anzustellen“
und zu lernen von dem zehn Jahre älteren Neuer. „Im Moment spielt das Thema
noch keine Rolle“, sagte Kahn. Nübel komme erst im Sommer. Aktuell stehe nur
eine erfolgreiche Rückrunde im Fokus. „Für Bayern München kann das Ziel
immer nur die Spitze, die Nummer eins sein“, sagte der langjährige Kapitän.

Kahn will „die Erfolgsgeschichte fortschreiben“
In der Aufgabe als designierter Vorstandschef des FC Bayern München sieht
der neue starke Mann eine „besondere Herausforderung“ nach seiner
Vergangenheit als Profi beim deutschen Rekordmeister.

„Heute beginnt es mit 100 Prozent Bayern München“, sagte der
Ex-Nationaltorhüter. Sein Ziel sei es, „die Erfolgsgeschichte des Vereins
fortzuschreiben. Das ist schon ziemlich reizvoll, und vielleicht noch eine
Schippe draufzulegen“, sagte das neue Vorstandsmitglied. „Das entspricht mir
selbst und meinem Charakter.“

Kahn spielte als Torwart und Kapitän von 1994 bis 2008 für den
Rekordmeister. „14 Jahre für den FC Bayern München waren eine extrem lange
Zeit mit sehr vielen Emotionen. Die DNA steckt so tief in einem drin, dass
man diesen Verein nie verlassen kann“, sagte Kahn. Er soll Ende 2021
Karl-Heinz Rummenigge an der Spitze des Vorstandes ablösen.

Rummenigge fehlte bei der Vorstellung kurzfristig wegen einer Erkrankung.
Präsident Herbert Hainer sagte, dass Kahn das „erstellte Profil“ für den
Führungsjob ideal erfülle.

Er vereine die drei zentrale Kriterien auf sich, „absolute Fußballkompetenz,
das Bayern-Gen und wirtschaftliche Kompetenz“, sagte der Nachfolger von Uli
Hoeneß. „Oliver Kahn ist der richtige Mann für diesen Job!“

Quelle: Sport.de

VAR-Revolution: Regelhüter beschließen Neuausrichtung

Die Fußball-Regelhüter des IFAB wollen eine Neu-Ausrichtung des
Videobeweises bei hauchdünnen Abseits-Entscheidungen. Ob das die Gemüter in
der hitzigen Debatte beruhigt, erscheint fraglich.

Jürgen Klopp hatte gemeckert, Pep Guardiola war stocksauer, die betroffenen
Profis fielen vom Glauben ab – doch im neuen Jahr soll beim Videobeweis
alles besser werden. Der Aufschrei der Stars aus der englischen Premier
League hat für eine Neu-Ausrichtung gesorgt, die in der Fußball-Bundesliga
kaum noch jemand für möglich gehalten hat. Laut der Regelhüter des
International Football Association Boards (IFAB) muss der Kölner Keller bei
hauchdünnen Abseits-Entscheidungen künftig schweigen.

„Beim Videobeweis gehen einige Dinge in eine Richtung, die wir wohl neu
justieren müssen“, sagte IFAB-Generalsekretär Lukas Brud mit Blick auf die
jährliche Zusammenkunft des Gremiums am 29. Februar in Nordirland der „BBC“:
„Wenn man mehrere Minuten braucht, um herauszufinden, ob es Abseits war oder
nicht, dann ist das Ganze nicht eindeutig und offensichtlich – dann sollte
die ursprüngliche Entscheidung Bestand haben.“

Viele Aktive sprechen sich gegen Videobeweis aus
Zentimeter-Entscheidungen bei Abseits-Situationen, die selbst durch den
Einsatz der kalibrierten Linien nicht immer zweifelsfrei aufzuklären waren,
hatten während der Hinrunde der laufenden Bundesliga-Saison immer wieder für
heftige Diskussionen gesorgt. Kurioses „Opfer“ war dabei besonders
Ex-Nationalspieler Mario Gomez. Dem Stuttgarter waren binnen drei Spielen
fünf (!) Treffer aberkannt worden. Frustriert sprach Gomez von einem
„Wahnsinn“. Er sei sogar froh, „nicht mehr fünf Jahre“ zu spielen.

Dass das Rad zurückgedreht werden würde, hatte dennoch kaum jemand für
möglichen gehalten. „Ich sehne mich nach der Zeit vor dem Videobeweis“,
hatte Sportgeschäftsführer Rudi Völler von Bayer Leverkusen nach dem letzten
Spieltag vor Weihnachten gesagt: „Aber es ist wie bei vielen Dingen: Wenn
man sie mal hat, kriegt man sie nicht mehr los.“

„In der Theorie ist ein Millimeter Abseits zwar Abseits, aber …“
Abschaffen will Brud den Videobeweis zwar nicht, aber das Eingreifen des
Video-Assistenten bei minimalen Abseitsstellungen soll es nicht mehr geben.
Anlass für die IFAB-Überlegungen waren gleich fünf Entscheidungen an einem
Spieltag der Premier League kurz vor dem Jahreswechsel, die die Gemüter auf
der Insel erhitzt hatten.

„In der Theorie ist ein Millimeter Abseits zwar Abseits“, erklärte Brud:
„Aber wenn die Entscheidung auf dem Platz getroffen wurde, dass ein Spieler
nicht im Abseits war – und der Video-Assistent braucht fünf bis zwölf
Kamera-Einstellungen, um etwas anderes zu beweisen, dann sollte die
getroffene Entscheidung nicht geändert werden.“

„Beobachten Entwicklungen, die nicht so sind wie sie sein sollten“
Damit legt Brud den Video-Assistenten ans Herz, nicht ganz genau hinzusehen.
Diese Herangehensweise ist den Schiedsrichtern allerdings nicht unbedingt
auf den Leib geschrieben. Zudem beinhaltet der Ansatz die Probleme des
Ermessensspielraums und der Auslegung, die schon beim Handspiel für eine
Debatte nach der anderen sorgen.

Dennoch wird das Motto „weniger ist mehr“ von Brud präferiert. „Das Problem
ist, dass die Leute versuchen, zu gründlich zu sein. Aber wir wollen keine
‚besseren Entscheidungen‘, wir wollen ’nur‘ die klaren und offensichtlichen
Fehler ausmerzen“, äußerte der Funktionär: „Das müssen wir deutlich
klarstellen. Wir werden allen Wettbewerben, bei denen der Videobeweis zum
Einsatz kommt, in den kommenden Wochen Updates schicken – denn wir
beobachten einige Entwicklungen, die nicht so sind wie sie sein sollten.“

Quelle: Sport.de

„Weltklasse!“: FC Bayern feiert Magier Coutinho

Der Spieltrieb von Philippe Coutinho war nach seinem Drei-Tore-Urknall im Trikot des FC Bayern noch lange nicht gestillt.

Den Ball, den er nach dem Münchner Tor-Feuerwerk beim 6:1 gegen eine erst wehrhafte und später völlig einbrechende Bremer Mannschaft mit nach Hause nehmen
durfte, tippte der kleine Brasilianer auf dem Weg durch die Katakomben der Allianz Arena immer wieder mit der rechten Hand auf den Boden.

Nach dem Schlusspfiff hatte er mit Töchterchen Maria auf dem Rasen noch ein wenig Fußball gespielt, gemeinsam mit dem Spanier Thiago, seinem besten Kumpel
im Münchner Team. „Das war sein Spiel – überragend“, kommentierte Torjäger Robert Lewandowski, der immerhin auch zweimal getroffen hatte.

Fast vier Monate hat es gedauert, bis der für 8,5 Millionen Euro vom FC Barcelona ausgeliehene Fußball-Magier Coutinho die Bayern-Fans so verzücken konnte,
wie es im roten Trikot mit der „10“ bis zum Sommer fast ein Jahrzehnt lang Arjen Robben so häufig getan hatte.

Coutinhos finaler Kunstschuss zum Endstand erinnerte dabei an den legendären Robben-Move. Nach einem kurzen Haken zirkelte Coutinho den Ball mit dem rechten
Fuß passgenau in den rechten Torwinkel. Es war die spiegelverkehrte Ausführung eines typischen Robben-Treffers.

„Ich gebe immer mein Bestes. Ich will immer so gut wie möglich sein. Heute konnte ich drei Tore schießen, weil das Team sehr stark gespielt hat“, sagte
Coutinho bescheiden. Die Wahrheit war eher, dass die Bayern das 0:1 durch Milot Rashica (24. Minute) nur deswegen mit sechs Toren beantworten konnten,
weil Coutinho so stark spielte.

Ein Abstauber-Tor, ein technisch brillanter Heber, der Kunstschuss à la Robben und als Zugabe zwei feine Torvorlagen für Lewandowski und Thomas Müller
– Coutinho trumpfte im 20. Pflichtspiel für den Rekordmeister ganz groß auf. „Ich freue mich unheimlich für ihn, dass der Knoten geplatzt ist“, sagte Sportdirektor
Hasan Salihamidzic. Erstmals war der Brasilianer bei einem Spiel im europäischen Fußball an fünf Toren direkt beteiligt. „Weltklasse!“, schwärmte David
Alaba.

„Klar, wenn man spielt, ist man immer glücklicher, als wenn man nicht spielt“, sagte Coutinho. Anfangs schien der Zauberfuß einer der Verlierer des Trainerwechsels
zu sein. Doch der empathische Flick kümmerte sich um den sensiblen Südamerikaner. „Es ist nicht immer ganz so einfach, in Deutschland Fuß zu fallen“, sagte
der Trainer noch am Tag vor Coutinhos Zaubershow zur langen Anpassungsphase.

Coutinho beim FC Bayern endlich angekommen: „Genau das erwarten wir“

Flick umarmte seinen „Spieler des Tages“ nach der Auswechslung am Spielfeldrand und tätschelte ihn: „Das hat jedem, der im Stadion war, Spaß gemacht. Die
Mannschaft hat sich für ihn von Herzen gefreut, dass er so eine Leistung abgeliefert hat: Drei Tore geschossen, zwei vorbereitet – das war einfach klasse“,
kommentierte Flick.

„Wir brauchen so einen Spieler. Er hat gezeigt, wie gut er ist und welch großes Potenzial er hat“, sagte Lewandowski über Coutinho. Schon beim 3:1 gegen
Tottenham unter der Woche war dieser als Torschütze und Antreiber ein Aktivposten gewesen. „Genau das erwarten wir“, sagte Salihamidzic.

Zwangsläufig kamen am Samstag Fragen nach einer festen Verpflichtung Coutinhos für 120 Millionen Euro am Saisonende auf. „Wir wissen nicht, was passieren
wird“, antwortete der 27-Jährige: „Es ist nicht an der Zeit dafür. Es ist an der Zeit, bereit zu sein für die Spiele und mein Bestes zu geben.“

Kurzfristig steht nicht Coutinhos Zukunft auf der Agenda der Bayern-Bosse, sondern nur die des Trainers. Der Aufschwung von Coutinho und die gestoppte
Ergebniskrise in der Liga sind dabei starke Argumente für eine Verlängerung mit Flick mindestens bis zum Saisonende. Alaba warb quasi als Sprecher der
Mannschaft dafür. „Wir fühlen uns sehr wohl. Man kann seine Philosophie in unserem Spiel sehr gut erkennen“, äußerte sich der Österreicher offensiv zu
Flick.

„Klar, die Spieler können sich das wünschen, aber am Ende haben wir das letzte Wort“, reagierte Salihamidzic. Der Verein halte am Zeitplan fest, sich nach
dem letzten Hinrundenspiel gegen den VfL Wolfsburg mit Flick zu besprechen. „Natürlich schauen wir uns ganz genau an, wie wir arbeiten, wie der Trainer
arbeitet, wie die Spieler darauf anspringen“, sagte der Sportdirektor.

Alles spricht für Flick, erst recht wenn sich in dieser Woche in Freiburg und gegen Wolfsburg der Weihnachtswunsch der Bosse erfüllen sollte. „Jetzt wollen
wir einfach die letzten zwei Spiele gewinnen“, verkündete Salihamidzic.

Quelle: Sport.de

Herbe Klatsche: Sky verliert die Champions League

von Manuel Weis

Jubel bei DAZN: Der Streaming-Dienst wird ab Sommer 2021 mehr deutsche Spiele als bisher zeigen. Der Dienst setzte sich in einer Bieterrunde gegen Platzhirsch Sky durch. Fußballbeben in Deutschland: Sky, seit weit über 20 Jahren ohne Pause Übertragungspartner der UEFA in der Champions League, wird ab Sommer 2021 ohne die Königsklasse auskommen müssen. Nachdem schon am Dienstag bekannt wurde, dass sich Amazon das so genannte Paket A1 mit dem jeweils besten Spiel am Dienstag gesichert hat, setzte sich Streaming-Dienst DAZN in dieser Woche in einer dritten Bieterrunde gegen Sky durch. DAZN erwarb das Paket A2 mit dem besten Spiel am Mittwoch sowie das Paket B, das alle weiteren Spiele (in der Vorrunde unter anderem die zwei weiteren deutschen Partien) beinhaltet. Während DAZN und Amazon also jubeln und ihr Ziel bei der Ausschreibung mehr als erfüllt haben, könnte die Stimmung bei Sky wohl schlechter kaum sein. Der Pay-TV-Anbieter hat also auf Sicht keinen Zugang mehr zur glanzvollen Champions League – und verliert somit das wertvollste Recht aus seinem Sportpaket. Der Sender könnte somit vor der in wenigen Monaten startenden Bundesliga-Rechteausschreibung nicht mehr unter Druck stehen. (Noch)-CEO Carsten Schmidt erklärte am Donnerstagvormittag: „Bis zum letzten Moment des Prozesses haben wir uns intensiv um die Verlängerung der Champions-League-Rechte über den Sommer 2021 hinaus bemüht. Wir haben eine ökonomisch klare und verantwortungsbewusste Sicht auf den Wert von Sportrechten. Auch im Sinne unserer Kunden waren wir aber nicht bereit, über den hohen Wert, den wir diesem Recht beimessen, hinaus zu gehen.“ Für Sky, das inzwischen nicht mehr zu Murdochs News Corp/FOX-Konzern gehört, sondern zu Comcast, ist es die zweite bittere Sportrechtepleite binnen weniger Wochen. Auch in Großbritannien hatte sich die Firma um Rechte an der Champions League bemüht, musste aber dort dem Telekommunikationsriesen BT den Vortritt lassen. Teil des neuen Champions-League-Deals in Deutschland ist auch, dass das ZDF wieder als direkter UEFA-Partner agiert. Der öffentlich-rechtliche Sender hat sich nicht nur Zugang zu den Highlights der Partien gesichert, sondern auch das als eigenes und nur für das Free-TV erwerbbares Paket mit dem Finalspiel. Mittwoch soll es in CL-Wochen künftig am späten Abend eine Königsklassen-Ausgabe des «aktuellen Sportstudios» geben. Zurück zu Sky: Die Amtszeit des neuen CEO Devesh Raj (ab Januar) beginnt somit gleich mit größeren Problemen. Er wird die Frage beantworten müssen, ob der kolportierte rigide Sparkurs wirklich fortsetzbar ist oder ob dann immer weitere wichtige Sportrechte in Gefahr sind. Andererseits geht es auch um die Frage, ob es wirklich klappt, die Relevanz und Bedeutung von fiktionalen Inhalten, also eigenproduzierten Serien, zu erhöhen. Und es bleibt die Frage, wie Sky jetzt mit weiteren UEFA-Fußballrechten, etwa der Europa League, die man bis 2018 im Programm hatte, umgeht. Hier sind die Rechte für die Zeit ab 2021 noch nicht vergeben. Bei DAZN könnte der Jubel derweil nicht größer sein. Der Streaming-Dienst wird durch die erworbenen Rechte ab Sommer 2021 für drei Spielzeiten seine „GoalZone“ auch in der Königsklasse anbieten können.

Aktuelle Sportrechte Sky Deutschland

– Tennis: ATP (bis 2023), Wimbledon (bis 2022)

– Fußball: Bundesliga (bis 2021), Champions League (bis 2021), DFB-Pokal (bis 2022), Premier League (bis 2022)

– Handball (bis 2023)

– Wrestling (Laufzeit unklar)

– Golf: The Open, Ryder Cup, PGA (Laufzeit unklar)

– Formel 1 (bis Ende 2020)

Quelle: http://www.quotenmeter.de/n/114345/herbe-klatsche-sky-verliert-die-champions-league