Tier- und Freizeitpark Stukenbrock

Wer kennt von Euch den super Freizeitpark in Stukenbrock, auch Safari-Park genanmt? Der ist wirklich toll und ich möchte Euch ein bisschen darüber berichten, was es dort so gibt.

Zunächst: Nehmt Euren Schwerbehindertenausweis mit. Alle Schwerbehinderten, zu denen wir Blinden und Sehbehinderten natürlich auch gehören, können den Freizeitpark kostenlos besuchen und müssen nur für die Begleitperson bezahlen. Es hat durchaus Vorteile, wenn eine Begleitperson dabei ist, weil diese zu den vielen Sachen, die es da zu hören bzw. zu sehen gibt, einfach noch mehr sagen kann, was man als Blinder beispielsweise vielleicht gar nicht wahrnehmen kann.

Das Besondere an Stukenbrock ist, dass Du zum einen Achterbahn und sowas fahren kannst, es zum anderen aber auch Tiere wie einen weißen Tiger, Löwen oder Zebras gibt – daherauch der Name Safari-Park. Da könnt Ihr dann durch das Gelände fahren und Euch die ganzen Tiere anschauen. Das macht einen Riesenspaß und ist jedes Mal aufs Neue spannend. Manchmal sieht man kaum Tiere und dann beim nächsten Mal ganz viele und man bekommt auch immer unterschiedliche Phasen und Tätigkeiten der Tiere mit.

An Fahrgeschäften gibt es eine Achterbahn, die mit zwei Loopings wirklich nicht zu unterschätzen ist – kurz, aber schnell und actionreich. Aber nicht nur eine Achterbahn gibt es dort. es gibt auch eine große Giraffe (und ich rede jetzt nicht von einem Tier). Diese Giraffe ist eine Bahn, in der viele Stühle in einem Kreis befestigt sind und die werden 30 Meter in die Höhe gefahren. Man sitzt da so zehn Minuten drin und hat tolle Musik, spürt schön die Luft und kann den ganzen Freizeitpark überblicken – aber achtung: Dann geht die Musik aus und Ihr stürzt ab! Naja, nicht ganz, kurz vor dem Boden werdet Ihr abgebremst. Aber man rechnet absolut nicht damit und deshalb ist auch das nichts für schwache Nerven.

Nicht zuletzt gibt es auch Shows. Ich glaube, ich habe bislang einmal eine Wild West Show mit einem Cowboy mitgemacht und das war auch echt klasse.

Ich war schon sehr oft in diesem Freizeitpark, der wirklich sehr viel Spaß macht und für Jung und Alt geeignet ist. Mein Neffe will jedes Jahr auf jeden Fall einmal hinfahren. Besonders haben es ihm übrigens die Teetassen angetan: Die sehen aus wie große Teetassen, in die man sich reinsetzen kann und die werden dann in so einer Bahn gedreht und man kann da drin rumfahren.

Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Lippe im Blindenverein Nordrhein-Westfalen

Klein, aber fein war die Weihnachtsfeier des neu gegründeten Ortsverbands Lippe des Nordrhein-Westfälischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes.
Nach ein paar Grußworten durch den Vorsitzenden des Ortsverbands wurden einige Lieder gesungen. Im weiteren Verlauf hörten wir die Weihnachtswünsche der Vorsitzenden des Nordrhein-Westfälischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, verschiedene Weihnachtsgeschichten und Musik und saßen in gemütlicher Runde beisammen.
Es war eine sehr schöne Gruppe und ein abwechslungsreiches Programm. Das Feedback der Mitglieder war sehr positiv, weshalb wir uns auch nächstes Jahr über eine solche Feier freuen würden.

Von A nach B

Wer kennt es nicht: Man möchte zu einer tollen Veranstaltung fahren und sie ist weiter weg. Was macht man da? Man versucht hinzukommen, entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto. Aber wie mache ich es? Auto geht ja zum Beispiel nur mit einem Bekannten oder mit der Familie. Ich möchte mal ein bisschen von meinen Aktivitäten erzählen.

Als Blinder muss man sich immer schon einen Abend vorher Gedanken machen, wie man irgendwo hinkommt, ob man mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt oder einen Verwandten oder Freund, der einen Führerschein hat, frat, ob der einen dahin fahren könnte. Wenn man noch Geschwister oder gute Bekannte oder Freunde hat, die sehen önnen, kann man ja nachfragen, ob jemand Lust hat mitzukommen, das macht z. B. beim Einkaufen je nach dem Sinn oder auch wenn man z. B. auf ein Konzert oder in einen Freizeitpark gehen möchte.

Aber manchmal hat auch niemand Lust darauf oder man selbst möchte einfach allein unterwegs sein und nicht immer jemanden fragen. Ich fahre auch gerne alleine, wenn ich was brauche, z. B. an technischen Sachen, sagen wir einen USB-Stick oder eine Festplatte, zum Media Markt oder Saturn. Ich könnte meinen Bruder, eine Schwester oder meinen Vater fragen oder auch meinen Schwager, die haben alle einen Führerschein. Ich finde das aber immer blöd, deshalb fahre ich selber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich kann ja, wenn ich etwas im Laden nicht finde, auch einen Verkäufer oder andere Kunden um Hilfe bitten. Außerdem ist es ja günstig mit dem ÖPNV, denn als Sehbehinderte bzw. allgemein als Schwerbehinderte haben wir ja mit dem Schwerbehindertenausweis das Privileg, kostenlos mit allen Bussen, Straßenbahnen, S-Bahnen, Regionalzügen und manchmal sogar Schiffen oder Bergbahnen zu fahren.

So viel zum Allgemeinen. Jetzt werden wir mal konkret. Ich setze mich sonst immer in den Zug nach Hameln, da brauche ich 20 Minuten zum Media Markt. Zum Saturn sind es 45 Minuten, also länger als zum Media Markt, aber ich muss sagen, ich fahre lieber zum Saturn – und zwar nicht, weil ich den Media Markt an sich weniger mag.

Wie eben gesagt, würde ich es zum Media Markt nach Hameln in 20 Minuten schaffen. Wenn ich aber von Lügde Bahnhof bis Hameln Hauptbahnhof gefahren bin, muss ich dort aussteigen und zum Busbahnhof gehen und jetzt ist der nicht nur unübersichtlich, wie es an Busbahnhöfen häufig ist, sondern ich müsste immer 25 Minuten warten, bis der Bus kommt und auch sehr konsequent die Fahrer fragen, was für ein Bus denn da steht, weil da sehr viele Buslinien fahren und die manchmal halten, wo gerade Platz ist (sicher ist da ein System, aber es fühlt sich manchmal so an). Wenn ich mit dem Bus gefahren bin, gibt es gleich die nächste Schwierigkeit, nämlich eine große Kreuzung mit einer Insel in der Mitte und es gibt da zwar eine Ampel, aber die hat kein Blindensignal, man muss immer mit Querverkehr und Parallelverkehr arbeiten und hoffen, dass man die Grünphase richtig hört. Ich mache das immer noch mit meinem Sehrest, der reicht dafür zum Glück noch aus, aber mir ist das trotzdem mit der Zeit zu gefährlich geworden, weil ich vielleicht doch mal was übersehe und dann auch nicht alles auf einmal überblicken kann.

Darum habe ich eine einfache Möglichkeit für mich gefunden, ich fahre immer jetzt nach Paderborn zum Saturn und gehe da einkaufen, das ist vom Weg her wesentlich einfacher für mich. Hier steht der Bus, den ich brauche, häufig schon da, wenn ich mit dem Zug am Bahnhof ankomme, und meistens steht er auch immer an der gleichen Stelle. Wenn ich ausgestiegen bin, muss ich nur wenige Schritte die Straße lang und bin schon beim Eingang vom Saturn. Abgesehen vom einfacheren Weg wohnt in Paderborn auch meine Schwester und wir können uns noch zum Kaffeetrinken o. Ä. treffen.

Ich bin auch schon alleine geflogen. Der Flughafen in Hannover ist sehr barrierefrei. Wenn ich da vorher anrufe oder mir im Reisebüro eine Reise buche, kann ich bequem mit dem Zug bis zum Flughafen fahren und werde gleich von jemanden vom Flughafen abgeholt, der mich zum Flugzeug bringt und auch bei den Kontrollen unterstützt. Am Zielflughafen kann man sich dann auch wieder eine Begleitung organisieren, die einem dann beim Aus- oder Umstieg hilft. Und: Man kann auch mit dem Blindenhund fliegen, da sollte man sich natürlich vorher informieren, aber das ist auch möglich.

Das Wichtigste ist immer, dass man sich traut. Ich habe im obigen Media Markt-Saturn-Beispiel gezeigt, dass manches besser funktioniert al;s anderes und es durchaus noch Barrieren gibt. Das Fliegen zeigt aber auch, wie viel möglich ist. Wir können zwar nicht sehen, aber haben doch trotzdem Lust, unabhängig unterwegs zu sein und je nach dem auch die Welt zu entdecken – und das sollten wir uns nicht nehmen lassen.

Reisen als Sehbehinderter – ein Erfahrungsbericht

Wer kennt das nicht: Man muss auf ein Seminar oder möchte einfach zu einem Konzert? Ein Sehender würde jetzt mal kurz vorher gucken, welche Bahn denn kommt und schaut während der Bahnfahrt auf Google Maps nach dem Fußweg. Wenn man blind oder sehbehindert ist, ist man dahingehend nicht so flexibel. Natürlich kann man einfach drauflos fahren und hoffen, dass an der Bushaltestelle jemand steht, der einem den Weg zu seinem Ziel erklärt, aber wer nicht so risikofreudig ist, muss sich einer gewissen Vorbereitung bedienen.

Ich muss zu einem Seminar von der Pro Retina in eine Stadt, in der ich mich absolut nicht auskenne. Zuerst muss ich mir meine Verbindung heraussuchen. Dafür benutze ich die App „DB-Navigator“ – übrigens eine App, die auch von Sehenden gerne genutzt wird. Erste Frage.: Muss ich umsteigen? Wenn ja, wo? Sollte ich eine Umstiegshilfe, z. B. den DB-Service oder die Bahnhofsmission, zur Unterstützung hinzuziehen?

In meinem Fall waren zumindest diese Aspekte unrelevant, ich musste nämlich nicht umsteigen. Und so habe ich mich am Seminartag mit meinem Rucksack auf den Bahnsteig begeben (man kann natürlich auch mit Koffer reisen, allerdings würde ich das nicht empfehlen, weil man dann mit Blindenstock und so weiter in der Regel keine Hände mehr frei hat. Außerdem ist man auch bei den Treppen im Bahnhof und in den engen Gängen im Zug nicht so mobil).

Schließlich fuhr der Zug ein. Aber wo war die Tür? Zum Glück habe ich noch einen Sehrest und konnte die Tür noch erkennen. Aber was hätte ein Blinder in dieser Situation gemacht? Er hätte entweder am Zug entlanglaufen und mit dem Stock dagegenklopfen müssen, bis er die Tür findet (die Tür klingt dumpfer als die übliche Zugwand) oder – das wäre effektiver – es wäre jemand am Bahnsteig, der hilfsbereit ist. Bei meiner Fahrt bemerkte der Schaffner meinen Stock und kam mir prompt zu Hilfe.

Nächste Herausforderung: Sitzplatz suchen. Dafür bin ich einfach von Sitz zu Sitz
gegangen und habe gefragt, ob da noch Platz ist. Meistens (nicht immer…) kommt auch eine Antwort, und viele Menschen sind sehr hilfsbereit, zeigen mir einen freien Platz oder stehen selbst auf.

In Paderborn angekommen, habe ich mich am Bahnhof bis zum Taxistand durchgefragt. An größeren Bahnhöfen wie hier gibt es viele Varianten, um sich als blinde Person zu behelfen, und häufig kommt man an solchen Orten theoretisch sogar ohne angemeldete Umstiegshilfe zurecht, weil man genug Passanten findet. Auch in meinem Fall war es ein Passant, der mich zum Taxistand führte.

Das Taxi ist eine kostspielige, aber für Blinde je nach dem eine gute Sache. Eine Taxifahrt muss man nicht groß vorbereiten und die meisten Taxifahrer, die ich bislang kennengelernt habe, waren sehr aufgeschlossen gegenüber meiner Sehbehinderung. Dieser hat mich beim Hotel sogar noch bis zum Infopunkt gebracht – wo ich ohne Taxi sicher nicht so schnell und unkompliziert angekommen wäre.

Am Infopunkt habe ich mich vorgestellt und gefragt, ob ich gemeldet bin. Man hat mich auch gleich in der Teilnehmerliste gefunden und mir einen Zettel zum Ausfüllen gegeben. Einmal mehr bekam ich Dank guter Kommunikation beim Lesen und Schreiben Unterstützung und wurde danach zu meinem Zimmer geführt. Man zeigte mir sogar in meinem Zimmer die wichtigsten Dinge und gab mir einen guten Eindruck von meiner Umgebung, sodass mir das Zurechtfinden sehr leicht fiel.

Kommunikation ist das A und O beim Reisen, wie in vielen Bereichen des Alltags. Etwas Mut und Organisationsgeschick gehören sicher auch dazu. Aber das Gefühl, unabhängig und frei zu sein, ist sehr schön und macht einen irgendwie auch stolz. Dennoch habe ich mich nach dem Seminar von meinem Vater abholen lassen – manchmal darf man es sich ja auch mal einfach machen.

Ein Tag auf der Bundesgartenschau in Heilbronn |

Kerstin Peters
Am Montag, den 26. August 2019, fuhr ich auf die Bundesgartenschau nach Heilbronn. Einfach so, ganz alleine. Was? Blind alleine? Na klar! Die wenigsten, die diese bekannte Sehenswürdigkeit besuchen, wissen von den hervorragenden Unterstützungsprogrammen des Deutschen Blinden-und Sehbehindertenverbands Württemberg. Hier bieten sich ehrenamtliche als Begleitpersonen an und geben Menschen mit Blindheit oder hochgradige Sehbehinderungen dadurch die Möglichkeit, einen Ausflug zu machen, ohne sich vorher im privaten Umfld nach einer sehenden Begleitung umsehen zu müssen.
Die Buchung ist denkbar einfach: anrufen, sagen, wann man kommen möchte und abwarten. Wenn man sich natürlich zu kurzfristig meldet, ist möglicherweise nicht mehr genug Zeit vorhanden, um eine Begleitperson zu finden, eine Woche im Voraus ist hier ein guter Wert, doch zumindest in meinem Fall war das alles völlig unkompliziert – und dann ging es los …
Als ich an der Haltestelle Neckar Turm in Heilbronn ankam, wurde ich bereits von meiner Begleitperson erwartet. Auf dem Weg zum Eingang wurde mir allerlei Wissenswertes über die Stadt mit der Experimenter, seiner Industrie und seinen sozialen Strukturen erzählt, gleichzeitig lag aber auch ein großes Augenmerk darauf, sich gegenseitig zu „beschnuppern“.
Das Gelände der Bundesgartenschau ist riesig, weshalb man da auf jeden Fall Prioritäten setzen muss und sich vorab im Internet einen Überblick über die Angebote verschaffen sollte. Wie gut, dass mein Begleiter sehr genau einschätzen konnte, was für mich als blinde interessant ist! In einem der Gewächshäuser konnte ich viele verschiedene Blumen und Pflanzen anfassen, beispielsweise verschiedenste Arten von Sonnenblumen. Wusstet Ihr, dass es Sonnenblumen gibt, die kein Loch in der Mitte haben, sondern geschlossen sind? Mit Alpenveilchen oder Dalien lernte ich weitere Balkon- und Gartenblumen kennen, es gab aber auch außergewöhnlichere Pflanzen, die beispielsweise in der Wüste wachsen und auch bei der Bundesgartenschau auf Sand angepflanzt wurden. Auf Wunsch las mein Begleiter mir auch die jeweils dazugehörigen Informationstafeln vor, wodurch ich noch mehr über die zuvor ertasteten Gewächse erfahren konnte.
Auch in der „Obst- und Gemüseabteilung“ gab es spannende Dinge zu ertasten: Dort ragte ein riesiger Kohl aus der Erde und es gab Bäume mit reifen Äpfeln einer Urapfelsorte, die gerade einmal so groß wie Kirschen waren. Es gab auch Reben mit Weintrauben, die ich anfassen konnte.
Mein persönliches Highlight war der Rosengarten. Hier fühlen sich die Rosen nicht nur unterschiedlich an, haben unterschiedliche Größen und Formen und so weiter, sondern riechen auch noch verschieden. Zudem konnte ich Rosen in verschiedenen Stadien, als Knospe, verblüht oder mit Blüten in den besten Wochen ertasten und so die Entwicklung einer Blume Tactil am Realobjekt erfahren. Auch hier gab es immer wieder Infos und Anmerkungen durch meinen Begleiter.
Neben der Bundesgartenschau an sich lädt das Gelände auch zum Verweilen und Entspannen ein. Deshalb haben wir uns noch bei einem Stück Kuchen gestärkt und sind zu einem Aussichtspunkt spaziert, wo man mir viel darüber erzählte, was mit dem Arial im Anschluss an die Bundesgartenschau passiert, was ebenfalls sehr spannend war.
Insofern man Interesse an der Natur hat und diese etwas genauer kennen lernen möchte, ist man hier genau richtig. Durch die Möglichkeit einer individuellen Begleitung ist es auch uns blinden möglich, selbstständig etwas zu unternehmen. Während man viele Pflanzen und Blumen sonst nur beschrieben bekommt oder gar keine Vorstellung davon hat, wie sie aussehen, kann man sie hier auch anfassen und riechen und dann etwas damit anfangen, wenn eine sehende Person zu einer anderen sehenden Person sagt: „Oh, schau mal, da sind ja Rosen!“ Davon abgesehen erhält man viele Informationen über die Stadt Heilbronn, das Areal der Bundesgartenschau und die ausgestellten Gewächse selbst, wobei alles sehr verständlich und anschaulich erklärt wird. Meine Begleitperson war sehr nett, ist gut auf meine Wünsche und Bedürfnisse eingegangen und hat sich wirklich Zeit für mich genommen, um mir alles bestmöglich näherzubringen.
Wer jetzt neugierig wurde, hat noch bis zum 6. Oktober die Möglichkeit, das Angebot in Anspruch zu nehmen. Ansonsten lässt sich dies bezüglich rückmelden, dass hiermit ein absolut gelungenes Modell der Barrierefreiheit und der Eigenständigkeit Blinder und Sehbehinderter auf die Beine gestellt wurde.
Quelle ist von andersunddochgleich.de

Collins bis Klassik

Summer Night Music und Frühschoppen im Emmerauenpark
Wer aktuell einen Blick in den Lügder Veranstaltungskalender wirft, der staunt über die Fülle der Veranstaltungen, die diesen Sommer in Lügde geboten wird. Ein echtes Highlight erwartet alle Musikfreunde an diesem Wochenende: Am 24. August erfüllt die fantastische Musik von Phil Collins den Emmerauenpark. Lügde Marketing e.V. präsentiert gemeinsam mit dem FC Bayern Fanclub Burning Wheels e.V. und dem Café Ankerplatz die Phil Collins Coverband „TRUE COLLINS“.
Der Einlass zur Summer Night Music ist um 18 Uhr. Schon dann kann ein kühles Bier, ein leckerer Cocktail oder ein knuspriges „Hamelner Handbrot“ genossen werden. Ab 19:30 Uhr geht es dann richtig los. Mit starken Sounds, sanfter Stimme und aufwendigen Lichteffekten will die Tribute Band die Parkbesucher in ihren Bann ziehen. Auch ein faszinierendes Bühnenbild und das allseits bekannte „Phil Collins Drumset“ werden nicht fehlen. Natürlich sind die bekannten Klassiker „One More Night“, „Another day in paradise“, „In the air tonight“ und viele mehr mit dabei. Auch die Genesis-Legenden „Mama“, „Nos on of mine“ oder „Invisible touch“ erwarten die Gäste.
Wer dabei sein möchte, sollte sich beeilen: Der Vorverkauf läuft noch bis Donnerstag, den 22. August 2019, um 12:00 Uhr. Zu einem Preis von 8 Euro sind die Karten bei den folgenden Stellen erhältlich: bei der Tourist-Information im Lügder Rathaus, beim Café Ankerplatz im Emmerauenpark, bei der Tankstelle Hubert Thiele in Lügde und bei der Tankstelle Huddelbusch in Bad Pyrmont. Die Karten an der Abendkasse kosten 12 Euro und sind nur begrenzt verfügbar. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Für Kinder bis 16 Jahre gilt: Einlass nur in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person. Außerdem wichtig: Es dürfen keine Getränke auf das Gelände mitgebracht werden und Taschen dürfen aus Sicherheitsgründen nicht größer als DIN A5 (ca. 15 cm breit und 21 cm hoch) sein.
Schon einen Tag später geht das musikalische Programm in die nächste Runde! Am 25. August kommt das Blasorchester der Stadt Lügde in den Emmerauenpark und lädt zu einem gemütlichen Frühschoppen ein. Von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr erwartet die Gäste dort gute Laune, tolle Musik und fröhliche Unterhaltung von Polka bis Pop. Am Sonntag ist der Eintritt frei.
Bei Rückfragen melden Sie sich bitte in der Tourist-Information. 
19.08.2019
luegde.de

Eine Geburtstagsfeier mit einem Fairtrade-Stand

Es war das erste Mal, dass wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen wurden – und dann noch zu einer so großen. Aber, der Jubilar, unser Ortsteil Elbrinxen, wird in diesem Jahre immerhin 800 Jahr jung.
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Fairtrade-Stand 800-Jahr-Feier in Elbrinxen, 17.8.2019 © Volker Thiele
Zwei Tage, am 17. und 18. August 2019, haben wir, die Steuerungsgruppe der Fairtradestadt Lügde, mit den Elbinxern und ihren Gästen feiern dürfen. Wir waren für den Ausschank von Fairtrade-Kaffee zuständig. Aber wie immer gab es an unserem Fairtrade-Stand nicht nur fair gehandelten Kaffee in FairCups, sondern auch kleine Appetithäppchen wie Kekse und Schokolade. Beides selbstverständlich hergestellt mit fair gehandelten Zutaten.
Oft hört man ja: „Ach, der Fairtrade-Kaffee schmeckt mir nicht.“ Diese Erfahrung haben wir an unseren Fairtrade-Ständen nicht gemacht. Wenn wir die Rückmeldungen, auch die von der Jubiläumsfeier, als Maßstab nehmen, haben der Kaffee und die kleinen Leckereien allen sehr gut geschmeckt. Das ist uns auch wichtig. Denn dann werden wir oft gefragt: „Hm, lecker! Woher habt ihr den Kaffee?“, oder: „Habt ihr die Kekse selbst gebacken?“ Auch solche Fragen sind für uns gute Gelegenheiten, mit unseren Gästen ins Gespräch zu kommen und uns mit ihnen über das Thema fairer Handel auszutauschen.
By the way: An dem Jubiläumswochenende in Elbrinxen haben wir den Fairtrade-Kaffee von der Kolpingsfamilie Lügde bezogen. Und die mit Zutaten aus dem Fairtrade-Handel hergestellten Kekse hat uns die Bäckerei Schneidewind in Bad Pyrmont geliefert.
Wir haben viele interessante Gespräche mit unseren Gästen führen können. Nicht immer ging es dabei ausschließlich um Fairtrade. Aber immer war der Fairtrade-Gedanke der Einstieg zu Gesprächsthemen wie Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz. „Wir müssen mit unserer Umwelt besser umgehen. Dafür müssen wir auch besser miteinander umgehen. Jeder noch so kleine Beitrag zählt.“ Ich möchte nicht vermessen sein, aber ich glaube, das war die Kernaussage der allermeisten Gespräche die wir geführt haben. 
Auch unsere offensivste „Spielerin“, unser Garant für Kompetenz und gute Laune war selbstverständlich wieder mit im Aufgebot, also an unserem Fairtrade-Stand in Elbrinxen aktiv. Wobei ich jetzt mal offenbaren sollte: Anja Salatnay steht beim Fairtrade-Kreis Lippe „unter Vertrag“. Aber für uns von der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Lügde gehört Anja schon zur „Stammbesetzung“ bei unseren Fairtrade-Aktionen.
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Die Putztruppe von der Elbrinxer Dorfbühne, 18.8.2019 © Volker Thiele
Einige Leserinnen werden vielleicht fragen: War das nicht das Wochenende, an dem es zwischendurch so geschüttet hat? Das ist korrekt. Aber soweit wir das beurteilen können, hat das weder den Besucher:innen der Festmeile, noch den vielen Akteuren die für die Unterhaltung und Beköstigung der Gäste zuständig waren, die Laune verdorben. In Acht nehmen musste man sich nur vor den Damen der Putztruppe[1]. Wer sich ihnen gegenüber nicht angemessen devot verhielt, konnte sich auch schon mal eine gehörige Zurechtweisung einfangen.
[1]: Aber ich war gewarnt. Die energische Putztruppe hat mir schon einmal einen Putzlappen vor die Kameralinse geworfen – damals, 2014 bei den Lipper Tagen in Lügde.
luegde.de/fairtrade
20.8.2019, Text: Volker Thiele
luegde.de

Bericht über meine Hobbys

Von Peter Gladbach
Mein Name ist Peter Gladbach und ich bin 71 Jahre.   Einige von Euch kennen mich ja schon.
Ich möchte heute über meine verschiedenen Interessen berichten.
Eines meiner Interessen ist es, im Fernsehen Wintersport anzuschauen.  Damit bekomme ich den Tag derzeit immer gut rum. Ich mag viele nordische Disziplinen, wie z.B. Skispringen, die nordische Kombination und Eisschnelllauf oder wie es im englischen genannt wird Iceskating.
Die Alpinen Wettbewerbe und der Langlauf sind allerdings nicht so mein Ding.
Auch interessiere ich mich sehr für Politik und Geschichte, Zeitgeschichte. Hier auch für den 2. Weltkrieg und die Nachkriegszeit, die ich selbst als Kind und Jugendlicher erlebt habe.
Bei Cap4free gibt es ja auch die Gruppe „Zeichen der Zeit“, früher hieß sie History-Gruppe. In dieser Gruppe bin ich auch tätig.
Weiter bin ich noch in einer Freien Wählergruppe. Diese nennt sich „WIN“ was soviel bedeutet wie „Wir in Nettetal“, wo ich auch wohne. Wir haben im Jahr 26 Fraktionssitzungen. Ich bin sachkundiger Bürger, Stellvertreter für Senioren und Sozialausschuss.
Ferner bin ich auch Mitglied im Behindertennetzwerk, behinderter Menschen im Nettetal.
Auch interessiere ich mich für die Weltpolitik.
Was z.B. da in Australien passiert ist, ist eine krasse Sache. Ein Australier ermordert 50 Menschen. Was soll das?  Aber das habt Ihr ja alle selbst mitbekommen.
Ich bin noch in mehreren Gruppen in Cap4free. Zur Zeit bin ich jedoch auch in der Gruppe, in der ich Administrator bin nicht so  aktiv, da meine Frau vor 5  Wochen verstorben ist und da habe ich noch sehr dran zu knabbern.
Nun habt Ihr aber einen Überblick über meine Aktivitäten.
Ich wünsche Euch alles Gute und sag bis bald
Euer Peter

Zwei rechts, zwei links, eins fallenlassen – ein Tanzkurs mit Sehenden

von Dorothea Kohlhaas

Beim Rumgooglen vor ein paar Jahren bin ich auf eine Tanzschule in der Nähe von unserem Wohnort gestoßen. Natürlich hatte ich Nix anderes zu tun, als meinem Mann davon zu überzeugen, mit mir dort einen Grundkurs für verschiedene Tänze zu besuchen.

Peter erklärte sich einverstanden und so meldete ich uns beide bei der Tanzlehrerin an. Ich erklärte, wir seien beide blind und kämen mit unseren beiden Blindenführhunden. Sie meinte, das sei kein Problem Der Rest des Kurses würde nur aus Sehenden bestehen. Aber es wäre sicher kein Problem, uns alles gut Zu beschreiben.

Super! Also machten wir Vier (Peter, Doro und unsere beiden damaligen Blindenführhunde Donna und Cleo) uns zum ersten Kursabend auf. Wir marschierten in den Raum und die meisten der anderen Kursteilnehmer waren erst einmal sprachlos. Blinde? In unserem Kurs? Wie soll das denn gehen?

Die Tanzlehrerin kam und der Unterricht begann mit dem langsamen Walzer. Unsere Hunde hatten wir an der Seite abgelegt und wir waren mitten auf der Tanzfläche. Wir begannen dann nach der Einführung unsere Schritte mit Musik zu machen. Es funktionierte recht gut.

Peters Hund Cleo hatte uns demonstrativ denHintern zugedreht. Sie wollte nix damit zu tun haben. Aber was machte meine Donna? Sie kam auf die Tanzfläche gerannt und wollte mittanzen, smile. Das hat sie dann während des ganzen Kurses, er dauerte 9 Abende immer wieder gemacht.
Sohat sie natürlich auch geholfen die Sehenden aufzulockern und „normal“ mit uns umzugehen.

Die Tanzlehrerin war super! Sie hat uns alles toll erklärt, so dass wir kein Problem hatten die Schritte nachzumachen und auch ein paar Drehungen zu lernen.
Witzig war nur, wenn sie uns, also mich und Peter korrigieren wollte und uns bat in den Spiegel zu schauen. Da mussten alle immer wieder schmunzeln.
Sie meinte, es sei aber auch schwer mituns, da man wenig von unserer Blindheit merken würde.

Wir lernten in dem Kurs langsamen Walzer, Walzer, Foxtrott, Discofox, Chachacha, Rumba und ein bischen Salsa.

Mit der Zeit verloren die Sehenden uns gegenüber auch ihre Unsicherheit und es machte eine Menge Spass!

Am Ende des Kurses hatten wir auch einen ganz tollen Abschlussball. Wir haben den ganzen Abend getanzt, entweder gemeinsam oder auch mit unseren anderen Bekannten aus dem Kurs!
Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass man nicht unbedingt in einen Kurs speziell für Blinde und sehbehinderte muss, sondern auch mal das Abenteuer wagen kann, die einzigen „Außerirdischen“, also blinde in einem Tanzkurs zu sein.

Erlebnis auf der John Sinclair Convention

Hallo ihr lieben

Bevor ich zu dem eigentlichen Thema komme, worüber ich von herzen gerne berichten würde wollen, stelle ich mich doch erst einmal vor.

Mein Name ist Daniela, bin 27 Jahre alt und komme aus NRW.

Viele werden bestimmt den Geisterjäger John Sinclair kennen ob lesen oder Hören, ganz egal wie man es erlebt.

Ich möchte euch einfach mal etwas von meinem sehr schönen Erlebnis berichten, dass ich nie vergessen werde.
Am Samstag letzten Jahres, führen mein Mann und ich in Richtung Köln um dort die Convention zu besuchen. An der Stelle mag ich meinen Freunden, nochmal von herzen danke sagen, die mir dies ermöglichst haben.

Mit pulsierenden Herzen kamen wir in Köln an. Wir bezahlten den Eintritt wurden durch sucht ob wir nichts spitzes dabei haben und dann suchten wir auch unseren anderen die schon da waren. Es war gerade Pause um sich zu stärken.

Nach dem kleinem Snacks von belegten Brötchen und einer Cola ging es in den großen Saal wo ein Geisterjäger Quiz stattfinden sollte. Wir meine Freunde mein Mann und ich saßen schon sehr gespannt und konnten es kaum erwarten bis es los ging.

Der Veranstalter so mag ich ihn mal nennen, hatte wunderbare Laune und machte das ein oder andere mal schon mal Witze. Er stand mit den Kandidaten die sich für das Quiz beworben hatten auf der Bühne und stellte die Verschiedenen Fragen. Von leicht bis schwer. Am Ende des Quizs, hat der erste Platz ein Kreuz gewonnen das John immer bei sich trägt und dies zur großen Waffe gegen Geister und Demonen gehört. Der zweite Preis und das fand ich wirklich sehr schön, konnte man sich eine Rolle fürs nächste Hörspiel aussuchen.

Da habe ich an dem Tag das erste Mal Gänsehaut bekommen. Da ich mich sehr für die Kandidaten gefreut habe. Bei so was wunderbaren mit machen zu dürfen. Doch das war nicht das Hi leit. Nach dem Quiz, fing die Autogrammstunde an, wir standen schon Schlange vor den Autogrammtischen. Hinter uns bildete sich eine Riesen Schlange, denn alle wollten sich Autogramme geben lassen von Dietmar Wunder (John) über Alexsandra Lange (Erzählerin) und und und.

Da es allerdings schon sehr warm wurde in dem Gebäude, sind wir zusammen eine weile raus gegangen um frische Luft zu schnappen und dann auch sich nochmal beim Burger-King zu stärken. Es wurde immer später und später, mittlerweile waren es schon halb vier und wir mussten uns auf den Rückweg machen um den nächsten Programmpunkt nicht zu verpassen. Wir als vier, bahnten uns also einen weg durch die Menschenmenge, die immer noch auf Autogramme wartete hindurch und kehrten in den Saal zurück. Dort angekommen suchten wir uns erst mal einen Sitzplatz für den nächsten Programm.

Mein Herz klopfte immer schneller, da ich gleich das erstmal meine Lieblings Schauspielerin nicht nur auf DVD, CD.S oder Fernseh Serien hören würde, nein ich würde sie Life hören Ihr Name wurde angesagt und mir liefen vor Freude die Tränen die Wangen herab. Sie hat eine Lesung gehabt und zwar aus dem Buch Engel das letztes Jahr erschienen ist. Ich saß im Publikum und fieberte mit ihr. Als sie aufhörte zu lesen, und Jason Dark auf die Bühne kam begann sich schon wieder eine Schlange zu bilden um zur Autogrammstunde von Jason dark und Katy Karrenbauer genießen. Doch wir kamen nicht durch, obwohl Katy in der Menge mal war und ganz in der Nähe sich befunden hatte, doch sie musste sich für den letzten Programm bereit machen für ein Life Hörspiel. Ich sage euch dass war wirklich so schön, ich hätte es noch stunden lang genießen können. Die haben alle es sehr super gemacht.

Als es dann dem ende zu ging und alle Akteure nochmal vorgestellt wurden sind, von Schauspielern an, bis zu Autoren, wurde ein allgemein Foto gemacht und es war vorbei.

Doch nicht für mich. Alle Menschen die dort waren verstreuten sich die einen liefen nach vorne zur Bühne und die anderen machten sich vlt auf den Heimweg. Wir meine Freundin und ich saßen zuerst noch auf unseren Plätzen bis mein Mann zu mir gelaufen kam und mir sagte, Dass Katy noch auf der Bühne sei. Also gingen bzw wir Liefen nach vorne zur Bühne und stellten uns in die Reihe. Da wir ja VLT alle wissen, haben Stars, oder Schauspieler nicht so viel Zeit, jedoch was soll ich euch sagen, als wir am Bühnenrand standen und mein Mann nach Katy rief ist sie zu uns gekommen und hat sich gefühlte 15 Minuten für uns nur für uns eher gesagt für mich Zeit genommen. Dies war ein Achterbahn fahrendes Gefühl. Ich bin nicht nur von John sondern auch von Katy ein Riesen Fan. Und von diesem Abend an wusste ich wer mein Vorbild ist und wem ich hinterher Fiber.

Klar muss ich dazu sagen ist es natürlich sehr schade das unsere Franzsiska Pickula verstorben ist aber sie hat vorher für einen sehr tollen Ersatz gesorgt. Und ich persönlich denke das Katy diese Rolle beim John Team verdient hat.

Dies war mein Bericht von der Convention letzten Jahr im Septemebr.

Es Grüßt die Dani