Eine Mini-Tastatur für Blinde und Sehbehinderte

Es gibt ein neues Unternehmen aus der Schweiz namens „Help2Type“, das Mini-Tastaturen für Blinde und Sehbehinderte herstellt. Die Tastaturen sollen bei der Navigation am Handy helfen, sind sowohl mit Apple- als auch mit Android-geräten einsetzbar und sehr kompakt. Wir freuen uns sehr, Help2Type als neuen Partner unseres Netzwerks begrüßen zu dürfen und haben uns natürlich gerne bereiterklärt, die Mini-Tastatur zu testen.
Was ich im Folgenden aufzähle, ist nur meine persönliche Meinung. Das können andere natürlich ganz anders sehen. Vielleicht hilft so ein Erfahrungsbericht trotzdem bei der Entscheidungsfindung.

Ich finde die Idee mit der Tastatur grundsätzlich super. Allerdings war ich schon überrascht, als ich sie das erste Mal in den Händen hielt. So klein! Damit hatte ich dann doch nicht gerechnet. Eigentlich ist das ja gut, nur für mich persönlich ist die Tastatur, die mich an die Tastaturen von Blackberry erinnert hat, etwas zu klein (sie ist etwa so groß wie eine halbe Zigarettenschachtel).

Erste Herausforderung: Tastatur am Handy anbringen. Dafür verwendet man eine Magnetplatte, die am Smartphone direkt oder an der Hülle befestigt wird. Im Gegensatz zu anderen Tastaturen, mit denen man am Handy arbeiten kann, besteht hier also auch eine physische Verbindung zum Endgerät, was natürlich praktisch ist, weil man dann nur eine Sache in der Hand hält und nicht mehr nebenher noch darauf achten muss, ob das Handy noch da ist, was unterwegs ja durchaus schwierig sein kann.
Nun liegt die Tastatur auf der Unterseite des Handys aber ziemlich ungeschickt. Deshalb kann man sie nach oben auf das Handy klappen, sodass man bequem damit schreiben kann – was auch funktioniert, sofern Ihr sie per Bluetooth mit Eurem Handy gekoppelt habt. Da brauchte ich am Anfang etwas Geduld, da es nicht auf Anhieb klappte. Wenn man die Tastatur aber einmal richtig verbunden hat, funktioniert es sehr gut und schnell.

Was mir direkt auffiel, war die sehr gute Verarbeitung. Die einzelnen Tasten sind richtig schick und sehr schön ertastbar. Es ist eine qwertz-Tastatur, wie Ihr sie von Eurem Laptop bzw. von der Tastatur auf dem Touchscreen Eures Smartphones kennt. Etwas Übung bedarf es bei der Navigation, da die Tastatur wirklich nur zum Schreiben konzipiert ist und deshalb keine Cursortasten, sondern nur eine Tab-Taste hat, aber das Schreiben klappt wunderbar. Zum Ein- und Ausschalten der Tastatur gibt es oben rechts einen Schiebeschalter. Steht dieser ganz rechts, ist die Tastatur aus. Schiebt man ihn in die Mitte, kann sie mit Android-Geräten gekoppelt werden, und schiebt man ihn weiter nach links, kann sie mit Apple-Geräten gekoppelt werden. An dieser Stelle muss man also gut aufpassen, wie der Schiebeschalter der Tastatur steht – gerade am Anfang passiert es leicht, dass man versehentlich auf IOS geschoben hat und sich dann wundert, warum mit dem Samsung-Handy nichts geht oder umgekehrt!

Es gibt wohl auch eine Tragetasche für die Tastatur, die ich allerdings jetzt nicht getestet habe. Ich stelle mir aber vor, dass sie auch sehr praktisch sein kann. Neben der Tastatur wurde noch ein Ladekabel mit USB C mitgeliefert.

Es sind Kleinigkeiten, die noch optimiert werden könnten, aber das Wesentliche – das Schreiben – macht wirklich Spaß. Einziger Nachteil: Dicke Finger …

Die neuen Pixel von Google sind da

Google hat am 14.10. neue Produkte vorgestellt: Pixel 4a und Pixel 5g, den neuen Google Chromecast und den neuen Audio Speaker. Zudem hat Google bei den Smartphones seine Preise ein bisschen nach unten korrigiert, was eine echt geile Geschichte ist.

Das Pixel 4a ist erst seit kurzem im Handel, das Pixel 5g ist mit einem neuen 5g-Chip ausgestattet, hat aber einen 4000 Milliampere-Akku und einen Bildschirm von 6,2 Zoll, womit es etwas kleiner als das Pixel 5 ist. Sehr interessant ist, dass beiden die gleiche Kamera mit 16 Megapixeln auf der Rückseite spendiert wurde. Das Pixel 5 hat einen Arbeitsspeicher von 8 GB und ist damit ein bisschen besser aufgestellt als das Vierer, was nur 6 GB RAM-Speicher hat. Insgesamt hat das Google Pixel 4a 64 GB Speicher und das Pixel 5g 128 GB Speicher. Leider haben beide keine Möglichkeit, mit externen Speicherkarten die Kapazitäten zu erhöhen, da muss man auf einen Cloud-Dienst ausweichen, was ich etwas schade finde. Trotzdem sind es zwei schöne Geräte, die es auch in verschiedenen Farben gibt (grün, weiß und schwarz).

Nun kommen wir zu meinem Highlight, dem neuen Google chromecast, den es für 70 € geben wird. Dabei müsst Ihr nicht mehr alles vom Smartphone streamen, weil der Google chromecast nämlich eine Fernbedienung und mit dem Android TV eine eigene Oberfläche bekommt.

Zuletzt zum Audio Speaker. Das ist ein Lautsprecher mit Google Assistant, der über Sprachbefehle gesteuert wird, und ich bin sehr gespannt, wie er sich schlägt. Übrigens kann man, wenn man zwei davon kauft, sie wie zwei Lautsprecher im Dolby Surround zusammenschalten, was sehr cool ist. Natürlich kann man seine ganzen Smarthome-Geräte (also Lampen und was man so alles hat) auch damit steuern, der Lautsprecher stellt also eine Alternative zum Amazon Echo dar.

Jetzt habe ich mal alles vorgestellt, vielleicht war ja das ein oder andere für Euch interessant. Gebt mir gerne Rückmeldung, wie ich meine diesbezüglichen Vorstellungen verbessern kann. Danke!

Update der Web App von youtube

Es gab ein kleines Update der YouTube Web-App, und zwar habt Ihr jetzt in Eurer Smartphone- bzw. Tablet-App eine Suche via Sprachassistenz, das heißt, Ihr braucht nicht mehr von Hand suchen. Wenn Ihr den Browser Eures Vertrauens öffnet (es funktioniert in jedem Browser) und auf www.youtube.com geht, findet Ihr den neuen Sprachknopf unter der regulären suche. Achtung: Wenn Ihr den Sprachknopf benutzt, dürft Ihr nicht auf einen Ton zum Sprechen warten! Ihr müsst sofort sprechen, sonst sagt Euch YouTube „Das habe ich nicht verstanden“.
Ansonsten ist die App super, vor allem, weil sie auf allen Geräten gleich aufgebaut ist. Etwas schade ist, dass man, wenn man ein Video mittendrin stoppt, wieder von vorne anfangen muss und sich die App die Wiedergabeposition nicht merkt, aber das ist eine kleine Sache, die man noch optimieren könnte. Ansonsten hat das Update aber wieder gute Features mitgeliefert.

Samsung legt vor

Samsung hat heute Abend wieder neue Designs aus der Galaxy-Reihe veröffentlicht. Ich muss aber dazu einige Kritikpunkte loswerden.
Zum Beispiel hat das Samsung Ultra ein gebogenes Display, alle anderen haben keines, und bei diesem Gerät gibt es keine Speicherkarte mehr. Wenn Ihr also ein Gerät mit 512 GB haben wollt, müsst Ihr auf jeden Fall das große Gerät kaufen, obwohl das kleine Ultra vielleicht reichen würde. Ihr könnt bei Aldi Nord dann noch einen Stift für dieses Gerät kaufen, aber was es damit auf sich hat, fragt mich was leichteres, ich finde es ziemlich unnötig und der Stift lässt sich weder über eine Fernbedienung noch per Bluetooth steuern. Ansonsten finde ich, dass sich Samsung wieder mehr auf Apple zubewegt und das finde ich auch nicht gut. Es wird leider auch kein Ladegerät und kein Kopfhörer mehr mitgeliefert, Du hast also entweder das benötigte Zubehör daheim oder musst es Dir noch extra dazukaufen. Wenigstens hat das Ultra ein stärkeres Display als normal, aber die anderen Geräte haben nur noch eine HD Plus-Auflösung.
Nun zu den technischen Daten: Es gibt drei Geräte: Ein Samsung Galaxy 21, ein Samsung Galaxy 21 plus und ein Samsung Galaxy 23 Ultra. Alle Geräte sind mit 5 G ausgestattet. Das Ultra hat diesen Stift dabei. Die 108 Megapixel-Kamera aus dem letzten Jahr wurde in dieses Jahr übernommen. Das Ultra hat fünf Kameras mit Blitz auf der Rückseite, alle anderen haben vier Kameras mit Blitz. Der Akku ist ein bisschen gesteigert zur vorherigen Generation. Trotzdem hat mich diese Präsentation enttäuscht. Hoffentlich gibt es nächstes Mal wieder Verbesserungen!

Wenden Sie sich an das Google Disability Support-Team

Von Jeffrey Baake
Auf diesem Wege könnt Ihr alle eure Fragen in meheren Sprachen an das Google-Support-Team schreiben, Chatten usw. Hier erst mal der Link:
Hier geht es zum Kontaktformular.
Bitte lest euch die Datenschutzrichtlinien sorgfältig durch und wählt aus den entsprechenden Möglichkeiten des Kontakts mit dem Disability Support-Team aus.
Nun habe ich euch ein Beispiel verfasst, worauf Ihr beim einreichen eines Ticket achten müsst:
Hallo, Google.
Ich hoffe du und dein Team hattet ein Schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr verbracht?
Über die Feiertage habe ich leider 2 Fehler in den Google-Produkten festgestellt.
Fehler Nr. 1:
Technische Daten:
Google Pixel 5
Android 11 Sicherheitspatch Ebene 05.12.2020
Talkbackversion: 9.0.0.332399336
Gboard Version: 10.0.02.338070508-release-arm64-v8a
Seit längerer Zeit schon besteht das Problem, wenn ich Text diktiere, dass die Spracheingabe nicht richtig funktioniert. Wenn ich Z.b.: 3 oder mehr Sätze Spreche, wird einfach einiges an eingesprochenen Text willkürlich gelöscht. Dies Tritt auf, wenn ich in den Google Notizen schreibe oder auch in einer E-Mail. Auch habe ich das Problem, wenn ich ein YouTube Video dessen Beschreibung ich einsprechen möchte, dass einfach die Spracheingabe abgebrochen wird also nur ein Viertel geschrieben wird, was ich eingesprochen habe. Ich habe bereits folgende Dinge getestet: Den Cachees der betroffenen Apps geleert, die App-Daten der Apps gelöscht und ob das WLan-Signal bzw. das Mobile Internet-Signal gut ist. Auch liegt es nicht am verbrauchten Datenvolumen. Wenn ich mit Google Messaging eine SMS schreibe, funktioniert es hingegen sehr gut. Aber außerhalb der Messages-App scheint es große Spracheingabeprobleme zu geben. Leider kann ich das nicht mit ausgeschaltetem Talkback testen.
Fehler Nr. 2: mit dem Google Chromecast Google TV
Technische Daten:
Android Version: AndroidTV-Betriebsystem Version 10
Stand der Sicherheitsupdates 05.09.2020
Aktuelle Talkback Playstore-Version: 60108024
Folgenden Fehler habe ich beobachten können: Wenn ich in der App NPlayer Version: 1.7.7.7_191219
Mit Talkback in einer Liste mit mehr als 5 Einträgen mit der Fernbedienung des Google TVs navigiere, geht Talkback nur bis zum fünften Eintrag und geht nicht weiter. Leider gibt es in der abgespeckten Talkback-Version von Google TV keine Möglichkeit Listeneinträge automatisch weiter Scrollen zu lassen. Diese Funktion sollte wieder eingebaut werden. So wie es bei Talkback in Android für das Pixel der Fall ist.
Die NPlayer-Version gibt es hier.
Allerdings ist diese App kostenpflichtig. Leider weiß ich auch nicht, ob das Problem in anderen Anwendungen auf dem Google TV auftritt. Es ist mir bis jetzt nur bei dem NPlayer aufgefallen.
Nun hoffe ich, dass ich dir einige Informationen geben konnte.
Mit besten Grüßen Jeffrey
Bitte Scheut nicht den Support von Google anzuschreiben. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und kennen sich auch bestens aus. Ich schreibe schon seit ein ganzes Jahr mit dem netten Menschen und da wird sich wirklich um euer Anliegen gekümmert.

Meine E-Mail an Strato

Von Jeffrey Baake
Strato ist ein Unternehmen, was Webhosting und Speicherlösungen für Privat und Geschäftskunden anbietet. Ihr merkt wohl, welche großen Firmen sich nicht an die Standards für Barrierefreie Zugänglichkeit halten. Wo ist denn die Großartige Inklusion von der alle reden? So langsam glaube ich, was kann man als Blinder Mensch überhaut noch im Internet richtig machen? es wird immer schlimmer stad besser. Nun hier der Text an Strato.de:
Sehr geehrte Damen und Herren.
Mein Name ist Jeffrey Baake. Ich bin bei Ihnen seit fast 2 Jahren ein eigentlich zu friedender Kunde. Kundennummer: XXXX.
Ich wollte in meinem Nutzerkonto das Paket HiDrive S3 hinzu buchen. Leider werden die Häkchen, mit denen die Nutzungsbedingungen akzeptiert werden müssen von meinem Screenreader (Bildschirmleser NVDA) nicht angesagt. Ich kann daher die Nutzungsbedingungen nicht akzeptieren. Es währe für alle Menschen mit Seheinschränkungen zum großen Vorteil, wenn Ihre Web-Programmierer in Zukunft auf Barrierefreiheit achten würden. Wenn Sie weitere Informationen da zu benötigen oder Sie fragen haben, können Sie mir gerne schreiben. Auf Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen. Nun hoffe ich, dass Ihr Team und Sie gesund in das neue Jahr gerutscht sind.
Mit freundlichen Grüßen Jeffrey Baake

Telegram auf Windows-PC nutzen

Ich habe Telegram auf dem Windows-System ausprobiert. Alles was Ihr dafür braucht ist ein Webbrowser.
1. Ihr geht auf die Seite Telegram. Achtung: Englisch!
2. Wenn Ihr das getan habt, geht es nun zunächst um die Ländervorwahl. In Deutschland ist das ja +49, dann müsst Ihr Eure Telefonnummer eingeben. (da +49 eingegeben wurde, ohne 0 vorne), drückt dann auf Enter.
3. Dann bekommt Ihr an Euer Smartphone einen Code, den Ihr dann ins vorgegebene Feld einfügen und Enter drücken müsst. Hinweis: Wer die App auf dem PC nutzen will und NVDA mit der Eloquenze-Stimme nutzt, muss seinen NVDA von Eloquenz auf Sapi oder eine der anderen Stimmen umstellen, weil dann ist nämlich das Englische weg und Euer NVDA spricht in Deutsch mit Euch.
4. Ihr habt nun auf dem PC in der Telegram-App das gleiche Aussehen wir auf Eurem Smartphone (wie Ihr die App dort habt), was mich persönlich wirklich überrascht, hätte ich nicht gedacht, dass das so gleich aussieht. Ihr habt als erstes die Menüleiste, dann das Suchfeld und dann Eure ganzen letzten Chats, die Ihr dann anklicken könnt. Wenn Ihr das tut, öffnet sich als erstes ein Textfeld und darüber seht Ihr, wenn es Nachrichten gibt, die letzten Nachrichten, die Ihr dann auf euren PC runterladen könnt. Sprachnarichtan könnt Ihr über Euren ganz normalen Player anhören, was ich sehr lustig finde, aber auch interessant, weil Ihr auch Sprachnachrichten dann unter Downloads abspeichern könnt. Ihr könnt Euch auch dafür extra einen Ordner machen und dann werden alle Nachrichten in diesen Ordner abgelegt, was ich ganz nett finde. Dazu habt Ihr auch oben ein Menü und dann kommt Ihr zur Option „Neuen Chat hinzufügen“. Wenn Ihr also einen Chat erstellen wollt, dnn seid Ihr dort richtig. Dann gibt es natürlich auch hier Einstellungen, in denen Ihr einstellen könnt, ob Ihr ein Profilbild einfügen wollt, Ihr könnt Euren Benutzernamen und normalen Namen ändern, Ihr könnt Einstellungen an der App vornehmen und so weiter, und das funktioniert richtig klasse.
Und damit wünsche ich Euch viel Spaß beim Chatten!

Upgrader YouTube WebApp

Ich bin gerade hier mit meinem PC auf YouTube und habe eine interessante Neuerung, von der wusste ich gar nicht und jetzt macht es noch mehr viel Spaß, am PC YouTube zu schauen. Warum? Weil es jetzt eine YouTube Web-App gibt. Web-Apps sind ja diese Apps, die im Browser passieren, also im Web bleiben und nicht runtergeladen werden, und google hat die YouTube-WebApp upgedatet und das wirklich klasse.
wenn Ihr bei YouTube angemeldet seid, habt Ihr oben die Möglichkeiten, Videos hochzuladen und so weiter. Über das Upgrade der Web-App könnt Ihr jetzt noch besser das YouTube auf dem PC steuern, weil die ganzen Funktionen, die ihr von Eurem Youtubes-Apps auf Android und IOS kennt, zu 100% auch da in der Web-App verfügbar sind. Auf der Benutzeroberfläche findet Ihr jetzt auch hier die Registerkarten Start, Suche, Abos, Musik, News und Posteingang. Wenn Ihr eine dieser Registerkarten anklickt, öffnen sich die Registerkarten ziemlich schnell, was mich sehr überrascht hat.
Ihr habt natürlich auch entsprechende Schalter, dass Ihr bei Videos vor- und zurückspulen könnt. Ihr könnt Euch sogar die Videos, die Ihr z. B. auf Eurem Smartphone abgespielt, aber noch nicht zu Ende geguckt habt, weiter anschauen, Ihr könnt Kanäle abonnieren und so weiter, habt also wirklich den vollen Funktionsumfang.
Ich finde, da hat Google einen super Job gemacht! Ausprobieren lohnt sich!

Windows einrichten und installieren für Blinde

Ein langer Traum für Blinde und Sehbehinderte ist mit Windows 10 endlich in Erfüllung gegangen: Das Einrichten und Installieren als blinder oder sehbehinderter Anwender mit der Windows-Sprachausgabe ist endlich möglich. Wie lange haben wir drauf gewartet bei den Windows-Versionen! Bei Mac gab es diese Funktion schon viel länger! Jetzt gibt es diese Funktion endlich auch bei Windows. Man kann jetzt seinen Rechner selber einrichten und auch wenn ein Problem am Rechner ist, man hat sich einen Virus eingefangen oder man hat so viel installiert und möchte einfach das System wieder sauber kriegen, das ist als Blinder oder Sehbehinderter jetzt komplett selbstständig möglich. Ich habe es letztens erst selber gemacht und möchte in diesem Text meine Erfahrungen an Euch weitergeben.

Zunächst solltet Ihr natürlich die Windows-Sprachausgabe einschalten. Das macht Ihr mit Steuerung+Windows und dann Enter.

Um eine Systemwiederherstellung durchzuführen, müsst ihr auf Eurer Windows-Tastatur die Windows-Taste drücken und auf die Einstellung gehen (die Einstellungen könnte man auch als Kurzbefehl hinterlegen). In den Einstellungen müsst Ihr auf „Wartung und Update“ gehen und dann auf „System wiederherstellen“.

Wenn Ihr das mit Enter bestätigt habt, fragt Euch Windows, ob Ihr die Dateien, die auf eurem Computer sind, behalten wollt oder ob diese Dateien mit gelöscht werden sollen. Nun wird das System vorbereitet und die Sprachausgabe sagt das auch in Prozentzahlen an, wie weit der Vorgang fortgeschritten ist. Das geht ganz easy, der Prozess läuft völlig automatisch, das Gerät wird neu gestartet, dann wird alles vorbereitet und die Sprachausgabe hält Euch über alles auf dem Laufenden.

Wer nun denkt, Windows wäre schon fertig installiert, den muss ich leider enttäuschen. Ihr müsst leider noch ein paar Eingaben vornehmen. Zum Beispiel müsst Ihr Euren WLAN-Schlüssel eingeben, ggf. Eure Sachen wieder neu laden und so weiter. Zudem gibt es natürlich zahlreiche Einstellungen, die Ihr individuell nutzen könnt.

Ich hoffe, Euch in diesem Artikel ein bisschen vermitteln zu können, dass eine barrierefreie Installation jetzt nicht mehr nur Apple vorbehalten ist, sondern andere gängige Firmen nachziehen. Ich freue mich, dass bei Microsoft Barrierefreiheit wohl auch großgeschrieben wird und ich finde es ein wirkliches Stück Lebensqualität, dass ich jetzt auch meinen Windows-Rechner komplett so installieren und einrichten kann, wie ich es will, ohne sehende Hilfe und völlig barrierefrei. Das finde ich richtig klasse und da muss man auch echt mal danke sagen.

nt-Dienst von podcaster.de

Ich hatte schon mal über den Dienst von podcaster.de berichtet. Das ist ein Dienst, wo
man seine Podcasts hochladen kann und dieser Dienst streut dann die Podcasts in die verschiedenen Plattformen, die es da gibt, wie z B. Itunes oder YouTube. Eure Aufgabe ist es, den Podcast zu erstellen, ihn zuzuschneiden und dann ihn über die Homepage
von podcaster.de in Euren Account hochzuladen. Dort könnt Ihr alles einstellen, Ihr könnt da sogar noch zusätzlich einen WordPress-Blog bekommen, um Texte zu veröffentlichen und einiges mehr.

Nach der Registrierung kostet das Ganze nur fünf oder sechs Euro. Wollt ihr mehr
haben, könnt Ihr zusätzliche Features in Eurem Paket buchen. In der Oberfläche von podcaster.de habt Ihr eure E-Mail-Adresse oder Passwort-Einstellungen, Ihr habt die Übersicht, wie viel Speicher verfügbar ist, Ihr könnt einsehen, wie viele Abonnenten Eure Podcasts hören, Ihr könnt auch über die Bildergalerie Eure Logos hochladen und Beschreibungen für Eure Podcasts eingeben.

Aber vorsicht: Ihr meldet euch für den Blog auch über euren Podcaster-Account an, geht dann auf Blog backen und habt dann eben einen Blog, aber dabei handelt es sich um ein sehr abgespecktes
WordPress. Beim Design habt Ihr nicht viel Auswahl, da sind nur fünf oder sechs Designs und Ihr könnt keine eigene Designs hochladen. Bei den Plugins seid Ihr auch begrenzt, was mich auch sehr ärgert. Ihr könnt keine Buttons oder Plugins hochladen und seid drauf angewiesen, was die Plattform euch zur Verfügung stellt, was ich etwas schade finde und ich hoffe, dass irgendwann noch besser wird. Der reine Feed von podcaster.de ist aber sehr schön und das Geld ist auch ohne Blog gut investiert.

Nun zum Support. Ich glaube, dass das der Betreiber alles selber regnet und natürlich auch viel Zeit braucht beim Support, aber was jetzt sehr gut ist ist, dass man mit dem Mitarbeiter gut reden kann und er wirklich versucht, für jedes Problem eine Lösung zu finden. Leider, wie gesagt, dauert es manchmal etwas lang, aber trotzdem kann man mit ihm reden und er antwortet auf jeden Fall und er ist sehr bemüht, eine Lösung zu finden.

Wer ein paar Abstriche machen kann und kein Luxus-Podcasting-Produkt sucht, ist mit diesem Dienst gut bedient. Für einen Podcast, der just for fun produziert und hochgeladen werden soll, ist das wirklich eine gute Alternative. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, das alles selber zu machen, bloß ist das natürlich mühseliger.