Gut vernetzt – soziale Netzwerke in der Blindenwelt

Facebook, Twitter, Instagram – soziale Netzwerke, sei es im digitalen oder aber auch im analogen Kontext, entstehen immer dort, wo sich Menschen zusammenschließen, um sich auszutauschen. Dabei sind sie meistens für alle, die mitmachen möchten, offen. Bei uns in der Blindenwelt gibt es digitale Gemeinschaften, die sich diese Möglichkeiten zunutze machen.

Auch ich hatte den Wunsch, einen Rahmen für gegenseitigen Kontakt und Austausch zu schaffen und habe deshalb „Cap4free“ gegründet. In unseren zahlreichen Whatsapp- und Facebook-Gruppen kann man sich über die verschiedensten Themen unterhalten, von Technik über Musik und Literatur bis hin zu unseren Hilfsmittel-, Führhund- und LPF-Gruppen für unsere blinden und sehbehinderten Mitglieder ist alles dabei. Besonders bei Cap4free ist der „offene Blog“. Hier ist nicht nur jedes Thema erlaubt, sondern es kann auch jede/r mitmachen. Dazu sendet man seinen Text einfach per Mail an info@cap4free.de und wir stellen ihn unter Angabe des Namens des Verfassers online. Das macht das Veröffentlichen von eigenen Beiträgen gerade auch für Einsteiger besonders einfach und es entsteht mit der Zeit eine bunte Artikelsammlung. Zudem gibt es noch den Hilfsmittel-Blog, der sich auf die Vorstellung von Blinden- und Sehbehindertenhilfsmitteln und Erfahrungsberichte über den Umgang mit diesen spezialisiert.

Das Betreiben eines eigenen Netzwerks ist mit viel Aufwand verbunden, aber ich habe nicht zuletzt dadurch gelernt, dass es sich lohnt, für das, was einem wichtig ist, einzustehen und sich zu engagieren. Zu beobachten, wie man sich auf diesem Wege vernetzen und auch einander helfen kann, erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit.

Was mir hingegen nicht gefällt, ist der Starke Konkurrenzkampf in der Netzwerkszene für Blinde und Sehbehinderte. Ja, wir sind eine Gemeinschaft, in der irgendwie jeder jeden kennt, und sei es über zig Ecken, aber gerade unter den Betreibern solch digital-sozialer Angebote dominieren immer wieder Eifersucht und Neid. Wenn man dieses Konkurrenzdenken endlich mal aus der Welt schaffen könnte, so stelle ich es mir vor, könnte man diese verschiedenen Netzwerke bündeln und in ein großes Angebot für viele Menschen verwandeln. Leider ist das in unserer Gesellschaft nicht möglich, weil viele eben dieses Konkurrenzdenken haben, was mir nicht gefällt. Ich gebe zu, ich war vor einigen Jahren genauso, aber durch eine schwere Krise wurden mir die Augen geöffnet und da habe ich für mich beschlossen, diesen Konkurrenzkampf nicht mehr mitzutragen und versuche stattdessen, die verschiedenen Parteien an einen Tisch zu bekommen.

Nicht alles ist also rosig, wenn mehr und mehr Leute die Vorteile der Kommunikation entdecken und sich darauf basierend etwas eigenes aufbauen. Trotzdem sind solche Initiativen heutzutage von großer Bedeutung, gerade für uns Blinde und Sehbehinderte, die ja oft nicht in der gleichen Stadt wohnen. Cap4free ist damals mit vier Leuten gestartet und wie ein Baum gewachsen. Natürlich gibt es auch innerhalb eines Netzwerks Streitereien und Teamkollegen, die irgendwo schon Freunde geworden sind, werden plötzlich zu Feinden. Meist überwiegen aber doch Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis. Nur durch die unterschiedlichen Interessen konnte unsere Themenvielfalt entstehen, nur durch erfahrene Blog-Betreiber konnten wir unsere Website aufbauen. Ich selbst habe mir in den vergangenen Jahren mühevoll viel technisches Wissen angeeignet, um die Homepage verwalten zu können, und Organisationsgeschick und soziale Kompetenzen trainiert man bei der Arbeit im Team ganz nebenher.

Trotzdem ist für mich eines klar: Ein Netzwerk sollte jedem und jeder einen Platz zum Austauschen geben und einen Raum schaffen, in den er/sie sich mit eigenen Erfahrungen, Stärken und Fähigkeiten einbringen kann. Ein Netzwerk macht nur dann Sinn, wenn es gut verwaltet wird und den Bedürfnissen und Anregungen seiner Mitglieder gerecht wird. Nur dann entsteht ein Miteinander auf Augenhöhe, ein guter Austausch, ein sozialer Ort, an dem sich alle wohlfühlen.

Cybermobbing gegen Online-Aktivisten

Ich spreche aus eigener Erfahrung, solche Phänomene kommen aber leider immer wieder vor.
Ich bin in vielen Whatsapp- und Facebook-Gruppen Admin und habe dadurch eine große Verantwortung. Ich bin aber sonst kein anderer Mensch. Einige meinen, und ich gebe zu, da habe ich vielleicht früher auch selber dazugehört, dass man was ganz Besonderes ist, dass man Macht und Einfluss hat, aber das ist nicht so. Es ist wichtig, sich dem bewusst zu sein, im Gegenteil: Durch seine Verantwortung muss man sich sehr viel gefallen lassen, wenn man viele Fehler macht, wird das noch nach Jahren übernommen und ist der Ruf einmal weg, dann kann man
den nur schwer wiederherstellen und dann kann es passieren, dass es eben zum Cybermobbing gegen einen kommt, so etwas muss nicht passieren, aber das Risiko besteht.
Diese Betreiber von Netzwerken, von Whatsapp- und Facebook-Gruppen engagieren sich, weil sie Lust darauf haben, weil sie Angebote für für andere machen wollen, weil es Möglichkeiten geben soll, sich untereinander zu vernetzen, gerade wir Blinden brauchen manchmal einen Ort um uns auszutauschen, weil Sehende bei manchen Dingen einfach nicht mitreden oder weiterhelfen können.
Aber eigentlich machen sich die Betreiber damit viele Feinde damit. Sie machen sich dadurch angreifbar für Cybermobbing. Vielleicht, weil sie eine andere Meinung vertreten als ihre Gegner, aber dann müssen diese ja nichts miteinander zu tun haben. Ein weiteres Problem ist allerdings, dass, sobald Fehler passieren, diejenigen, die in der Verantwortung stehen, als unfähig abgestempelt werden und sich das dann rumspricht, Gerüchte in die Welt gesetzt werden usw. Klar, nicht immer verhält man sich klug und sicher hat auch jeder andere Stärken und Fähigkeiten und diese Arbeit liegt vielleicht auch manchen einfach nicht, aber die Betreiber solcher Netzwerke und Gemeinschaften, die sich in Whatsapp- und Facebook-Gruppen organisieren o. Ä., haben normalerweise keine Ausbildung darin, wie man ein Netzwerk aufbaut und verwaltet. Da wird ganz viel ausprobiert. Manches läuft gut, und bei anderem merkt man dann vielleicht später, dass es keine so gute Idee war. Ich kann daher an dieser Stelle nur an Geduld und Wertschätzung im gegenseitigen Umgang appellieren. Lasst uns sachlich, aber wertschätzend kritisieren, um niemanden zu verletzen oder runterzumachen. Denn meistens schadet Cybermobbing nicht nur der Person, gegen die es gerichtet ist, sondern dem ganzen Klima innerhalb des Netzwerkes und geht häufig auch auf Kosten anderer Mitglieder, die eigentlich doch nur einen Ort zum Austausch suchen.

Der geschützte Arbeitsplatz

Der Arbeitsmarkt gliedert sich eigentlich in zwei Arbeitsmärkte. Da gibt es einmal den ersten Arbeitsmarkt, wo alle dran teilnehmen können und dann den zweiten Arbeitsmarkt für alle, die Schwierigkeiten haben, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Der zweite Arbeitsmarkt ist also quasi „geschützt“, sodass auch Menschen mit sehr schweren Einschränkungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten arbeiten können. Konkret sind damit die vielen Werkstätten für behinderte Menschen gemeint.
Eine große Vereinigung, die Werkstätten in vielen Städten betreut, ist die Lebenshilfe, die sich aber auch dafür einsetzt, dass Menschen so weit gefördert werden, dass der erste Arbeitsmarkt wieder zum Greifen nah ist. So ist die Behindertenwerkstätte zwar für Menschen mit besonders schweren Einschränkungen eine sehr gute Möglichkeit, damit auch sie arbeiten gehen können, für andere ist die Werkstätte aber keine Endstation, durch eine gezielte Förderung kann sich für sie durchaus die Tür zum ersten Arbeitsmarkt wieder öffnen. Viele Werkstätten bieten zusätzliche Bildungsangebote wie Englischkurse, Schreibtraining oder Ähnliches an, um die persönliche und berufliche Entwicklungen der dort arbeitenden Menschen zu fördern. Im betreuten Wohngruppen oder ambulant betreutem Wohnen wird versucht, die Menschen zu so viel Selbstständigkeit wie möglich zu führen. Manche Werkstätten kooperieren auch mit Firmen der freien Wirtschaft, an die Menschen, die entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt haben, vermittelt werden können. Leider verdient man in einer Werkstatt als Mensch mit Behinderung nicht so viel Geld. Sicher, einige Menschen haben vielleicht weniger Ausgaben oder Schwierigkeiten damit, ihr Gehalt eigenverantwortlich zu verwalten. Trotzdem haben Behindertenwerkstätten häufig einen negativen Touch in der Gesellschaft, was ich schade finde. Für manche Menschen sind sie die einzige Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen. Andere führen sie durch gezielte Angebote in eine eigene Wohnung und wenn die Voraussetzungen passen und der Arbeitgeber entsprechend offen ist möglicherweise auch zur Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Eine Werkstatt ist deshalb mehr als Beschäftigungstherapie. In erster Linie ist sie ein Ort, an dem die Menschen im Vordergrund stehen mit dem, was sie können, was sie wollen und was sich die allermeisten wünschen: Ein Leben mit Sinn, in einem sicheren Umfeld, in dem sie akzeptiert werden und möglichst selbstbestimmt sein können.

Friseure in der Coronakrise

Letztens war es endlich soweit und ich war beim Friseur. Was Ihr dahingehend zur Zeit beachten müsst und wie meine Erfahrung war, erzähle ich Euch hier.
Geht auf jeden Fall mit Mundschutz zum Friseur, sonst kann es sein, dass er euch nicht hineinlässt, also denkt daran, Euren Mundschutz aufzusetzen, wenn Ihr zum Friseur geht.
Ich habe dann einfach mal angerufen und zwecks eines Termins angefragt. Als ich ankam, stellte ich fest, dass es keine Stühle mehr gab, außer die Friseurstühle. Der Friseur musste durchgehend mit Handschuhen und Mundschutz arbeiten, was ich mir sehr sehr anstrengend für die Friseure und Friseurinnen vorstelle, den ganzen Tag Maske und Handschuhe anzubehalten und ich denke, dass es noch unangenehmer wird, wenn es jetzt richtig heiß wird. Dazu müssen sie Euch vorher die Haare waschen, ob ihr wollt oder nicht, und dann wird erst geschnitten. Ansonsten ist es wie überall, mölichst kontaktloses Bezahlen, nur so viele Leute im Salon wie auch bedient werden können und die bereits bekannten Sicherheitsregeln.

Was ist ein Freund und was darf er alles

Hallo,
in diesem Artikel möchte ich Euch mal eine eigene Sache zum Thema Freundschaft erzählen.
Jeder möchte gerne viele Freunde oder Freundinnen haben, mit denen man sich unterhalten, etwas unternehmen und auch mal Probleme diskutieren kann. Was macht man, wenn man in seinem Umfeld nicht so viele Freunde hat und eigentlich nur die Leute von Seminaren und virtuell kennt? Naja, man versucht halt herauszufinden, wie die Leute so draufsind und ob man sich selbst mit der anderen Person wohlfühlt. Gerade in Social Media muss man ja immer nochmal deutlich vorsichtiger sein, weil man die Leute eben nur aus der Ferne kennt. Aber auch dadurch können tolle Freundschaften entstehen – oder eben auch nicht …
Ein Geschwisterpaar, Schwester und Bruder, und eine Freundin des Bruders haben in einem System zusammengearbeitet. Die Freundin hat ziemlich viele Texte und so weiteres korrigiert. Dafür konnte sie nicht gut mit Homepages umgehen, wobei ihr aber dann ihr Freund, der Bruder des Geschwisterpaars, geholfen hat. Es hat super harmoniert bis zu einem Streit.
Dadurch ist man auseinandergegangen und die Freundin hatte versucht, die Schwester gegen den Bruder auszuspielen, was meines Erachtens eine große Schweinerei ist und sich auch nicht gehört. Besonders dann nicht, wenn diese drei Personen in einem Netzwerk zusammengearbeitet haben und die Freundin auch dort versucht hat, die Schwester gegen den Bruder auszuspielen, sie behauptete, dass die Schwester doch eigentlich nur für den Bruder im Netzwerk ist und so weiter, obwohl der Schwester die Arbeit viel Spaß gemacht hat – bis diese Freundin angefangen hat, die Geschwister gegeneinander auszuspielen, bis es so weit kam, dass diese Freundin im Streit mit dem Bruder verlangt hat: „Nimm deine Schwester raus dem Netzwerk oder ich gehe!“ und jetzt dürft Ihr selber raten, für was sich der Freund entschieden hat. Nicht für die Freundin, sondern für die Familie und der Schwester, weil die Familie ist das Wichtigste, was jemand hat, besonders wenn man mit der Familie sehr sehr gut klarkommt und wenige Freunde hat. Die Freundin ist dann rausgegangen, aber das war den beiden dann egal und dann ist es auch kein Wunder, dass man sich gegen diese Freundin ausgesprochen hat.
Natürlich kennt man die Geschichte aus ihrer inneren Sicht und was alles dahintersteckt nicht. Aber jedenfalls hat versucht, ein ganzes System mit anderen auseinanderzubrechen und eine Familie zu spalten, obwohl der Bruder ja ein Freund von ihr war und ihr wirklich viel geholfen hat.
Freunde sind das Wichtigste im Leben. Sie sehen einen nochmal anders als die Familie. Man möchte auch nicht mit der Familie über alles sprechen. Vielleicht kommt man mit der Familie auch gar nicht klar, schließlich kann man sich die nicht aussuchen. Versucht mit Euren Freunden gut umzugehen. Richtige Freunde sind für jemanden da, egal, ob es gute Zeiten oder schlechte Zeiten sind. Das macht eine richtige Freundschaft aus. Und wenn es Streit gibt, sprecht darüber, reflektiert gemeinsam, hört Euch die Meinung Eures Gegenübers an und sucht nach gemeinsamen Lösungen. Euch gegenseitig zu ärgern oder sogar noch zu Lasten Eures Umfelds Eure Streitigkeiten auszutragen, ist nicht schön und führt meistens nicht zu einem guten Ausgang.

Eine Plattform im Netz für sich oder andere aufbauen

Wer meint, mit einem Podcast oder einem Blog sehr reich zu werden, den muss ich leider enttäuschen. Es gibt zwar viele Möglichkeiten, aus Projekten auch Geld zu bekommen, das ist aber nur möglich, wenn man es vernünftig aufbaut – und darum soll es in diesen Artikel gehen. Ich möchte Euch ein bisschen erklären, wie Ihr Euren Blog, Internetauftritt und YouTube-Kanal aufbaut und das nicht so, dass er nach zwei Wochen wieder kaputt ist, sondern so, dass er noch lange danach attraktiv ist.

Zunächst muss man mal wissen, was man machen möchte: Möchtet Ihr Youtuber oder Podcaster werden, mit Eurem Blog und Texten durchstarten oder einfach nur ein Forum erstellen? Das sind Eure Entscheidungen, die Ihr zum Anfang treffen müsst.
Und dann könnt Ihr überlegen, was ihr Euch für Euren Audio-Podcast für Hardware anschafft und so weiter.

Wenn Ihr einen Blog aufbauen wollt, braucht Ihr natürlich eine entsprechende Homepage. Es gibt Anbieter wie „Myblog“, wo man sich kostenlos eine Blogseite erstellen kann, aber natürlich kann man auch eine eigene Website aufbauen (gerne verweise ich an dieser Stelle auf meine Anleitung zu WordPress).

Für einen Podcast braucht Ihr ein gutes Aufnahmegerät. Das gibt’s schon ab 100 €. Wenn man nicht so viele Funktionen oder so viel Technik drin haben will, gibt es auch günstigere Geräte.
Aber Ihr solltet schon so zwischen 50 und 100 Euro (oder mehr) für ein gutes Aufnahmegerät investieren. Ja, und dann braucht ihr ja noch ein Schneideprogramm. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dazu, sehr teure Software oder auch günstige oder die kostenlose Software „Audacity“, die auch schon ziemlich viele Funktionen bietet. Für blinde Apple-Nutzer bietet sich das durchaus teure, aber weitgehend barrierefreie „Logic“ für den Mac an. Ansonsten geht Audacity blind auch einigermaßen gut, aber mit NVDA etwas besser als mit Jaws.

Wollt Ihr Youtuber werden, dann gibt es richtig viele Möglichkeiten. Ihr braucht natürlich eine Kamera, dazu reicht schon Eure webcam am Notebook oder PC oder an Euren Smartphones, dann braucht Ihr noch Lampen und je nach Kamera ein Statif. Das Wichtigste ist schließlich, dass man Euch gut sieht, und dann müsst Ihr Euch natürlich noch überlegen, welche Themen Ihr behandeln wollt und wie Ihr diese umsetzt.

Es gibt auch Plattformen im Netz, die zusätzlich zu Eurer Hardware Euch unterstützen können, nämlich sowas wie podcaster.de, da müsst Ihr alles nur hochladen und dann wird drübergeguckt.
Alternativ könnt Ihr euren Kanal natürlich auch selber gestalten. Das heißt, Ihr müsst Eure Videos selber schneiden und so weiter und könnt sie dann über euren Blog o. Ä. hochladen. Aber egal wie Ihr es macht, Ihr müsst in jedem Fall zu Beginn etwas Geld investieren.

Nun möchte ich noch zu einer Geschichte kommen, die viele Youtuber betrifft. Ihr könnt nämlich da auch Werbeeinnahmen bekommen, wenn Ihr das in Euren YouTube-Videos erlaubt. Ihr könnt aber auch Links zu Amazon schalten o. Ä.

Und wer weitere Infos über YouTube und Plattformen im Netz bekommen möchte, dem empfehle ich das entsprechende Video vom „Held der Steine“, der das alles nochmal ausführlich aufgeschlüsselt hat.

Treppenlifte und Rollstuhllifte für ein barrierereduziertes Wohnumfeld

Wenn die Treppenstufen in den eigenen vier Wänden nicht mehr aus eigener Kraft bewältigt werden können, stellt sich die Frage welche Möglichkeiten es gibt, das nächstgelegene Stockwerk zu erreichen.

Für Rollstuhlfahrer eignen sich besonders gut die sogenannten Plattformlifte zur Überwindung der Treppenstufen, da der Lift mit dem Rollstuhl befahren und somit zwischen den Etagen mitgenommen werden kann.

Plattformlifte sind immer Maßanfertigungen. Sie benötigen aufgrund Ihrer Rollstuhl-Plattform etwas mehr Platz im Treppenhaus als Sitz-Treppenlifte.

Ob ein Plattformlift installiert werden kann hängt von den baulichen Gegebenheiten der Treppe und des Treppenhauses ab. Fachberater sehen sich dazu vorab den gewünschten Einbauort mit Ihnen zusammen an und beraten zu den Kosten und Möglichkeiten.

Auf der Seite https://treppenlift-empfehlung.de/ finden Sie weitere Infos zu Plattformliften und können kostenlos, unverbindliche Angebote von Fachfirmen anfordern. Hier können Sie sich auch über Kosten, Möglichkeiten von Bezuschussungen und über die verschiedenen Lift-Varianten genau informieren.

Es lohnt sich auf jeden Fall mehrere Angebote zu vergleichen und anschließend in Ruhe abzuwägen, welches das Beste ist.
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Akzeptanz unter Menschen mit Handicap

Vor kurzem hatten wir bei Cap4free mal wieder ziemliche Probleme, die wir ja eigentlich leider häufiger haben, weil sich die verschiedenen Netzwerke, in denen sich Menschen mit Behinderung – vor allem auch Blinde und Sehbehinderte – organisiert haben, leider in starker Konkurrenz und in ständigem Krieg miteinander befinden. Durch die neueste Aktion vergangene Woche bin ich sehr nachdenklich geworden.
Warum sind manche so böse und gönnen den anderen nicht mal irgendwas?
Warum wird jeder kleine Tippfehler von manchen Menschen schamlos verspottet?
Warum gibt es noch nicht mal unter uns Menschen mit Handicap immer Toleranz gegenüber Schwächeren, Hass und Vorurteile, obwohl wir doch alle eigentlich im gleichen Boot sitzen?
Ich finde es so schade, dass manche Menschen mit verschiedensten Handicaps offensichtlich nichts anderes zu tun haben, als über andere Menschen mit Behinderung zu lachen. Das klingt drastisch, für den ein oder anderen vielleicht übertrieben. Genau das ist für mich aber absolut unverständlich. Man wird doch schon oft genug von Nichtbehinderten aufgrund der Behinderung ausgegrenzt oder Ähnliches, warum kann man selbst dann anderen nicht die Offenheit und Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen? Wie kann man solche Menschen zerstören und sie aus der Gesellschaft versuchen ins Aus zu manövrieren? Ihre ganze Kraft, die sie für sich selbst und für andere Menschen noch aufbringen, nicht sehen, sondern im Extremfall das, was sie mit ihrer Kraft bewirkt haben, rücksichtslos zerstören?
Ich will nicht sagen, dass es Menschen gibt, die keine Fehler machen. Jeder macht Fehler und leider passiert es oft auch unbewusst und viel zu schnell, dass man jemanden beleidigt oder ärgert. Jeder Mensch ist eben anders. Ich will auch nicht sagen, dass alle Menschen so sind wie beschrieben. In der Mehrzahl der Gruppierungen von z. B. Blinden, beispielsweise in den Blindenvereinen, kann das auch super funktionieren. Und man muss auch nicht alles gutheißen. Aber man kann doch sagen: „Ich finde das, wie Ihr das macht, nicht so gut, weil…“, oder „In Deinem Text sind noch diese und jene Tippfehler drin, vielleicht kannst Du die noch rausmachen“ – einfach in einer direkten, aber freundlichen Weise, wertschätzend und sachlich. Man muss ja auch nicht jeden mögen, das erwartet ja auch niemand. Aber eine grundlegende Akzeptanz sollte schon da sein.
Jeder möchte was Eigenes haben und dieses so weit wie möglich nach vorne bringen, das ist ja auch verständlich, aber ich würde mir wünschen, dass man trotzdem noch versucht, sich auch netzwerkübergreifend zu vernetzen. Man muss sich nicht gerade befreunden, aber trotzdem sollte man freundlich zueinander sein und die Chancen nutzen, die das bringt. Bei entsprechender Offenheit für einen gemeinsamen Austausch kann man so viel voneinander profitieren, das bringt alle gemeinsam und jeden für sich weiter. Vielleicht ist das jetzt etwas zu viel verlangt – wie gesagt, das würde ich mir wünschen. Aber es würde ja sogar schon ausreichen, wenn man sich ignoriert. Es geht ja nur darum, dass man sich nicht gegenseitig runtermacht oder zerstört, sondern dass man sich von mir aus aus dem Weg geht, aber zumindest mal akzeptiert, dass der andere nun mal da ist. Dann sind die einen Leute halt im einen Netzwerk und die anderen Leute im anderen, soll sich doch jeder selbst aussuchen, es gibt sicher in allen seine Vor- und Nachteile und jeder Mensch ist nun mal anders. Aber diese Grundakzeptanz sollte einfach da sein und dass ist für mich wirklich unverständlich, dass selbst unter Menschen mit Behinderung dieser Neid und dieses Mobbing da sind, obwohl doch sicher jeder schon mal die Erfahrung gemacht hat, wie es ist, von nichtbehinderten Menschen blamiert o. Ä. zu werden. Wir wollen doch alle das Gleiche: Wir wollen uns austauschen, Kontakte knüpfen, für andere Menschen die Welt ein Stückchen besser machen. Wir haben verschiedene Angebote und dann soll der User entscheiden, wo er hin möchte (wir müssen immer bedenken: Wir tun das alles nicht nur für uns, sondern vor allem für die anderen). Es nützt niemanden, wenn in irgendwelchen Gruppen der Streit ausbricht oder sich ein völlig unerfahrener Blogautor endlich traut, seinen ersten Artikel zu veröffentlichen und dafür Spott und Hohn als Anerkennung bekommt. Das ist höchstens ein guter Weg, um das Vertrauen eines Menschen in sich selbst zu missbrauchen.
Ich denke, niemand möchte, dass man mit ihnen so umgeht, aber manche nutzen das leider aus, um einen anderen Menschen schlechtzumachen und alles, was sie vielleicht gemacht oder aufgebaut haben, ins Negative zu ziehen oder zu zerstören. Ich kann in keinen Menschen hineinschauen und ja, man hört und liest es oft und viele interessiert das überhaupt nicht, aber ich möchte Euch ans Herz legen: Versucht, die Menschen um Euch herum auch etwas zu verstehen, warum sie etwas tun, mit den Menschen das Gespräch zu suchen, wenn es Streit gibt, sie darauf hinzuweisen, wenn Ihr etwas anders seht, ihnen Eure Hilfe anzubieten, und das in so einer Art zu sagen, dass es passt und dass sich die anderen nicht angegriffen oder verletzt fühlen. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen, aber wenn jeder Mensch etwas achtsamer mit anderen agiert, dann würde es auch nicht so viel Hass und Neid in der Welt der Handicaps geben. Vergesst nicht: Wir sind alle Menschen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Jeder hat schon negative Erfahrungen gemacht, Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung, sei es aufgrund von Blindheit, Hörschädigung oder etwas anderes, erlebt. Aber jeder hat auch seine Stärken, jeder ist wertvoll, und jeder soll so akzeptiert werden, wie er ist.

Image und Gerüchte immer in Frage stellen

Hallo in die Runde,
ich weiß, ich habe für diesen Artikel einen Titel gewählt, der vielleicht unpassend ist.
Ich habe ihn aber mit Absicht gewählt, weil mein Empfinden es leider nicht nicht anders wählen möchte. Image und Gerüchte – Ihr kennt vielleicht den Spruch: Man trifft sich immer zweimal im Leben. Ihr denkt bestimmt, ich habe ein sehr merkwürdiges Thema für meinen Artikel gewählt, ich habe es aber mit Absicht so gewählt, weil ich gerade viel darüber nachdenke. Wir sind ja irgendwie in einer Welt, in der wir ziemlich schnell ein Urteil über andere fällen. Manchmal bekommen wir nur irgendwelche negativen Aussagen über jemanden zu Ohren und sind vor dem Treffen schon der anderen Person gegenüber abgeneigt. Ich finde das irgendwie traurig, weil man diesen Personen dann schon total voreingenommen begegnet und es ziemlich schwierig ist, dieses Bild wieder zu kippen. und das Schlimme ist ja, dass die Person, die letzendlich mehr oder minder deutlich mit dieser Haltung konfrontiert wird, obwohl sie noch nicht mal was dafür kann.
Es gibt ja auch ein Sprichwort: Einmal der Ruf ruiniert, lebt es sich anders. Was hat es damit auf sich? Warum kann der Ruf ruiniert sein? Vielleicht hat man sich mit Leuten (absichtlich oder unabsichtlich) angelegt. Leider gibt es auch viele, die gemobbt werden aufgrund ihrer Behinderung, ihres Aussehens o. Ä.
Ich persönlich bin der Meinung, jeder hat eine zweite Chance verdient. Man sollte erstmal immer mit den betroffenen Personen das Gespräch suchen, wenn einem was an ihr nicht passt, und das mit ihr angemessen und sachlich klären. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Natürlich hat da auch jeder eine etwas andere Einstellung. Aber ich kann nur appellieren: Seid achtsam und respektvoll! Redet miteinander! Glaubt nicht gleich alles, was andere sagen, sondern bildet Euch ein eigenes Bild! Ich weiß, das ist Zukunftsmusik, aber wenn alle das beherzigen würden, könnten wir unsere Gemeinschaft und Akzeptanz füreinander extrem stärken. Wenn wir Konflikte und auch alles andere direkt miteinander besprechen und offen und wertschätzend miteinander umgehen, können wir viel erreichen.

Kino blind erleben

Kino blind erleben
Wenn Ihr ins Kino geht und blind seid, braucht Ihr die App „Greta und Starks“, die Ihr Euch im Appstore oder Playstore herunterladen könnt und da könnt Ihr Euch den entsprechenden Film vorher herunterladen. Dabei ladet Ihr nicht den richtigen Film herunter, sondern nur die Tonspur für die Audiodeskription und wenn Ihr mit Eurem Handy dann ins Kino geht und Euch den Film anschaut, könnt Ihr über Kopfhörer die Audiodeskription abspielen lassen.
Es sind wirklich tolle Blockbuster dabei, vom aktuellen Star Wars Film bis zu The Avengers sind auch wirklich Filme dabei, die ich mag und gerne schauen würde. Natürlich gibt es noch sehr sehr viele andere Filme bei Greta, leider nicht alle, aber wirklich eine große Auswahl.
Ich finde es klasse, dass die Leute von Greta und Starks an so viele Filme denken und wirklich dafür arbeiten, dass Filme für uns Blinde und Sehbehinderte auch im Kino erlebbar sind und das ist echt cool.
Ich hab einen großen Filmgeschmack, wie Ihr ja schon alle in unserem Blog gelesen habt, aber ohne Greta und Starks würde es längst nicht so viel Spaß machen, weil es für mich viel anstrengender wäre, manche Szenen zu verfolgen und zu verstehen. Den Film über die Känguru-Chroniken kann man sich jetzt sogar per iTunes kaufen und dann mit der Audiodeskription von Greta koppeln, was auch mega gut ist, und dann unterstützt Greta ja nicht nur Audiodeskription, sondern auch Untertitel für Hörgeschädigte oder Hörsehbehinderte, die man entweder auf dem Handybildschirm oder an der Braillezeile mitlesen kann.
An dieser Stelle möchte ich Euch einen Artikel unseres Partners „Anders und doch gleich“ ans Herz legen. In diesem beschreibt Carina die App „Greta“ noch etwas genauer. Klickt einfach hier:
Filme barrierefrei Erleben
Viel Spaß beim Lesen und Filmeschauen!