petition online samsung soll auf seinem handy produkten voice assistant den wieder einfuehren

Hallo, mir ist aufgefallen dass der voice assistant in seiner ursprünglichen Funktion nicht mehr vorhanden ist.
Deshalb bitte ich euch
Helft dabei diesen wieder zu bekommen.
Bei einem Telefonat mit Samsung Deutschland hat man mir gesagt wir sollten dort mehrfach anrufen uns beschweren und eventuell auch schriftlich gemeinschaftlich zusammen was verfassen, wir können auch diesen Text dafür benutzen um dieses schriftlich zu Samsung hinzu senden, bitte meldet euch wenn ihr auch den voice assistant wieder haben möchtet!
Deshalb die Bitte an Samsung macht den voice assistant doch für uns wieder verfügbar, wenn der auch nicht mehr auf dem Gerät zu installieren ist dann bitte als apk zum herunterladen, denn dieses war ein wirklich tolles Tool was wir gerne wieder hätten!

Samsung soll auf seinem Handy Produkten den Boys assistant wieder einführen – Online-Petition
Für blinde Menschen gibt es eine bedienungshilfe auf Android Telefonen, Samsung ist einer der Hersteller von diesen Telefonen, dort war bis vor kurzem die bedienungshilfe voice assistant zu finden, dieser einfache screenreader ist jetzt durch einen komplexeren ersetzt worden, dieses ist durchaus nicht schlecht aber für manche Menschen ist dieses eine riesen Umstellung, darum möchten wir das ältere Produkt zumindest als apk zum Download wieder haben.
www.openpetition.de
Unterschreiben und an Freunde weiterleiten: Initiative Samsung soll auf seinem Handy Produkten den Boys assistant wieder einführen in Nordrhein-Westfalen: https://www.openpetition.de/petition/online/samsung-soll-auf-seinem-handy-produkten-den-boys-assistant-wieder-einfuehren

Das Video vom Held der Steine hat ein Anwalt beobachtet

Vor einiger Zeit habe ich ja vom Held der Steine berichtet, der ein nettes Briefchen von Lego bekommen hat bzgl. seiner Videos. Ein Anwalt hat das gesehen und hat die ganze Sache in einem eigenen Video kommentiert. Ich werde dieses Video am Ende des Beitrags verlinken.
Die Kernaussagen:
1. Die 48 Stunden, binnen der er bestimmte Videos löschen muss, sind rechtens, also er muss wirklich diese Videos löschen und hat sie schon neu aufgenommen.
2. Er darf den Namen lego nicht für andere Sets benutzen. Es ist eine Streitfrage, manche sehen in „Lego“ den Markennamen, andere aber auch einen Gattungsbegriff. Das bedeutet: Wenn man Steine hat, z. B. Klemmbausteine, kann man dazu auch „Legosteine“ sagen, das ist umgangssprachlich sogar Gang und Gäbe. Bei einer Wertsteigerung könnte es aber dann sein, dass die Marke Lego gelöscht wird und nur als Gattungsname für alle anderen Steine da ist, und das möchte Lego verhindern.
3. Thomas Panke, der Über 1.000 Abonnenten hat, die sein Kanal anschauen, hat dadurch noch ein weiteres Problem, nämlich dass er das Kaufverhalten der Leute beeinflusst, da er die Sets teilweise auch beurteilt und natürlich ist er Lego da ein Dorn im Auge, weil er früher nur Lego-Produkte hat und jetzt einen eigenen Shop in Frankfurt gegründet hat. Damit verkauft er nicht mehr privat, sondern als Unternehmer, was rechtlich ein großer Unterschied ist.
4. Der Anwalt, der in dem Video zu sehen ist, rät davon ab, diese Erklärung von Lego zu unterschreiben, weil wenn „Lego“ dann zum Gattungsbegriff geändert werden würde und die Marke Lego verliert, kann Thomas Panke den Namen trotzdem nicht mehr verwenden.
Im Video wird natürlich noch viel detaillierter auf alles eingegangen. Das werdet Ihr auch gut verstehen, weil der Anwalt alles sehr gut aufgreift. Allgemein ist „Held der Steine“ auch blind super verfolgbar, da auch alles, was der Thomas Panke aufbaut, sehr gut erläutert wird. Es lohnt sich also, reinzuschauen!
https://www.youtube.com/watch?v=0EhqtiT-IUA

Der neue barrierefreie Shop von Jonny’s world

In einem seiner vergangenen Videos hat Thorsten von Jonny’s world seinen neuen Online-Shop vorgestellt und natürlich bin ich da neugierig geworden und habe mir den Shop und die Website angeschaut und kann ihn mit Begeisterung weiterempfehlen. Man findet auch mit Sehbehinderung alles sehr leicht, denn es ist sehr sehr übersichtlich und das finde ich echt toll und es freut mich, dass unsere Zielgruppe da mit berücksichtigt wurde.

Ganz oben müsst Ihr erstmal die Cookie-Hinweise aktivieren, das ist aber kein Problem. Dann habt Ihr ein Menü, in dem unter anderem die Suche zu finden ist. Interessant ist das zweite Menü, worüber Ihr einen Account erstellen, Euch anmelden könnt und so weiter. Wenn Ihr häufig im Shop unterwegs seid, ist die Erstellung eines Accounts auf jeden Fall ratsam, weil Ihr dann vieles einfach besser hinterlegen könnt und es so für Euch angenehmer wird, und es sind nur ein paar einfache und gut nachvollziehbare Schritte. Ihr habt dann darunter noch Überschriften von einigen aktuellen Produkten, die man sich anschauen kann, wenn man aber schon weiß, was man sucht, kann man im Anschluss wunderbar über die Kategorien wie z. B. Schiffe, Berge, Boote o. Ä. stöbern. Das richtige Produkt kann man dann ganz einfach in den Einkaufswagen legen und via Paypal oder Vorkasse per Lastschriftverfahren bezahlen.

Ich finde die Seite wirklich gelungen. Thorsten ist sehr gut auf die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung eingegangen und reagiert offen und aufgeschlossen auf Fragen jeglicher Art. Ich habe auch mit ihm darüber gesprochen und er hat auch selbst gefragt, was er tun kann, um den Shop noch barrierefreier zu machen. Er würde das an die Agentur weitergeben, damit die es umsetzen kann. Aber der Shop ist schon jetzt klasse. Einen so schönen Shop habe ich noch nirgendwo gesehen

Neues Update zu lego und Bluebrix

Kaum war es mal für ein paar Tage ruhig, gab es am Anfang des neuen Jahres gleich wieder Ärger mit Lego.
Bluebrix bot drei kleine Hefte für € 12,99 von einem japanischen Hersteller, der ähnliche minifiguren herstellt, an. Leider hat er vergessen, das Heft aus dem Verkauf zu nehmen und wurde dann vor Gericht zur Rechenschaft gezogen. Der Klaus hat sich natürlich ordentlich geärgert, aber gesteht sich auch ein, dass er selbst an der Aktion schuld war. Trotzdem ist es natürlich ärgerlich. Eigentlich ist er auch noch gut weggekommen, denn Lego hat echt alles getan, um eine noch höhere Strafe auszuhandeln. Sie haben jetzt eine Strafe von € 3.000 durchgesetzt bekommen, was natürlich dem Klaus weh tut, aber er hat es natürlich bezahlt, um noch schlimmeres zu verhindern. Ich muss ehrlich sagen: Schade, dass kleine Aktivisten in diesem Bereich so niedergemacht werden! Klar, Fehler – gerade auch im rechtlichen Kontext – werden natürlich geahndet, aber es scheint ja wirklich so zu sein, dass Lego bewusst die kleinen dahingehenden Aktivisten ruhigstellen will, um konkurrenzlos zu sein … In jedem Fall kein Verhältnis, was man sich wünscht. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe auf ein gutes Ende!

Die Gesichter eines Menschen

Heute bin ich sehr nachdenklich. Und zwar denke ich darüber nach, dass Menschen offensichtlich mehrere Gesichter haben. Das können „normale“ Charakterzüge sein, beispielsweise in der einen Situation eine unheimliche Lebensfreude und positive Energie und in einer anderen Situation starke Unsicherheit oder Sensibilität oder Nachdenklichkeit. Es gibt aber auch Fälle, in denen ein Mensch mehrere Gesichter hat und das nicht mehr so interessant und spannend ist, wie wenn man einen vielseitigen Charakter hat. Bestes Beispiel: In einem Telefonat lobt Dich eine Person total und hebt hervor, was Du alles Tolles geleistet hast. Hinter Deinem Rücken lästert sie dann über Dich und sagt, was für ein riesiger A**** Du bist. Oder: Eine Freundin sagt ihrem „Freund“, das sie ihn liebt, knutscht aber parallel mit ihrem eigentlichen Lover herum. Wie soll man da noch Menschen vertrauen können? Kann man Menschen überhaupt vertrauen? Was für ein Restrisiko gibt es, wenn man sich auf neue Leute einlässt? Und kann man erkennen, ob Menschen Dir die Wahrheit sagen oder Dir etwas vorgaukeln?
Im Laufe des Lebens erfährt man immer wieder die verschiedenen Gesichter eines Menschen und mich bringt das ins Denken. Lass uns deshalb ein bisschen im Forum philosophieren! Ich freue mich schon auf einen regen Austausch.

Ein Mensch, der sich gern betätigen möchte, aber Steine in den Weg geworfen bekommt

Hallo Leute!
Es tut mir leid, aber ich muss mir mit diesem Artikel gerade einfach mal Luft verschaffen und möchte gleichzeitig mal wieder zu gegenseitiger Toleranz und Wertschätzung aufrufen.
Ich habe in den letzten zwei Tagen erfahren, dass eine Person meine Texte veröffentlicht und sie als ihre Texte ausgibt und ich bin ganz ehrlich, das macht mich echt traurig. Ich bin gerne aktiv und stelle auch gerne Beiträge von anderen auf dem Blog ein, aber man soll doch bitte den Autoren auch ihre Texte lassen. Was ist denn dabei, wenn man den Namen des Autors über oder unter den Text schreibt? Jeder sollte das Recht haben, seine Texte schreiben und veröffentlichen zu dürfen, wenn er das möchte. Warum Personen die Texte anderer bewusst stehlen und sie als ihre Texte ausgeben, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Vor allem geht der Angriff diesmal auch nicht nur gegen mich, sondern auch gegen Kerstin, die wirklich viel Mühe und Zeit investiert, um meine Texte zu korrigieren, die selber auch schreibt, die es aber überhaupt nicht schlimm findet, dass mir das Schreiben manchmal schwerfällt und mir trotzdem eine Chance gibt, indem sie mir hilft, damit ich über das erzählen kann, was mich bewegt.
Ich hoffe, dass andere Blogger, die diese Zeilen lesen, jetzt nicht an sich selbst zweifeln oder ihren Blog aufgeben, aber ich finde es erschreckend, was da gerade für Gerüchte die Runde machen. Wofür investiert man denn die Zeit, wenn am Ende sowas dabei rauskommt? Das Ding ist ja auch, dass zumindest in diesem Fall die Texte nur ein Bruchteil von einem großen Konstrukt ist, um mich und andere ins Abseits zu drängen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für alle dahingehenden Hinweise, denn nur mit dem Wissen kann ich darauf reagieren! Trotzdem sage ich ganz klar: Sowas ist nicht schön und letzendlich tut man sich selbst doch auch keinen Gefallen damit.
Liebe Leserinnen und Leser, ich danke Euch wirklich von Herzen für Euer Interesse und bitte auch weiterhin um Euer Vertrauen, dass ich ordnungsgemäß angebe, von wem ein Text geschrieben wurde. Der Blog soll offen sein und das auch bleiben, und Texte, von denen ich sage, das sie von mir sind, sind auch von mir, denn einfach Texte von anderen für sich reklamieren finde ich echt unfair gegenüber dem- bzw. denjenigen, die dafür Arbeit investieren. Gerade in Kreisen, in denen jeder ein Handicap hat, ist es doch schade, wenn man sich gegenseitig zu verdrängen oder auszugrenzen versucht oder Streit provoziert. Wir sitzen doch alle im gleichen Boot, lasst uns doch bitte respektvoll miteinander umgehen – ich meine, ist doch super, wenn Texte anderer Blogger vielleicht erfolgreicher sind als meine! Lasst uns einander mehr bestärken, anstatt unsere Texte und allgemein das, was wir tun, gegeneinander auszuspielen!
Vielen Dank für Eure Treue!
Euer Mevludin

Gut vernetzt – soziale Netzwerke in der Blindenwelt

Facebook, Twitter, Instagram – soziale Netzwerke, sei es im digitalen oder aber auch im analogen Kontext, entstehen immer dort, wo sich Menschen zusammenschließen, um sich auszutauschen. Dabei sind sie meistens für alle, die mitmachen möchten, offen. Bei uns in der Blindenwelt gibt es digitale Gemeinschaften, die sich diese Möglichkeiten zunutze machen.

Auch ich hatte den Wunsch, einen Rahmen für gegenseitigen Kontakt und Austausch zu schaffen und habe deshalb „Cap4free“ gegründet. In unseren zahlreichen Whatsapp- und Facebook-Gruppen kann man sich über die verschiedensten Themen unterhalten, von Technik über Musik und Literatur bis hin zu unseren Hilfsmittel-, Führhund- und LPF-Gruppen für unsere blinden und sehbehinderten Mitglieder ist alles dabei. Besonders bei Cap4free ist der „offene Blog“. Hier ist nicht nur jedes Thema erlaubt, sondern es kann auch jede/r mitmachen. Dazu sendet man seinen Text einfach per Mail an info@cap4free.de und wir stellen ihn unter Angabe des Namens des Verfassers online. Das macht das Veröffentlichen von eigenen Beiträgen gerade auch für Einsteiger besonders einfach und es entsteht mit der Zeit eine bunte Artikelsammlung. Zudem gibt es noch den Hilfsmittel-Blog, der sich auf die Vorstellung von Blinden- und Sehbehindertenhilfsmitteln und Erfahrungsberichte über den Umgang mit diesen spezialisiert.

Das Betreiben eines eigenen Netzwerks ist mit viel Aufwand verbunden, aber ich habe nicht zuletzt dadurch gelernt, dass es sich lohnt, für das, was einem wichtig ist, einzustehen und sich zu engagieren. Zu beobachten, wie man sich auf diesem Wege vernetzen und auch einander helfen kann, erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit.

Was mir hingegen nicht gefällt, ist der Starke Konkurrenzkampf in der Netzwerkszene für Blinde und Sehbehinderte. Ja, wir sind eine Gemeinschaft, in der irgendwie jeder jeden kennt, und sei es über zig Ecken, aber gerade unter den Betreibern solch digital-sozialer Angebote dominieren immer wieder Eifersucht und Neid. Wenn man dieses Konkurrenzdenken endlich mal aus der Welt schaffen könnte, so stelle ich es mir vor, könnte man diese verschiedenen Netzwerke bündeln und in ein großes Angebot für viele Menschen verwandeln. Leider ist das in unserer Gesellschaft nicht möglich, weil viele eben dieses Konkurrenzdenken haben, was mir nicht gefällt. Ich gebe zu, ich war vor einigen Jahren genauso, aber durch eine schwere Krise wurden mir die Augen geöffnet und da habe ich für mich beschlossen, diesen Konkurrenzkampf nicht mehr mitzutragen und versuche stattdessen, die verschiedenen Parteien an einen Tisch zu bekommen.

Nicht alles ist also rosig, wenn mehr und mehr Leute die Vorteile der Kommunikation entdecken und sich darauf basierend etwas eigenes aufbauen. Trotzdem sind solche Initiativen heutzutage von großer Bedeutung, gerade für uns Blinde und Sehbehinderte, die ja oft nicht in der gleichen Stadt wohnen. Cap4free ist damals mit vier Leuten gestartet und wie ein Baum gewachsen. Natürlich gibt es auch innerhalb eines Netzwerks Streitereien und Teamkollegen, die irgendwo schon Freunde geworden sind, werden plötzlich zu Feinden. Meist überwiegen aber doch Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis. Nur durch die unterschiedlichen Interessen konnte unsere Themenvielfalt entstehen, nur durch erfahrene Blog-Betreiber konnten wir unsere Website aufbauen. Ich selbst habe mir in den vergangenen Jahren mühevoll viel technisches Wissen angeeignet, um die Homepage verwalten zu können, und Organisationsgeschick und soziale Kompetenzen trainiert man bei der Arbeit im Team ganz nebenher.

Trotzdem ist für mich eines klar: Ein Netzwerk sollte jedem und jeder einen Platz zum Austauschen geben und einen Raum schaffen, in den er/sie sich mit eigenen Erfahrungen, Stärken und Fähigkeiten einbringen kann. Ein Netzwerk macht nur dann Sinn, wenn es gut verwaltet wird und den Bedürfnissen und Anregungen seiner Mitglieder gerecht wird. Nur dann entsteht ein Miteinander auf Augenhöhe, ein guter Austausch, ein sozialer Ort, an dem sich alle wohlfühlen.

Cybermobbing gegen Online-Aktivisten

Ich spreche aus eigener Erfahrung, solche Phänomene kommen aber leider immer wieder vor.
Ich bin in vielen Whatsapp- und Facebook-Gruppen Admin und habe dadurch eine große Verantwortung. Ich bin aber sonst kein anderer Mensch. Einige meinen, und ich gebe zu, da habe ich vielleicht früher auch selber dazugehört, dass man was ganz Besonderes ist, dass man Macht und Einfluss hat, aber das ist nicht so. Es ist wichtig, sich dem bewusst zu sein, im Gegenteil: Durch seine Verantwortung muss man sich sehr viel gefallen lassen, wenn man viele Fehler macht, wird das noch nach Jahren übernommen und ist der Ruf einmal weg, dann kann man
den nur schwer wiederherstellen und dann kann es passieren, dass es eben zum Cybermobbing gegen einen kommt, so etwas muss nicht passieren, aber das Risiko besteht.
Diese Betreiber von Netzwerken, von Whatsapp- und Facebook-Gruppen engagieren sich, weil sie Lust darauf haben, weil sie Angebote für für andere machen wollen, weil es Möglichkeiten geben soll, sich untereinander zu vernetzen, gerade wir Blinden brauchen manchmal einen Ort um uns auszutauschen, weil Sehende bei manchen Dingen einfach nicht mitreden oder weiterhelfen können.
Aber eigentlich machen sich die Betreiber damit viele Feinde damit. Sie machen sich dadurch angreifbar für Cybermobbing. Vielleicht, weil sie eine andere Meinung vertreten als ihre Gegner, aber dann müssen diese ja nichts miteinander zu tun haben. Ein weiteres Problem ist allerdings, dass, sobald Fehler passieren, diejenigen, die in der Verantwortung stehen, als unfähig abgestempelt werden und sich das dann rumspricht, Gerüchte in die Welt gesetzt werden usw. Klar, nicht immer verhält man sich klug und sicher hat auch jeder andere Stärken und Fähigkeiten und diese Arbeit liegt vielleicht auch manchen einfach nicht, aber die Betreiber solcher Netzwerke und Gemeinschaften, die sich in Whatsapp- und Facebook-Gruppen organisieren o. Ä., haben normalerweise keine Ausbildung darin, wie man ein Netzwerk aufbaut und verwaltet. Da wird ganz viel ausprobiert. Manches läuft gut, und bei anderem merkt man dann vielleicht später, dass es keine so gute Idee war. Ich kann daher an dieser Stelle nur an Geduld und Wertschätzung im gegenseitigen Umgang appellieren. Lasst uns sachlich, aber wertschätzend kritisieren, um niemanden zu verletzen oder runterzumachen. Denn meistens schadet Cybermobbing nicht nur der Person, gegen die es gerichtet ist, sondern dem ganzen Klima innerhalb des Netzwerkes und geht häufig auch auf Kosten anderer Mitglieder, die eigentlich doch nur einen Ort zum Austausch suchen.

Der geschützte Arbeitsplatz

Der Arbeitsmarkt gliedert sich eigentlich in zwei Arbeitsmärkte. Da gibt es einmal den ersten Arbeitsmarkt, wo alle dran teilnehmen können und dann den zweiten Arbeitsmarkt für alle, die Schwierigkeiten haben, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Der zweite Arbeitsmarkt ist also quasi „geschützt“, sodass auch Menschen mit sehr schweren Einschränkungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten arbeiten können. Konkret sind damit die vielen Werkstätten für behinderte Menschen gemeint.
Eine große Vereinigung, die Werkstätten in vielen Städten betreut, ist die Lebenshilfe, die sich aber auch dafür einsetzt, dass Menschen so weit gefördert werden, dass der erste Arbeitsmarkt wieder zum Greifen nah ist. So ist die Behindertenwerkstätte zwar für Menschen mit besonders schweren Einschränkungen eine sehr gute Möglichkeit, damit auch sie arbeiten gehen können, für andere ist die Werkstätte aber keine Endstation, durch eine gezielte Förderung kann sich für sie durchaus die Tür zum ersten Arbeitsmarkt wieder öffnen. Viele Werkstätten bieten zusätzliche Bildungsangebote wie Englischkurse, Schreibtraining oder Ähnliches an, um die persönliche und berufliche Entwicklungen der dort arbeitenden Menschen zu fördern. Im betreuten Wohngruppen oder ambulant betreutem Wohnen wird versucht, die Menschen zu so viel Selbstständigkeit wie möglich zu führen. Manche Werkstätten kooperieren auch mit Firmen der freien Wirtschaft, an die Menschen, die entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt haben, vermittelt werden können. Leider verdient man in einer Werkstatt als Mensch mit Behinderung nicht so viel Geld. Sicher, einige Menschen haben vielleicht weniger Ausgaben oder Schwierigkeiten damit, ihr Gehalt eigenverantwortlich zu verwalten. Trotzdem haben Behindertenwerkstätten häufig einen negativen Touch in der Gesellschaft, was ich schade finde. Für manche Menschen sind sie die einzige Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen. Andere führen sie durch gezielte Angebote in eine eigene Wohnung und wenn die Voraussetzungen passen und der Arbeitgeber entsprechend offen ist möglicherweise auch zur Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Eine Werkstatt ist deshalb mehr als Beschäftigungstherapie. In erster Linie ist sie ein Ort, an dem die Menschen im Vordergrund stehen mit dem, was sie können, was sie wollen und was sich die allermeisten wünschen: Ein Leben mit Sinn, in einem sicheren Umfeld, in dem sie akzeptiert werden und möglichst selbstbestimmt sein können.

Friseure in der Coronakrise

Letztens war es endlich soweit und ich war beim Friseur. Was Ihr dahingehend zur Zeit beachten müsst und wie meine Erfahrung war, erzähle ich Euch hier.
Geht auf jeden Fall mit Mundschutz zum Friseur, sonst kann es sein, dass er euch nicht hineinlässt, also denkt daran, Euren Mundschutz aufzusetzen, wenn Ihr zum Friseur geht.
Ich habe dann einfach mal angerufen und zwecks eines Termins angefragt. Als ich ankam, stellte ich fest, dass es keine Stühle mehr gab, außer die Friseurstühle. Der Friseur musste durchgehend mit Handschuhen und Mundschutz arbeiten, was ich mir sehr sehr anstrengend für die Friseure und Friseurinnen vorstelle, den ganzen Tag Maske und Handschuhe anzubehalten und ich denke, dass es noch unangenehmer wird, wenn es jetzt richtig heiß wird. Dazu müssen sie Euch vorher die Haare waschen, ob ihr wollt oder nicht, und dann wird erst geschnitten. Ansonsten ist es wie überall, mölichst kontaktloses Bezahlen, nur so viele Leute im Salon wie auch bedient werden können und die bereits bekannten Sicherheitsregeln.