Sehbehindertentag 2019 „Licht und Beleuchtung

Der diesjährige Aktionstag für die Belange sehbehinderter Menschen stellt das oft in Vergessenheit geratene Thema „Licht & Beleuchtung“ in den Mittelpunkt. Licht gehört nicht nur zu den Lebenselixieren. Es kann auch ein effektives Hilfsmittel für Menschen mit Sehbehinderungen sein und ihnen den Alltag erleichtern.
Auch Netzhauterkrankungen sind oft mit einem erhöhten Lichtbedarf verbunden. Ebenso kann die Blendempfindlichkeit zunehmen. Mit dem Einzug neuer Leuchtmittel, wie LED, treten zudem neue gesundheitsbezogene Fragen auf. So diskutieren Wissenschaft, Ärzteschaft und Medien derzeit breit über mögliche Gefahren des blauen Lichts in Smartphones und Bildschirmen. Mehr dazu in Kürze.
Der Sehbehindertentag 2019 möchte Bewusstsein zu wichtigen Fragen rund um „Licht und Beleuchtung“ schaffen und dieses wichtige Thema in den Fokus der Betroffenen, ihrer Angehörigen und der Öffentlichkeit bringen. PRO RETINA Deutschland organisiert gemeinsam mit der Universitätsmedizin Göttingen dazu ein Patientensymposium. Am gleichen Tag wird die 8. PRO RETINA Patientensprechstunde an der Augenklinik vor Ort eröffnen.
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Schlechtes Sehen im Alter bedroht auch Hirnfunktionen

München – Eine im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Studie belegt einen deutlichen Zusammenhang zwischen nachlassender Sehkraft und abnehmender Hirnfunktion im Alter. Die Stiftung Auge weist vor diesem Hintergrund darauf hin, wie wichtig gutes Sehen und regelmäßige Besuche beim Augenarzt für ältere Menschen sind. Jedoch gelangt die augenärztliche Versorgung oft nicht zu Menschen in Senioren- und Pflegeheimen, wie eine Erhebung der Stiftung Auge zeigt (OVIS-Studie). Die Stiftung Auge hat gemeinsam mit weiteren Akteuren im Gesundheitswesen Maßnahmen erarbeitet, wie sich die augenärztliche Versorgung in Seniorenheimen verbessern lässt. Welche das sind und warum gutes Sehen im Alter auch Voraussetzung für Teilhabe ist, erläutern Experten der Stiftung Auge im Rahmen einer Pressekonferenz am 29. Mai 2019 von 12.00 bis 13.00 Uhr in Berlin
Dass auch der Erhalt der Geisteskraft zu einem gewissen Grade vom Sehvermögen abhängt – darauf deutet nun eine Studie hin, die US-Mediziner im renommierten Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht haben. An der Studie nahmen über 2.500 Senioren teil. Zu Beginn ermittelten die Forscher die geistigen Fähigkeiten anhand eines Schnelltests sowie die Sehschärfe. Dieser sogenannte Mini-Mental-Status-Test (MMST) erfasst anhand eines Fragebogens unter anderem die Fähigkeiten zur Orientierung, zum Rechnen, zum Buchstabieren und die Merkfähigkeit. Nach zwei, sechs und acht Jahren erfolgten Nachuntersuchungen. Dabei zeigte sich, dass sich über die Zeit sowohl die Sehschärfe als auch die MMST-Testergebnisse verschlechterten. Das Ergebnis der Forscher zeigte, dass das Ausmaß der Sehverschlechterung mit dem Ausmaß der Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit assoziiert war.
„Diese Ergebnisse belegen einmal mehr, wie wichtig das Sehen für die soziale Teilhabe ist“, sagt Professor Dr. med. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn und Vorsitzender der Stiftung Auge. Wer ohne nennenswerte Einschränkungen lesen, sich informieren und an gesellschaftlichen Ereignissen teilhaben könne, werde auch geistig angeregt und gefordert. Das Nachlassen der Sehkraft sollte daher keinesfalls als normale Alterserscheinung hingenommen werden. „Die meisten Augenerkrankungen lassen sich heute gut behandeln, wenn sie rechtzeitig erkannt werden“, so der Experte. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt seien daher von großer Bedeutung, um die Sehfähigkeit, die Lebensqualität und die Fähigkeit zur sozialen Teilhabe zu erhalten – und damit auch die Geisteskraft.
Die Studie OVIS (Ophthalmologische Versorgung in Seniorenheimen) hat gezeigt, dass die augenärztliche Versorgung oft nicht zu den Menschen in Pflege- und Seniorenheimen gelangt. „Unbehandelte Augenerkrankungen und Einschränkungen im Sehvermögen bringen nicht nur die Gefahr einer Erblindung: Übersehene Teppichkanten oder Stufen können Stürze verursachen und Knochenbrüche mit sich bringen, die nicht selten zu erhöhter Pflegebedürftigkeit oder sogar vorzeitigem Tod führen können“, sagt Holz. Auch für die Selbstständigkeit, Mobilität und geistige Gesundheit spielt das Sehen eine große Rolle.
In einem Maßnahmenkatalog hat die Stiftung Auge jetzt gemeinsam mit weiteren Akteuren im Gesundheitswesen notwendige Schritte zur Verbesserung der Versorgungssituation festgelegt. Hierzu gehört unter anderem, dass Thema Auge in der Pflegeaus- und -weiterbildung zu stärken, einen Transport und die Begleitung der Bewohner zum Augenarzt sicherzustellen und Screening-Untersuchungen in den Heimen zu ermöglichen. Weitere Maßnahmen stellt die Stiftung Auge im Rahmen ihrer Pressekonferenz am 29. Mai 2019 in Berlin vor. Außerdem berichtet Professor Dr. Dr. h.c. mult. Ursula Lehr, Ehrenvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), wie wichtig das Sehen für die Teilhabe im Alter ist.
Stiftung Auge der DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft Pressestelle Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart Tel.: 0711 8931-649, Fax: 0711 8931-167 hartmann@medizinkommunikation.orghttp://www.stiftung-auge.de/
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ApfelTalk am Dienstag, 21. Mai 2019

Im ApfelTalk vom kommenden Dienstagabend geht es um den Internetbrowser SnowHaze.
SnowHaze – ein Browser bei dem der Datenschutz an oberster Stelle steht. SnowHaze ist ein Projekt der ETH Zürich. Yvan ist Student an der ETH und Mitentwickler dieses neuen Browsers. Er wird uns alles darüber erzählen.
Los geht’s wie immer am Dienstag um 20:00. Alle Informationen zu allen ApfelTalks sowie die Einwähldaten findest Du auf unserer Internetseite.
apfelschule.ch

Kopfsalatsuppe mit Bärlauch-Frischkäse

Zutaten für 4 Portionen:

Bärlauch-Frischkäse:

1 Handvoll Bärlauch (ersatzweise Basilikum)
100 Gramm Frischkäse
2 EL Creme fraîche
1 EL Zitronensaft
Etwas Salz

Suppe:

400 Gramm Kopfsalat
2 EL Öl
1 Glas Gemüsebrühe ( 400 Ml)
200 Gramm Crème fraîche

Zum anrichten:

Etwas Salz
4Blätter Knoblauch (jung)

Zubereitung:
FÜR DEN BÄRLAUCH-FRISCHKÄSE:
1. Bärlauch abspülen, trocken tupfen und fein zerschneiden. Frischkäse,
Crème fraîche und Zitronensaft verrühren. Bärlauch unterrühren und mit Salz
abschmecken.

FÜR DIE SUPPE:
1. Den Kopfsalat auseinander teilen, abspülen und trocken tupfen. 300 Gramm
Salat grob zerschneiden und im heißen Öl kurz andünsten. Brühe zugießen und
aufkochen lassen. Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Crème frâiche
unterrühren und die Suppe mit Salz abschmecken. Restlichen Salat in Streifen
schneiden
und in die Suppe geben. Den Bärlauch-Frischkäse auf die unteren Enden der
Knoblauchblätter streichen. In die heiße Suppe geben. Das Blatt aromatisiert
die Suppe und wird nicht mitgegessen. Oder den Bärlauch-Frischkäse separat
zur Suppe servieren.

TIPP!

Dazu: Bauernbrötchen.

Quelle:
https://www.brigitte.de/rezepte/kopfsalatsuppe-mit-baerlauch-frischkaese-105
30730.html

[dbsv-direkt] Nr. 32-19 DBSV fordert verbindliche Hörfilm-Quoten für private Fernsehsender

Liebe Leserinnen und Leser,

im März berichteten ProSiebenSat.1 und die RTL-Gruppe in einer Pressemitteilung über ihre Fortschritte bei der Barrierefreiheit. Gemeint waren Untertitel – auf die erste Hörfilmausstrahlung bei den privaten Fernsehsendern warten blinde und sehbehinderte Menschen bisher vergeblich. Höchste Zeit, dass sich das ändert, findet der DBSV und setzt auf eine Richtlinie der EU. Lesen Sie mehr dazu in der folgenden Pressemitteilung, die soeben verschickt wurde:

Private Fernsehsender sollen mit verbindlichen Quoten zur Ausstrahlung von Hörfilmen verpflichtet werden

Berlin/Stuttgart, 17. Mai 2019. Der Verwaltungsrat des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) hat heute in Stuttgart per Resolution gefordert, die privaten Fernsehsender gesetzlich zur Einführung von Hörfilmangeboten zu verpflichten und dabei verbindliche Quoten festzulegen. „Die EU hat in einer Richtlinie strengere Regelungen zur Barrierefreiheit verabschiedet. Auch die privaten Sender müssen nun endlich mit der Ausstrahlung von Hörfilmen beginnen und dazu beitragen, dass der Anteil der barrierefreien Medienangebote spürbar wächst“, betont DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke.

Der Verband fordert zudem, dass die Belange von blinden und sehbehinderten sowie hörbehinderten Menschen gleichermaßen Beachtung finden. „Hörfilme gehören ebenso zur Barrierefreiheit wie Untertitel und Gebärdensprachfassungen“, unterstreicht Bethke.

Die Resolution „Audiodeskription stärken – Europarechtliche Vorgaben nutzen!“ im Wortlaut unter: www.dbsv.org/resolution/vwr-2019-res-avmd.htmlHintergrund: Hörfilme und Audiodeskription

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen und im Fernsehen über eine zusätzliche Tonspur gesendet.

Hintergrund: Die AVMD-Richtlinie

Am 2. Oktober 2018 hat das Europäische Parlament die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (RL (EU) 2018/1808), die sogenannte AVMD-Richtlinie, verabschiedet. Private Fernsehsender, Streaming-Dienste und der öffentlich-rechtliche Rundfunk sind nun aufgerufen, ihre Angebote sukzessive barrierefrei zur Verfügung zu stellen und die Fortschritte zu dokumentieren. Außerdem sollen zentrale Anlaufstellen für Informationen und Beschwerden geschaffen werden. Die Vorgaben machen u. a. Änderungen im Rundfunk- bzw. Medienstaatsvertrag bis spätestens 19. September 2020 erforderlich.

Heidelbeer-Fliederbeer-Suppe mit Grießklößchen

Zutaten für 4 Portionen
Klößchen
500 ml Milch
20 g Butter, (weich)
Salz
1 Pk. Vanillezucker
125 g Hartweizengrieß
1 Ei, (Kl. M)

Suppe
400 ml Fliederbeersaft, (Direktsaft)
200 ml klarer Apfelsaft
40 g Zucker
1 Zimtstange
abgeschälte Schale von 1/4 Bio-Orange
0.25 Tl gemahlene Nelke
2 reife Birnen
1 El Zitronensaft
1 geh. El Vanillepuddingpulver
2 El Orangensaft
200 g TK-Heidelbeeren

Zubereitung
1. Für die Klößchen Milch, Butter, 1 Prise Salz und Vanillezucker aufkochen.
Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Bei milder Hitze 4-5 Minuten
quellen lassen, dabei mehrmals umrühren. In eine Schüssel füllen, das Ei
sofort mit den Knethaken der Küchenmaschine (oder des Handrührers)
unterarbeiten.
Grießmasse direkt auf der Oberfläche mit Klarsichtfolie bedecken und
abkühlen lassen.
2. Aus der Grießmasse mit 2 Teelöffeln kleine Nocken abstechen, dabei die
Teelöffel zwischendurch mit heißem Wasser befeuchten. Nocken in 2 Portionen
in
leicht gesalzenem Wasser offen bei milder bis mittlerer Hitze 5-6 Minuten
gar ziehen lassen. Mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen

Quelle:Suppenkasper

Spargel Pflanz- und Pflegeanleitung

Botanischer Name

Asparagus officinalis

Familie

Spargelgewächse (Asparagaceae)

Unterfamilie

Wurzelgemüse

Als eine Schmeichelei für den Gaumen hat schon der römische Dichter Plinius
den Spargel bezeichnet – und er hat nicht übertrieben, denn Spargel ist ein
unangefochtener Liebling unter den Gemüsen. Er war schon bei den alten
Ägyptern, Griechen und Römern bekannt. In Deutschland wurde er erstmals um
1540
im oberrheinischen Tiefland angebaut.

Beim Spargel handelt es sich um eine der wenigen mehrjährigen Gemüsearten in
unseren Gärten. Die Staude treibt im Frühjahr aus unterirdischen und
verzweigten Rhizomen ihre dicken Sprosse. Sie werden in der Küche gebleicht
oder ungebleicht sowie roh oder gekocht als Gemüse und Salat zubereitet.
Wenn sie nicht vorher zum Verzehr geerntet („gestochen“) werden, entwickeln
sich aus den Sprossen bis zu 2 Meter hohe Stängel mit farnartigem Laub. Die
Früchte der Pflanze sind klein, kugelig und orangerot.

Weißer oder Grüner Spargel?

In Deutschland wird meistens Bleichspargel angebaut und vermarktet, aber das
war nicht immer so. Spargel zu bleichen kam erst im 18. Jahrhundert in Mode,
vorher kannte und aß man nur die grünen Sprosse. Im Grunde handelt es sich
um dieselbe Pflanze, denn Bleichspargel wird automatisch grün, sobald er ans
Licht kommt. Für den heutigen Grünspargel hat man aber spezielle Sorten
gezüchtet, die besonders zart bleiben, wenig Bitterstoffe entwickeln und
eine besonders ansprechende Farbe haben. Grünspargel kann man für dieselben
Gerichte wie Bleichspargel verwenden – er hat dabei jedoch den Vorteil, dass
man ihn nur im unteren Drittel zu schälen braucht und dass er im Vergleich
noch mehr gesunde Inhaltsstoffe enthält.

Der richtige Boden für den Spargelanbau

Spargel benötigt eine möglichst sonnige Lage. Er gedeiht auf jedem normalen
Gartenboden – braucht also nicht, wie ursprünglich oftmals angenommen,
unbedingt einen sandigen Boden. Ein lockeres und tiefgründiges, nicht zu
stauender Nässe neigendes sowie leicht kalkhaltiges Erdreich ist für seine
Kultur jedoch von Vorteil. Das Einhalten einer Fruchtfolge und eines
Fruchtwechsels ist beim Spargel ohne Bedeutung. Eine Zwischenkultur ist zwar
möglich, wird aber nicht empfohlen.

Spargel pflanzen

Spargelpflanzen lassen sich bis zu 2 Wochen kühl und trocken lagern, falls
sie nicht sofort nach Erhalt gepflanzt werden können.

Spargelanbau unter Folie

Im gewerblichen Anbau sieht man so gut wie kein Spargelfeld mehr, das nicht
mit Folie abgedeckt ist. Auch im Hausgarten setzt sich das Abdecken der
Dämme mehr und mehr durch. Diese Anbaumethode hat gleich mehrere Vorteile:
Das Erdreich erwärmt sich unter der Folie schneller, wobei die gewonnene
Wärme durch die Abdeckung nicht mehr nach draußen entweichen kann. Mit dem
Ergebnis, dass man früher mit der Ernte beginnen kann. Die aus den Dämmen
bereits herausschauenden Stangen bleiben länger makellos weiß, weil sie
abgedeckt unter der Folie vor dem Sonnenlicht geschützt sind. Und ganz
nebenbei wird auch noch der Unkrautwuchs unterdrückt. Nach der Saison sind
die Beete bereits sauber und der durchtreibende Spargel kann ungestört
reichlich Blattmasse aufbauen, was ja bekanntlich die Bedingung für eine
reiche Ernte im nächsten Jahr ist.

Bleichspargel pflanzen

In den Monaten März / April wird der Pflanzgraben circa 45–50 cm breit und
40 cm tief ausgehoben. Sollen mehrere Reihen nebeneinander angelegt werden,
beträgt der Grabenabstand 90–100 cm. Anschließend wird die Grabensohle
spatentief umgegraben und mit einer 10 cm starken Schicht Kompost vermischt.
Aber
auch andere humose Bodenverbesserer sind geeignet, wie zum Beispiel
kohlensaurer Kalk oder Rinderdung. Die Grabentiefe sollte jetzt noch gut
25–30 cm betragen.
Die Spargelpflanzen werden in einer Reihe und mit einem Abstand von 30–40 cm
auf kleine Erdhügel gesetzt, damit sich ihre fleischigen Wurzeln besser nach
allen Seiten ausbreiten lassen. Im Anschluss werden die Triebspitzen etwa 5
cm hoch mit Erde bedeckt. Erst im Laufe der nächsten Monate wird der Graben
nach und nach vollständig mit Erde aufgefüllt.

Bleichspargel abdecken

Im zeitigen Frühjahr bedeckt man die Pflanzreihen mit gut 30 cm leichter und
lockerer Erde oder Sand, damit die Stangen ohne Hindernis gerade wachsen
können.
Der so aufgeschichtete Damm sollte unten 80 cm und oben 40 cm breit sein,
wobei die Oberseite abgeplattet wird. Gegen Anfang Mai, also noch vor der
ersten Ernte, wird der Hügel abermals glatt gestrichen. Das ist wichtig,
damit man die Risse in der Oberfläche erkennt, die von den ersten treibenden
Spargelköpfen verursacht werden.

Grünspargel pflanzen

Die Kultur des Grünspargels ist wesentlich einfacher, weil man keine
Hügelbeete anlegen muss. Gepflanzt wird er aber genauso wie beim
Bleichspargel – einzig und allein mit dem Unterschied, dass der Pflanzgraben
nur 25–30 cm tief sein braucht. Nach Zugabe des Bodenverbesserers beträgt
die Grabentiefe demnach noch gut 15 cm. Haben sich die Pflanzen gesetzt,
wird der Graben mit der ausgehobenen Erde komplett aufgefüllt und gründlich
gewässert.

Spargel-Pflege

Während des ersten Jahres dürfen die Beete weder verkrusten noch von Unkraut
überwuchert werden. Im Juni düngt man mit Pflanzenfutter® komplett und
wässert anschließend bei trockener Witterung. Zwischen November / Dezember
werden die vertrockneten Triebe der Spargelstauden abgeschnitten und
kompostiert.

Im zweiten Jahr empfiehlt sich gegen Ende März / Anfang April eine erneute
Düngung. Der Dünger darf nur flach eingeharkt werden, um die bereits
angelegten Wurzelköpfe nicht zu verletzen. Die gleiche Menge wird noch ein
weiteres Mal im Juni verabreicht. Wenn es sehr trocken ist, sollte der
Dünger auch jetzt wieder eingewässert werden. Darüber hinaus beschränken
sich die anfallenden Pflegearbeiten auf eine regelmäßige Unkrautbekämpfung
und das bereits bekannte Abschneiden der abgestorbenen Triebe im Spätherbst.

Im dritten Jahr kann schließlich der erste Spargel geerntet werden. Zuvor
wird aber noch einmal – wie mittlerweile bereits gewohnt – gedüngt.

Grünspargel gegen Kälte schützen

Die Triebe des Grünspargels vertragen zwar leichte Fröste, doch ist es
zumindest in gefährdeten Lagen als Schutz gegen Spätfröste ratsam, die Beete
von Anfang April bis zur Ernte mit einem Vlies abzudecken. Zusätzlich wird
durch das Vlies die Ernte um mehrere Tage verfrüht und der Spargel vor
Fraßschäden durch Vögel und einen Befall mit der Spargelfliege geschützt.

Spargel stechen (ernten)

Ab dem dritten Standjahr kann mit der Ernte begonnen werden. Im ersten
Erntejahr sollte Spargel jedoch nur bis zum 1. Juni gestochen werden, um die
Pflanzen noch etwas zu schonen. In den folgenden Jahren ist aber eine Ernte
bis Ende Juni möglich. Traditionell eingebürgert hat sich der Johannistag –
also der 24. Juni. Länger sollte jedoch auch dann nicht geerntet werden. Der
Grund ist, dass Spargel unmittelbar nach der Ernte viele Nährstoffe
benötigt, um im kommenden Jahr wieder kräftige Stangen ausbilden zu können.
Die jungen Pflanzen würden zu sehr geschwächt, wenn weiter ins Jahr hinein
gestochen wird.

Bleichspargel stechen

Beim Bleichspargel beobachtet man sehr aufmerksam die glatt gestrichene
Oberfläche des Hügelbeets. Wo kleine Risse auftreten, legt man den Trieb
vorsichtig mit der Hand oder einer Handschaufel frei und sticht ihn mit
einem Spargelstecher in einer Länge von gut 20 cm ab. Bei diesem Maß ist
sichergestellt, dass der Wurzelstock nicht mit beschädigt wird. Die bei der
Ernte entstehenden Löcher werden anschließend wieder mit Erde aufgefüllt.
Danach werden alle Seiten des Damms mit einer Kelle wieder glatt gestrichen.
Während der Erntezeit werden die Beete täglich kontrolliert, um Verfärbungen
an den Spargelköpfen zu vermeiden.

Nicht mehr Arbeit als notwendig

Bisher hat man im Herbst üblicherweise die mit großem Arbeitsaufwand mühsam
errichteten Dämme des Bleichspargels wieder abgetragen. Das Beet wurde glatt
geharkt, um im Frühjahr einen neuen Damm errichten zu können. Im Grunde
spricht aber nichts dagegen, sie einfach stehen zu lassen. Der Spargel
wächst in diesem Fall nach Ernte Ende Juni einfach aus ihnen heraus. Die
Pflegearbeiten bleiben dabei die gleichen. Das welke Laub wird im Herbst
bodeneben abgeschnitten.
Im Frühjahr darauf können die angerotteten Strünke einfach aus dem Boden
gezogen werden. Auf diese Weise steht im Frühjahr gleich ein fertiges
Hügelbeet zur Verfügung, das höchstens ausgebessert werden muss. Und Sie
haben sich eine Menge Arbeit gespart.

Grünspargel ernten

Beim Grünspargel ist nicht nur die Kultur, sonder auch die Ernte wesentlich
einfacher. Wenn die Triebe eine Länge von 20–30 cm erreicht haben, werden
sie mit einem scharfen Messer direkt über dem Boden abgeschnitten. Dabei
werden auch alle lockeren und offenen Köpfe sowie dünnen Sprosse geerntet,
denn sie schmecken ebenfalls vorzüglich und sollten nicht verschwendet
werden.

Nach der Ernte sollte man Spargel möglichst bald verarbeiten. Am längsten
hält er sich, wenn man ihn in ein feuchtes Küchentuch einwickelt und in den
Kühlschrank legt. Spargel kann auch tiefgefroren werden – dazu schält man
die Stangen vor dem Einfrieren und gibt sie unblanchiert in einen
Gefrierbeutel oder ein geeignetes Behältnis. Tiefgefrorener Spargel hält
sich 6–8 Monate. Für seine Zubereitung wird er nicht aufgetaut, sondern
direkt ins kochende Wasser gegeben – auf diese Weise bleiben die Vitamine
erhalten und der Spargel bissfest und aromatisch!

Lohnt sich der Spargel-Anbau im eigenen Garten?

Beim Spargel fällt die Ernte im Vergleich zu anderen Gemüsearten mengenmäßig
nicht sonderlich hoch aus: 100 Spargelpflanzen bringen eine Ernte von rund
20–30 Kilogramm. Dies entspricht in etwa dem Mengenbedarf einer 4-köpfigen
Familie. Wenn man jedoch bedenkt, wie teuer Spargel auf dem Markt ist, kann
der Anbau im eigenen Garten durchaus lohnend sein. Und so frisch wie aus dem
eigenen Garten bekommt man Spargel sonst nirgends.

Quelle: https://www.poetschke.de/beratung/spargel-ratgeber/